Auf stabilem Kurs durch die Krise: Wago verzeichnet anhaltend hohes Auftragsvolumen Jürgen Langenkämper Minden (mt/lkp). Wago hat das erste Jahr der Corona-Pandemie mit achtbarem Erfolg gemeistert und die Umsatzmilliarde auch in schwierigen Zeiten nicht aus den Augen verloren. Der Umsatz, den die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Minden mit rund 8.500 Mitarbeitern weltweit erzielte, bewegte sich mit 950 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau. 2019 hatte er lediglich um 0,4 Prozent höher bei 954 Millionen Euro gelegen. „Dieses Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Chief Financial Officer Axel Börner. „Ab dem vierten Quartal war trotz der Corona-Pandemie ein deutlich positiver Trend erkennbar.“ Auf Landesebene blieben Deutschland und Frankreich, aber auch die USA und Japan in ihren Umsätzen sehr stabil. Nur in einigen weniger bedeutsamen Märkten wie Indien oder Skandinavien waren Einbußen zu spüren. „Wenn wir außerdem noch die Währungseffekte betrachten, so können wir sehr zufrieden mit unserem Ergebnis sein und spüren, dass sich der Wachstumstrend im ersten Quartal klar fortsetzt“, erklärte Börner. Die Umsatzverteilung nach Landesmärkten blieb bei dem Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent traditionell den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 44 Prozent. Der Rest der Welt – ROW (Rest of World) – liegt bei knapp 30 Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter blieb mit rund 8.500 konstant. Davon sind fast die Hälfte, rund 4.000, in Deutschland an den Standorten in Minden und Sondershausen beschäftigt. Trotz der Produktion an neun internationalen Standorten liegt der Investitionsschwerpunkt der Wago-Gruppe doch weiterhin klar in Deutschland. Rund 70 Prozent der Investitionen von 70 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in den Stammsitz in Minden und in das Produktions- und Logistikzentrum in Sondershausen in Thüringen. Als größtes Projekt für das laufende Jahre steht das neue Ausbildungszentrum in der Hansastraße an, das noch in diesem Jahr fertig gestellt wird. Etwa fünf Millionen Euro wird der Umbau der bisherigen Automatenmontage inklusive eines neuen Blockheizkraftwerkes kosten. „Nachwuchsförderung hat für uns weiterhin eine hohe Priorität“, sagte Börner. „Mit dem Neubau bekommen unsere Studierenden und die technischen und kaufmännischen Auszubildenden gemeinsame, modern gestaltete Lern- und Aufenthaltsräume.“, Zum Jahresende beschäftigte Wago 249 Auszubildende und dual Studierende in Minden und 41 in Sondershausen. Ein weiteres großes Investitionsprojekt hat seinen Betrieb in Indien bereits aufgenommen. Rund 15 Millionen Euro flossen in den neuen Produktionsstandort in Vadodara, einer Millionenstadt im westlichen Bundesstaat Gujarat. Die Kapazität des Werkes soll notwendige Wachstumsreserven für die nähere Zukunft zur Verfügung stellen. Corona stellte auch Wago vor Herausforderungen. „Unsere umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit einem strikten Hygienekonzept und mobilem Arbeiten in den Verwaltungsbereichen haben Wirkung gezeigt, sodass wir die Situation bisher sehr gut gemeistert haben“, betonte Axel Börner. „Das haben wir nicht zuletzt dem umsichtigen Verhalten unserer Belegschaft und dem großen Engagement des Krisenstabs zu verdanken.“ In Produktion und Logistik sei „bei dem anhaltend hohen Auftragseingang Großartiges geleistet“ worden. Als Anerkennung und Dank soll im Mai zusätzlich zur voraussichtlichen, im Tarifvertrag 2021 geregelten Prämie erneut eine freiwillige Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro an alle Mitarbeiter ausgezahlt werden. Bereits im Oktober hatte Wago das besondere Engagement der Belegschaft in der Krise durch eine Sonderprämie honoriert. Insgesamt summieren sich die übertariflichen Leistungen damit auf mehr als fünf Millionen Euro. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Pandemie hat Wago besonders in Bezug auf die Material- und Liefersituation im Blick. „Trotz Verknappung von Rohstoffen und Versorgungswegen spüren wir dank umsichtiger Planung aber bisher noch keine kritischen Auswirkungen“, stellte Axel Börner fest.

