Atempause für jungen Kosovo-Albaner: Abschiebung erst einmal aufgeschoben Jürgen Langenkämper Minden. Der junge Kosovo-Albaner, dem die Ausländerbehörde der Stadt Minden die „freiwillige“ Ausreise bis zum 22. April nahegelegt hatte, erhält eine mehrwöchige Atempause. Wie sein Rechtsanwalt Dietrich Wollschläge am Dienstag mitteilte, habe die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts Minden in einem Eilverfahren einen Vergleichsvorschlag gemacht, dass Ermal M. bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Bundesrepublik bleiben dürfe. Als Termin für die Verhandlung setzte das Gericht relativ zügig den 25. Mai an. Er werde dem Vergleichsvorschlag zustimmen, teilte der Anwalt mit. Das Eilverfahren hatte Wollschläger bereits Mitte März angestrengt, nachdem die Stadt den Druck auf seinen inzwischen allein in Minden lebenden Mandanten erhöht hatte. Der Vater des 18-Jährigen, der vor sechs Jahren mit seiner Familie nach Deutschland geflohen war, wurde bereits im Januar abgeschoben. Die kranke Mutter und die Schwester waren im Juli 2019 in einen Flieger in den Kosovo gesetzt worden, obwohl es zuvor rechtliche und gutachterliche Bedenken gegeben hatte. Unbeirrt durch die widrigen Umstände und trotz Corona hatte der 18-Jährige seinen Schulabschluss gemacht, ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert und im vergangenen Sommer eine Ausbildung zum Elektriker aufgenommen, um seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können. Käme er der Aufforderung nicht nach, müsste Ermal M. mit seiner Abschiebung und einer mehrjährigen Einreisesperre rechnen. Die Ausbildung müsste er abbrechen und seine deutsche Freundin zurücklassen.

Atempause für jungen Kosovo-Albaner: Abschiebung erst einmal aufgeschoben

Minden. Der junge Kosovo-Albaner, dem die Ausländerbehörde der Stadt Minden die „freiwillige“ Ausreise bis zum 22. April nahegelegt hatte, erhält eine mehrwöchige Atempause. Wie sein Rechtsanwalt Dietrich Wollschläge am Dienstag mitteilte, habe die zuständige Kammer des Verwaltungsgerichts Minden in einem Eilverfahren einen Vergleichsvorschlag gemacht, dass Ermal M. bis zur Entscheidung im Hauptsacheverfahren in der Bundesrepublik bleiben dürfe. Als Termin für die Verhandlung setzte das Gericht relativ zügig den 25. Mai an. Er werde dem Vergleichsvorschlag zustimmen, teilte der Anwalt mit.

- © imago images/blickwinkel
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Das Eilverfahren hatte Wollschläger bereits Mitte März angestrengt, nachdem die Stadt den Druck auf seinen inzwischen allein in Minden lebenden Mandanten erhöht hatte. Der Vater des 18-Jährigen, der vor sechs Jahren mit seiner Familie nach Deutschland geflohen war, wurde bereits im Januar abgeschoben. Die kranke Mutter und die Schwester waren im Juli 2019 in einen Flieger in den Kosovo gesetzt worden, obwohl es zuvor rechtliche und gutachterliche Bedenken gegeben hatte.

Unbeirrt durch die widrigen Umstände und trotz Corona hatte der 18-Jährige seinen Schulabschluss gemacht, ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert und im vergangenen Sommer eine Ausbildung zum Elektriker aufgenommen, um seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können. Käme er der Aufforderung nicht nach, müsste Ermal M. mit seiner Abschiebung und einer mehrjährigen Einreisesperre rechnen. Die Ausbildung müsste er abbrechen und seine deutsche Freundin zurücklassen.

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