BÜZ zeigt Ausstellung mit Natur-Bildern von Tania Smolka Ursula Koch Minden (mt). Das Wetter hat es Tania Smolka angetan. Sie spricht aber nicht darüber, sondern wählt es als Thema ihrer Gemälde und denkt dabei selbstverständlich daran, wie die Industriegesellschaft mit der Natur umgeht. „Natur – Verhalten“ ist darum der Titel ihrer Ausstellung, die am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr im Kulturzentrum BÜZ eröffnet wird. Das Themenspektrum der Schaumburgerin, die in Obernkirchen lebt, ist selbstverständlich umfangreicher. „Die Herausforderung bestand darin, einen Teilbereich aus Tania Smolkas Schaffen auszuwählen, der als Ausstellung ein geschlossenes Ensemble ergibt“, sagt Peter Küstermann, der die Ausstellungen im BÜZ organisiert. Darum hat er die „Natur“-Bilder ausgewählt. Die 56-Jährige verwendet ganz unterschiedliche Techniken. Mal sind gefundene Blätter die Grundlage, mal eigene Gemälde. In jedem Fall werden sie aber von einer zweiten Mal-Schicht überlagert und ergeben zusammen ein neues Thema. Das sind zum Beispiel Blätter aus einem National-Geographic-Kalender, die Smolka mit Tusche und Kugelschreiber verwandelt. Die Landschaften bekommen damit etwas Bedrohliches, als würde jeden Moment ein Unwetter losbrechen. Übermalt sie ihre eigenen Gemälde, scheint der gegenteilige Effekt einzutreten. Der große Baum verschwindet unter dem Raster aus akribisch gesetzten kleinen Pinselstrichen, wie in dichtem Nebel. Über dem Hamburger Hafen scheint eine Art leuchtendes Raumschiff zu schweben. Darüber liegt ein dichter Schleier in dreckig-giftigem Grün. „Wir gehören verhaftet“, findet die Künstlerin. Ihr geht es darum, das eigene Verhalten zu begutachten und stellt sich immer wieder die Frage: „Was kann ich anders machen?“ Die Abbildung einer Orgel lässt Smolka unter einem aufgeklebten Stück Japanpapier verschwinden, auf dem sie mit Tusche und Kugelschreiber gearbeitet hat. Dieses Blatt scheint die Zeichentechnik von Wilhelm Busch in kurzen Strichen, die Bewegung suggerieren, und asiatische Malerei miteinander zu verbinden. Die Künstlerin hat an der Fachhochschule Bielefeld einige Semester freie Malerei studiert, bevor sie eine Ausbildung zur Steinmetzin in einer Restaurierungswerkstatt absolvierte. In Bielefeld war sie Mitbegründerin der noch immer existierenden Künstlergruppe Artists Unlimited, die über ein Gastatelier und eine Galerie den Austausch von Künstlern pflegt. Den Austausch mit anderen Künstlern und Menschen lebt Smolka nach wie vor, betätigt sich neben der Bildhauerei auch auf dem Gebiet der LandArt. Lange Zeit pendelte sie zwischen Schaumburg und Berlin, inzwischen ist sie beruflich aber stärker an Minden gebunden. Bei der Diakonie gibt sie Mal- und Zeichenkurse und betreut auch die Kulturstrolche. Zur Eröffnung am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr führt Peter Küstermann in das Werk ein. Johnny Luu trägt Texte vor und Susanne Burgschweiger spielt auf der Querflöte Improvisationen zu den Bildern. Die Ausstellung kann bis zum 11. Oktober während der Veranstaltungen im BÜZ besichtigt werden. Im Oktober bietet die Künstlerin einen Workshop im BÜZ an, Telefon (01 78) 761 76 37. Unter dieser Nummer können auch Führungen für Gruppen vereinbart werden.

