Asbest muss raus: Ehemalige Kasernengebäude werden für mehrere Millionen Euro saniert Stefan Koch Minden. Die ehemaligen Kasernengebäude an der Artilleriestraße – seit fast fünf Jahrzehnten die Außenstelle der Fachhochschule Bielefeld – werden wieder einmal saniert. Höhere Anforderungen an die Nutzungstechnik aber auch steigende Zahlen von Studierenden machten die bereits laufenden Arbeiten erforderlich, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen mit mehreren Millionen Euro finanziert. Bereits jetzt erfolgt der Umbau an jenem Gebäude, wo bis vor einem Jahr noch die Mensa und die Fachschaft untergebracht waren. Wie Dirk Hellmund, Dezernent für das Gebäudemanagement an der FH Bielefeld, sowie Prof. Dr. Oliver Nister, Dekan am Campus Minden, erläutern, wird dieser Teil des Gebäudeensembles zum Verwaltungsgebäude umgebaut. Dort ziehen das Dekanat, die Verwaltung, das Prüfungsamt und auch wieder die Fachschaft ein. Der Keller wird umgebaut und barrierefrei gestaltet. Bereits jetzt laufen an dem Gebäude die Dacharbeiten und die Sanierung der Fassade. Die Schadstoffbeseitigung ist bereits abgeschlossen. Wie Nister und Hellmann erklären, sind in den 70er-Jahren unter anderem auch asbesthaltige Baumaterialien verwandt worden, die heute nicht mehr zulässig sind. Schon Ende kommenden Jahres sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten betragen 2,5 Millionen Euro. 3,5 Millionen Euro sind dagegen für die Sanierung des Hauptgebäudes veranschlagt, die in zwei Bauabschnitten erfolgen soll. Zuerst wird der Südflügel eingerichtet. Dort wird die ehemaligen Bibliothek zu Seminarräumen umgebaut. Auch die Arbeiten für den Brandschutz erfolgen. Es werden Sprossenfenster dem historischen Vorbild entsprechend eingebaut und auch die Schadstoffsanierung hat begonnen. So sind die Stützen in einzelnen Räumen aus Gründen des Brandschutzes ebenfalls mit Asbest verkleidet. Der zweite Bauabschnitt des Hauptgebäudes ist im Nordflügel gelegen, wo es um die Seminar- und Bürobereiche geht. Dort sollen zukünftig Ausstellungen stattfinden und Studierende sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Modelle vorzustellen. Nach der derzeit laufenden Schadstoffentfrachtung folgen die weiterführenden Baumaßnahmen im zweiten Quartal kommenden Jahres. Die Sanierung des Hauptgebäudes wird voraussichtlich ein Jahr dauern und von den Mindener Architekten Esther und Schwarze betreut, die auch für die ehemalige Mensa zuständig sind. Auch das ehemaligen Offiziersheim auf dem Kasernengelände wird modernisiert. Es steht am Haupteingang direkt an der Mauer zur Artilleriestraße. Unter anderem soll das Dach komplett ausgebaut werden. Vorgesehen sind Flächen für Forschungsarbeiten zur künstlichen Intelligenz, Informatik, Ingenieurwissenschaft und anderen Aufgabenfeldern sowie Arbeitsplätze für Studierende. Zurzeit befindet sich dieses Vorhaben der FH noch in der Genehmigungsphase durch das Bauamt der Stadt Minden. Auch die Arbeiten im ehemaligen Offiziersheim sollen Ende 2021 fertig sein. Die Kosten betragen eine halbe Million Euro. Wie Oliver Nister erklärt, werde mit dem neuen Raumangebot auf die steigende Zahl von Studierenden reagiert. Die Einschreibezahlen seien sehr hoch und wenn der Campus Minden nach der Coronakrise wieder zum Präsenzbetrieb zurück kehre, werde mehr Fläche erforderlich. Zurzeit sind 1.600 Studierende auf dem Campus Minden eingeschrieben.