Auf stabilem Kurs durch die Krise: Wago verzeichnet anhaltend hohes Auftragsvolumen

Stammsitz: Wago hat seinen Umsatz auch in der Pandemiekrise stabil gehalten. In Deutschland erzielt die Unternehmensgruppe mit rund 4.000 Mitarbeitern mehr als ein Viertel des Umsatzes. MT-Foto: Alex Lehn © Lehn Alexander

Minden (mt/lkp). Wago hat das erste Jahr der Corona-Pandemie mit achtbarem Erfolg gemeistert und die Umsatzmilliarde auch in schwierigen Zeiten nicht aus den Augen verloren. Der Umsatz, den die Unternehmensgruppe mit Stammsitz in Minden mit rund 8.500 Mitarbeitern weltweit erzielte, bewegte sich mit 950 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau. 2019 hatte er lediglich um 0,4 Prozent höher bei 954 Millionen Euro gelegen.

„Dieses Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Chief Financial Officer Axel Börner. „Ab dem vierten Quartal war trotz der Corona-Pandemie ein deutlich positiver Trend erkennbar.“ Auf Landesebene blieben Deutschland und Frankreich, aber auch die USA und Japan in ihren Umsätzen sehr stabil. Nur in einigen weniger bedeutsamen Märkten wie Indien oder Skandinavien waren Einbußen zu spüren. „Wenn wir außerdem noch die Währungseffekte betrachten, so können wir sehr zufrieden mit unserem Ergebnis sein und spüren, dass sich der Wachstumstrend im ersten Quartal klar fortsetzt“, erklärte Börner.

Die Umsatzverteilung nach Landesmärkten blieb bei dem Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent traditionell den wichtigsten Markt für Wago darstellt, erreicht das übrige Europa 44 Prozent. Der Rest der Welt – ROW (Rest of World) – liegt bei knapp 30 Prozent. Auch die Zahl der Mitarbeiter blieb mit rund 8.500 konstant. Davon sind fast die Hälfte, rund 4.000, in Deutschland an den Standorten in Minden und Sondershausen beschäftigt.

Trotz der Produktion an neun internationalen Standorten liegt der Investitionsschwerpunkt der Wago-Gruppe doch weiterhin klar in Deutschland. Rund 70 Prozent der Investitionen von 70 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in den Stammsitz in Minden und in das Produktions- und Logistikzentrum in Sondershausen in Thüringen. Als größtes Projekt für das laufende Jahre steht das neue Ausbildungszentrum in der Hansastraße an, das noch in diesem Jahr fertig gestellt wird. Etwa fünf Millionen Euro wird der Umbau der bisherigen Automatenmontage inklusive eines neuen Blockheizkraftwerkes kosten. „Nachwuchsförderung hat für uns weiterhin eine hohe Priorität“, sagte Börner. „Mit dem Neubau bekommen unsere Studierenden und die technischen und kaufmännischen Auszubildenden gemeinsame, modern gestaltete Lern- und Aufenthaltsräume.“, Zum Jahresende beschäftigte Wago 249 Auszubildende und dual Studierende in Minden und 41 in Sondershausen.

Ein weiteres großes Investitionsprojekt hat seinen Betrieb in Indien bereits aufgenommen. Rund 15 Millionen Euro flossen in den neuen Produktionsstandort in Vadodara, einer Millionenstadt im westlichen Bundesstaat Gujarat. Die Kapazität des Werkes soll notwendige Wachstumsreserven für die nähere Zukunft zur Verfügung stellen.

Corona stellte auch Wago vor Herausforderungen. „Unsere umfassenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit einem strikten Hygienekonzept und mobilem Arbeiten in den Verwaltungsbereichen haben Wirkung gezeigt, sodass wir die Situation bisher sehr gut gemeistert haben“, betonte Axel Börner. „Das haben wir nicht zuletzt dem umsichtigen Verhalten unserer Belegschaft und dem großen Engagement des Krisenstabs zu verdanken.“ In Produktion und Logistik sei „bei dem anhaltend hohen Auftragseingang Großartiges geleistet“ worden.

Als Anerkennung und Dank soll im Mai zusätzlich zur voraussichtlichen, im Tarifvertrag 2021 geregelten Prämie erneut eine freiwillige Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro an alle Mitarbeiter ausgezahlt werden. Bereits im Oktober hatte Wago das besondere Engagement der Belegschaft in der Krise durch eine Sonderprämie honoriert. Insgesamt summieren sich die übertariflichen Leistungen damit auf mehr als fünf Millionen Euro.

Die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Pandemie hat Wago besonders in Bezug auf die Material- und Liefersituation im Blick. „Trotz Verknappung von Rohstoffen und Versorgungswegen spüren wir dank umsichtiger Planung aber bisher noch keine kritischen Auswirkungen“, stellte Axel Börner fest.

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