BÜZ zeigt Ausstellung mit Natur-Bildern von Tania Smolka

Zur Eröffnung der Ausstellung „Natur – Verhalten“ mit Bildern von Tania Smolka (rechts) improvisiert Susanne Burgschweiger, Johnny Luu trägt eigene Texte vor.?MT- © Foto: Ursula Koch

Minden (mt). Das Wetter hat es Tania Smolka angetan. Sie spricht aber nicht darüber, sondern wählt es als Thema ihrer Gemälde und denkt dabei selbstverständlich daran, wie die Industriegesellschaft mit der Natur umgeht. „Natur – Verhalten“ ist darum der Titel ihrer Ausstellung, die am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr im Kulturzentrum BÜZ eröffnet wird.

Das Themenspektrum der Schaumburgerin, die in Obernkirchen lebt, ist selbstverständlich umfangreicher. „Die Herausforderung bestand darin, einen Teilbereich aus Tania Smolkas Schaffen auszuwählen, der als Ausstellung ein geschlossenes Ensemble ergibt“, sagt Peter Küstermann, der die Ausstellungen im BÜZ organisiert.

Darum hat er die „Natur“-Bilder ausgewählt. Die 56-Jährige verwendet ganz unterschiedliche Techniken. Mal sind gefundene Blätter die Grundlage, mal eigene Gemälde. In jedem Fall werden sie aber von einer zweiten Mal-Schicht überlagert und ergeben zusammen ein neues Thema. Das sind zum Beispiel Blätter aus einem National-Geographic-Kalender, die Smolka mit Tusche und Kugelschreiber verwandelt. Die Landschaften bekommen damit etwas Bedrohliches, als würde jeden Moment ein Unwetter losbrechen. Übermalt sie ihre eigenen Gemälde, scheint der gegenteilige Effekt einzutreten. Der große Baum verschwindet unter dem Raster aus akribisch gesetzten kleinen Pinselstrichen, wie in dichtem Nebel. Über dem Hamburger Hafen scheint eine Art leuchtendes Raumschiff zu schweben. Darüber liegt ein dichter Schleier in dreckig-giftigem Grün.

„Wir gehören verhaftet“, findet die Künstlerin. Ihr geht es darum, das eigene Verhalten zu begutachten und stellt sich immer wieder die Frage: „Was kann ich anders machen?“

Die Abbildung einer Orgel lässt Smolka unter einem aufgeklebten Stück Japanpapier verschwinden, auf dem sie mit Tusche und Kugelschreiber gearbeitet hat. Dieses Blatt scheint die Zeichentechnik von Wilhelm Busch in kurzen Strichen, die Bewegung suggerieren, und asiatische Malerei miteinander zu verbinden.

Die Künstlerin hat an der Fachhochschule Bielefeld einige Semester freie Malerei studiert, bevor sie eine Ausbildung zur Steinmetzin in einer Restaurierungswerkstatt absolvierte. In Bielefeld war sie Mitbegründerin der noch immer existierenden Künstlergruppe Artists Unlimited, die über ein Gastatelier und eine Galerie den Austausch von Künstlern pflegt. Den Austausch mit anderen Künstlern und Menschen lebt Smolka nach wie vor, betätigt sich neben der Bildhauerei auch auf dem Gebiet der LandArt. Lange Zeit pendelte sie zwischen Schaumburg und Berlin, inzwischen ist sie beruflich aber stärker an Minden gebunden. Bei der Diakonie gibt sie Mal- und Zeichenkurse und betreut auch die Kulturstrolche.

Zur Eröffnung am Sonntag, 1. September, um 11 Uhr führt Peter Küstermann in das Werk ein. Johnny Luu trägt Texte vor und Susanne Burgschweiger spielt auf der Querflöte Improvisationen zu den Bildern. Die Ausstellung kann bis zum 11. Oktober während der Veranstaltungen im BÜZ besichtigt werden. Im Oktober bietet die Künstlerin einen Workshop im BÜZ an, Telefon (01 78) 761 76 37. Unter dieser Nummer können auch Führungen für Gruppen vereinbart werden.

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