Asbest muss raus: Ehemalige Kasernengebäude werden für mehrere Millionen Euro saniert

Zurzeit wird die Fassade der ehemaligen Mensa saniert.
Foto: FH Bielefeld
© Foto: FH Bielefeld

Minden. Die ehemaligen Kasernengebäude an der Artilleriestraße – seit fast fünf Jahrzehnten die Außenstelle der Fachhochschule Bielefeld – werden wieder einmal saniert. Höhere Anforderungen an die Nutzungstechnik aber auch steigende Zahlen von Studierenden machten die bereits laufenden Arbeiten erforderlich, die der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen mit mehreren Millionen Euro finanziert.

Bereits jetzt erfolgt der Umbau an jenem Gebäude, wo bis vor einem Jahr noch die Mensa und die Fachschaft untergebracht waren. Wie Dirk Hellmund, Dezernent für das Gebäudemanagement an der FH Bielefeld, sowie Prof. Dr. Oliver Nister, Dekan am Campus Minden, erläutern, wird dieser Teil des Gebäudeensembles zum Verwaltungsgebäude umgebaut. Dort ziehen das Dekanat, die Verwaltung, das Prüfungsamt und auch wieder die Fachschaft ein. Der Keller wird umgebaut und barrierefrei gestaltet.

Bereits jetzt laufen an dem Gebäude die Dacharbeiten und die Sanierung der Fassade. Die Schadstoffbeseitigung ist bereits abgeschlossen. Wie Nister und Hellmann erklären, sind in den 70er-Jahren unter anderem auch asbesthaltige Baumaterialien verwandt worden, die heute nicht mehr zulässig sind. Schon Ende kommenden Jahres sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten betragen 2,5 Millionen Euro.

3,5 Millionen Euro sind dagegen für die Sanierung des Hauptgebäudes veranschlagt, die in zwei Bauabschnitten erfolgen soll. Zuerst wird der Südflügel eingerichtet. Dort wird die ehemaligen Bibliothek zu Seminarräumen umgebaut. Auch die Arbeiten für den Brandschutz erfolgen. Es werden Sprossenfenster dem historischen Vorbild entsprechend eingebaut und auch die Schadstoffsanierung hat begonnen. So sind die Stützen in einzelnen Räumen aus Gründen des Brandschutzes ebenfalls mit Asbest verkleidet.

Der zweite Bauabschnitt des Hauptgebäudes ist im Nordflügel gelegen, wo es um die Seminar- und Bürobereiche geht. Dort sollen zukünftig Ausstellungen stattfinden und Studierende sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Modelle vorzustellen. Nach der derzeit laufenden Schadstoffentfrachtung folgen die weiterführenden Baumaßnahmen im zweiten Quartal kommenden Jahres. Die Sanierung des Hauptgebäudes wird voraussichtlich ein Jahr dauern und von den Mindener Architekten Esther und Schwarze betreut, die auch für die ehemalige Mensa zuständig sind.

Auch das ehemaligen Offiziersheim auf dem Kasernengelände wird modernisiert. Es steht am Haupteingang direkt an der Mauer zur Artilleriestraße. Unter anderem soll das Dach komplett ausgebaut werden. Vorgesehen sind Flächen für Forschungsarbeiten zur künstlichen Intelligenz, Informatik, Ingenieurwissenschaft und anderen Aufgabenfeldern sowie Arbeitsplätze für Studierende. Zurzeit befindet sich dieses Vorhaben der FH noch in der Genehmigungsphase durch das Bauamt der Stadt Minden. Auch die Arbeiten im ehemaligen Offiziersheim sollen Ende 2021 fertig sein. Die Kosten betragen eine halbe Million Euro.

Wie Oliver Nister erklärt, werde mit dem neuen Raumangebot auf die steigende Zahl von Studierenden reagiert. Die Einschreibezahlen seien sehr hoch und wenn der Campus Minden nach der Coronakrise wieder zum Präsenzbetrieb zurück kehre, werde mehr Fläche erforderlich. Zurzeit sind 1.600 Studierende auf dem Campus Minden eingeschrieben.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden