Aus Liebe zur Heimat: Benjamin Kersting zeigt Fotografien Ursula Koch Minden. Bislang ist Benjamin Kersting den Mindenern als Musiker und Gitarren-Lehrer bekannt. Dass er seit seinem 14. Lebensjahr fotografiert, davon wusste bislang sein Freundeskreis und die Facebook-Gruppe „Minden – meine Heimat“. Bis zum 19. Oktober zeigt er in „Das Herz der Stadt“, Obermarktstraße 19, nun erstmals 25 großformatige Farbfotografien, die seine Liebe zu seiner Heimatstadt ausdrücken. Alle Fotografien sind in diesem Jahr entstanden, zeigen bekannte und weniger bekannte Motive aus der Region. Oft ist der Enkel des Künstlers Benno Kersting in der Abenddämmerung unterwegs, aber auch die Lichtstimmung in den frühen Morgenstunden nutzt er, dazu ungewöhnliche Perspektiven. „Oft sind die Aufnahmen geplant“, erzählt er. Zum Beispiel die der Milchstraße über der Windmühle Eickhorst. Zuerst suchte er nach dem passenden Ort, an dem möglichst wenig künstliches Licht stört. Dann musste er auf die richtige Mondphase und klaren Himmel warten. „Das ist eine One-Shot-Aufnahme mit Weitwinkel, Stativ und Langzeitbelichtung“, erzählt er. Seine Aufnahmen seien alle bearbeitet, weil er mit dem Rohdatenformat arbeitet, erläutert Kersting. Das wendet er aber vor allem an, um Farbstufen und Helligkeitswerte zu beeinflussen. Das Foto, das die Mindener Innenstadt zeigt, als läge sie unmittelbar am Fuß des Wiehengebirges, ist dagegen nicht getrickst, sondern mit einem extremen Weitwinkel von der Nordbrücke aus aufgenommen. Durch die Perspektive rücken Dom und Wittekindsberg in direkte Nachbarschaft. Gerne streift Kersting mit seiner Kamera durch die Bastauwiesen. Die Ergebnisse erinnern gelegentlich an die Gemälde seines Großvaters. In der Ausstellung ist übrigens auch die nächste Kersting-Generation vertreten. Seine Tochter Melina hat eine Zeichnung beigesteuert. In den Räumen, einem leer stehenden Ladenlokal, haben Edgar Wilkening und Astrid Engel als Besitzer des Gebäudes, bislang zwei Ausstellungen (Fotografien des Ehepaars Pfleiderer und Comics von Hamburger Zeichnern) gezeigt. „Wir haben Ausstellungen bis Februar geplant“, sagt Wilkening. Ziel sei aber eine Gewerbevermietung. Bis dahin sollen an diesem Ort auch Vorträge, Wein-Seminare und Workshops für Start-up-Unternehmer stattfinden.

Aus Liebe zur Heimat: Benjamin Kersting zeigt Fotografien

Benjamin Kersting fotografiert seit seinem 14. Lebensjahr. Jetzt stellt er seine Fotos zum ersten Mal aus. MT-Foto: Ursula Koch © Ursula Koch

Minden. Bislang ist Benjamin Kersting den Mindenern als Musiker und Gitarren-Lehrer bekannt. Dass er seit seinem 14. Lebensjahr fotografiert, davon wusste bislang sein Freundeskreis und die Facebook-Gruppe „Minden – meine Heimat“. Bis zum 19. Oktober zeigt er in „Das Herz der Stadt“, Obermarktstraße 19, nun erstmals 25 großformatige Farbfotografien, die seine Liebe zu seiner Heimatstadt ausdrücken.

Alle Fotografien sind in diesem Jahr entstanden, zeigen bekannte und weniger bekannte Motive aus der Region. Oft ist der Enkel des Künstlers Benno Kersting in der Abenddämmerung unterwegs, aber auch die Lichtstimmung in den frühen Morgenstunden nutzt er, dazu ungewöhnliche Perspektiven. „Oft sind die Aufnahmen geplant“, erzählt er. Zum Beispiel die der Milchstraße über der Windmühle Eickhorst. Zuerst suchte er nach dem passenden Ort, an dem möglichst wenig künstliches Licht stört. Dann musste er auf die richtige Mondphase und klaren Himmel warten. „Das ist eine One-Shot-Aufnahme mit Weitwinkel, Stativ und Langzeitbelichtung“, erzählt er.

Seine Aufnahmen seien alle bearbeitet, weil er mit dem Rohdatenformat arbeitet, erläutert Kersting. Das wendet er aber vor allem an, um Farbstufen und Helligkeitswerte zu beeinflussen. Das Foto, das die Mindener Innenstadt zeigt, als läge sie unmittelbar am Fuß des Wiehengebirges, ist dagegen nicht getrickst, sondern mit einem extremen Weitwinkel von der Nordbrücke aus aufgenommen. Durch die Perspektive rücken Dom und Wittekindsberg in direkte Nachbarschaft. Gerne streift Kersting mit seiner Kamera durch die Bastauwiesen. Die Ergebnisse erinnern gelegentlich an die Gemälde seines Großvaters. In der Ausstellung ist übrigens auch die nächste Kersting-Generation vertreten. Seine Tochter Melina hat eine Zeichnung beigesteuert.


In den Räumen, einem leer stehenden Ladenlokal, haben Edgar Wilkening und Astrid Engel als Besitzer des Gebäudes, bislang zwei Ausstellungen (Fotografien des Ehepaars Pfleiderer und Comics von Hamburger Zeichnern) gezeigt. „Wir haben Ausstellungen bis Februar geplant“, sagt Wilkening. Ziel sei aber eine Gewerbevermietung. Bis dahin sollen an diesem Ort auch Vorträge, Wein-Seminare und Workshops für Start-up-Unternehmer stattfinden.

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