15-Kilometer-Regel: Das gilt jetzt im Kreis Minden-Lübbecke Malina Reckordt Minden (mt/dpa). Die 15-Kilometer-Regel für extreme Corona-Hotspots gilt seit Dienstag auch für den Kreis Minden-Lübbecke. Die Landesregierung erließ eine Regionalverordnung mit Vorgaben, wann der Bewegungsradius von Menschen eingeschränkt werden soll. Kriterien sind demnach eine Infektionsrate von „deutlich über 200" gerechnet auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die neue Verordnung betrifft zunächst die Kreise Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und den Oberbergischen Kreis. Auf MT-Nachfrage am Dienstagmorgen gab es noch keine Stellungnahme aus der Kreis-Verwaltung. Bielefeld nun doch nicht betroffen Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz (Stand: 12. Januar, 0 Uhr) im Kreis Minden-Lübbecke bei 217,8, im Kreis Höxter bei 233,2, im Kreis Recklinghausen bei 212,7 und im Oberbergischen Kreis sogar bei 239, 7. Die Städte Bielefeld, Bottrop und Gelsenkirchen, die am Montag ebenfalls über der kritischen Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lagen, sind zunächst nicht betroffen. In der Begründung heißt es, diese Städte hätten „im Rahmen einer Anfrage zur Bewertung der Infektionszahlen geltend gemacht, dass die Zahlen für ihre Stadt nicht belastbar seien". Bielefeld Bürgermeister Pit Clausen übt scharfe Kritk. „Die angeordneten Maßnahmen gehen an der Realität vorbei und sind nicht umsetzbar", so Clausen. Die Verordnung verfügt, dass Bewohner aus den betroffenen Kreisen dieses Gebiet nur verlassen dürfen, „soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird." Auch einreisen darf nur, wer nicht weiter als 15 Kilometer entfernt wohnt. So können Sie den 15-Kilometer-Radius berechnen. Das sind die Ausnahmen Ausgenommen sind allerdings unter anderem „die Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher und vergleichbarer Besorgungen" sowie „der Besuch der Schule, der Kindertagesbetreuung beziehungsweise Notbetreuung" oder zum Beispiel „Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahe stehenden Personen." Regeln gelten bis Ende Januar Die Verordnung gilt zunächst bis zum 31. Januar. Ganz am Schluss des Papiers steht aber auch: „Die Landesregierung überprüft die Erforderlichkeit und Angemessenheit der Regelungen im Hinblick auf das Infektionsgeschehen (...) fortlaufend und passt die Regelungen dem aktuellen Infektionsgeschehen und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Verlauf der Covid-19-Pandemie an. Bußgelder bis 25.000 Euro möglich Laut der Verordnung sind bei Verstößen gegen die Regeln Bußgelder bis maximal 25.000 Euro möglich. Die tatsächlichen Strafen werden aber wahrscheinlich weit niedriger ausfallen.Ausgangssperre gilt nicht mehr Der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke hatte am Sonntag verkündet, dass die Allgemeinverfügung bis einschließlich Dienstag verlängert wird. Die Ausgangssperre von 21 bis 4 Uhr bleibt weiterhin ausgesetzt.

15-Kilometer-Regel: Das gilt jetzt im Kreis Minden-Lübbecke

Im Kreis Minden-Lübbecke gilt nun die 15-Kilometer-Regel. © Pixabay

Minden (mt/dpa). Die 15-Kilometer-Regel für extreme Corona-Hotspots gilt seit Dienstag auch für den Kreis Minden-Lübbecke. Die Landesregierung erließ eine Regionalverordnung mit Vorgaben, wann der Bewegungsradius von Menschen eingeschränkt werden soll. Kriterien sind demnach eine Infektionsrate von „deutlich über 200" gerechnet auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die neue Verordnung betrifft zunächst die Kreise Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und den Oberbergischen Kreis. Auf MT-Nachfrage am Dienstagmorgen gab es noch keine Stellungnahme aus der Kreis-Verwaltung.

Bielefeld nun doch nicht betroffen

Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz (Stand: 12. Januar, 0 Uhr) im Kreis Minden-Lübbecke bei 217,8, im Kreis Höxter bei 233,2, im Kreis Recklinghausen bei 212,7 und im Oberbergischen Kreis sogar bei 239, 7. Die Städte Bielefeld, Bottrop und Gelsenkirchen, die am Montag ebenfalls über der kritischen Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lagen, sind zunächst nicht betroffen. In der Begründung heißt es, diese Städte hätten „im Rahmen einer Anfrage zur Bewertung der Infektionszahlen geltend gemacht, dass die Zahlen für ihre Stadt nicht belastbar seien". Bielefeld Bürgermeister Pit Clausen übt scharfe Kritk. „Die angeordneten Maßnahmen gehen an der Realität vorbei und sind nicht umsetzbar", so Clausen.

Die Verordnung verfügt, dass Bewohner aus den betroffenen Kreisen dieses Gebiet nur verlassen dürfen, „soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird." Auch einreisen darf nur, wer nicht weiter als 15 Kilometer entfernt wohnt. So können Sie den 15-Kilometer-Radius berechnen.

Das sind die Ausnahmen

Ausgenommen sind allerdings unter anderem „die Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher und vergleichbarer Besorgungen" sowie „der Besuch der Schule, der Kindertagesbetreuung beziehungsweise Notbetreuung" oder zum Beispiel „Besuche bei und von engen Familienmitgliedern, Lebensgefährten und vergleichbar nahe stehenden Personen."

Regeln gelten bis Ende Januar

Die Verordnung gilt zunächst bis zum 31. Januar. Ganz am Schluss des Papiers steht aber auch: „Die Landesregierung überprüft die Erforderlichkeit und Angemessenheit der Regelungen im Hinblick auf das Infektionsgeschehen (...) fortlaufend und passt die Regelungen dem aktuellen Infektionsgeschehen und den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Verlauf der Covid-19-Pandemie an.

Bußgelder bis 25.000 Euro möglich

Laut der Verordnung sind bei Verstößen gegen die Regeln Bußgelder bis maximal 25.000 Euro möglich. Die tatsächlichen Strafen werden aber wahrscheinlich weit niedriger ausfallen.

Ausgangssperre gilt nicht mehr

Der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke hatte am Sonntag verkündet, dass die Allgemeinverfügung bis einschließlich Dienstag verlängert wird. Die Ausgangssperre von 21 bis 4 Uhr bleibt weiterhin ausgesetzt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden