Arbeitslosigkeit geht im November stark zurück Minden/Herford (mt/lkp). Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen vier Wochen stärker als in den November-Monaten der Vorjahre zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 385 auf 9.354. Trotz des Rückgang um 4,0 Prozent gegenüber Oktober lag sie um 18,5 Prozent über November 2019, als 7.895 Arbeitslose im Kreis Minden-Lübbecke registriert waren. Den starken Rückgang im Herbst sieht die Leiterin der Herforder Arbeitsagentur, Frauke Schwietert, als „langsame Erholung" die sich abzeichne. „Diese Entwicklung ist als positives Zeichen für den Mühlenkreis zu werten", so Schwietert. „Wie es an dieser Stelle aber weitergeht – ob der Rückgang sich im Dezember fortsetzen wird – das lässt sich nicht prognostizieren." Momentan gebe es zu viele Unbekannte – wie die Auswirkungen des erneuten Teil-Lockdowns. „Hinzu kommen die typische saisonale Winterflaute sowie die Tatsache, dass Kündigungen aufgrund von Fristen teils erst im nächsten Monat in Kraft treten oder befristete Beschäftigungen zum Jahresende auslaufen." Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,3 Punkte auf 5,5 Prozent (2019: 4,7 Prozent). Dabei verschärften sich jedoch die Unterschiede innerhalb des Kreisgebietes. Im Bereich der Geschäftsstelle Minden lag die Quote mit 5.325 Arbeitslosen bei 6,3 Prozent (plus 1,0 Prozentpunkte), in Bad Oeynhausen (einschließlich Löhne) mit 2.842 Arbeitslosen (davon 1.579 in der Stadt selbst) bei 5,9 Prozent (plus 0,9 Punkte) und im Geschäftsstellenbezirk Lübbecke mit 2.450 Arbeitslosen bei lediglich 4,2 Prozent (plus 0,6 Punkte). Trotz der allgemein schwierigen Situation werden weiter Arbeitskräfte gesucht. Im Laufe des November meldeten Unternehmen 726 neue Stellen – 97 weniger als im Oktober. Insgesamt waren 3.461 Stellen offen – 48 mehr als im Vormonat, aber 261 weniger als vor einem Jahr. Im November nahm die Kurzarbeit zu. Unternehmen aus dem Kreis Minden-Lübbecke reichten 237 Anzeigen über Kurzarbeit ein – 183 mehr als noch im Oktober. Davon waren potenziell 2.012 Beschäftigte betroffen – 1.557 mehr als im Vormonat. Verlässliche Zahlen lagen inzwischen für die tatsächlich umgesetzte und abgerechnete Kurzarbeit im Juni vor. 1.446 Betriebe ließen kurzarbeiten – 438 weniger als im Mai. Betroffen waren 18.240 Mitarbeiter – 6.586 weniger als im Vormonat. Die Entwicklung setzte sich laut Hochrechnungen im Juli fort.

Arbeitslosigkeit geht im November stark zurück

Die Arbeitslosigkeit ist stark zurückgegangen. © Pixabay

Minden/Herford (mt/lkp). Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen vier Wochen stärker als in den November-Monaten der Vorjahre zurückgegangen. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 385 auf 9.354. Trotz des Rückgang um 4,0 Prozent gegenüber Oktober lag sie um 18,5 Prozent über November 2019, als 7.895 Arbeitslose im Kreis Minden-Lübbecke registriert waren. Den starken Rückgang im Herbst sieht die Leiterin der Herforder Arbeitsagentur, Frauke Schwietert, als „langsame Erholung" die sich abzeichne.

„Diese Entwicklung ist als positives Zeichen für den Mühlenkreis zu werten", so Schwietert. „Wie es an dieser Stelle aber weitergeht – ob der Rückgang sich im Dezember fortsetzen wird – das lässt sich nicht prognostizieren." Momentan gebe es zu viele Unbekannte – wie die Auswirkungen des erneuten Teil-Lockdowns. „Hinzu kommen die typische saisonale Winterflaute sowie die Tatsache, dass Kündigungen aufgrund von Fristen teils erst im nächsten Monat in Kraft treten oder befristete Beschäftigungen zum Jahresende auslaufen."

Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat um 0,3 Punkte auf 5,5 Prozent (2019: 4,7 Prozent). Dabei verschärften sich jedoch die Unterschiede innerhalb des Kreisgebietes. Im Bereich der Geschäftsstelle Minden lag die Quote mit 5.325 Arbeitslosen bei 6,3 Prozent (plus 1,0 Prozentpunkte), in Bad Oeynhausen (einschließlich Löhne) mit 2.842 Arbeitslosen (davon 1.579 in der Stadt selbst) bei 5,9 Prozent (plus 0,9 Punkte) und im Geschäftsstellenbezirk Lübbecke mit 2.450 Arbeitslosen bei lediglich 4,2 Prozent (plus 0,6 Punkte).

Trotz der allgemein schwierigen Situation werden weiter Arbeitskräfte gesucht. Im Laufe des November meldeten Unternehmen 726 neue Stellen – 97 weniger als im Oktober. Insgesamt waren 3.461 Stellen offen – 48 mehr als im Vormonat, aber 261 weniger als vor einem Jahr.

Im November nahm die Kurzarbeit zu. Unternehmen aus dem Kreis Minden-Lübbecke reichten 237 Anzeigen über Kurzarbeit ein – 183 mehr als noch im Oktober. Davon waren potenziell 2.012 Beschäftigte betroffen – 1.557 mehr als im Vormonat.

Verlässliche Zahlen lagen inzwischen für die tatsächlich umgesetzte und abgerechnete Kurzarbeit im Juni vor. 1.446 Betriebe ließen kurzarbeiten – 438 weniger als im Mai. Betroffen waren 18.240 Mitarbeiter – 6.586 weniger als im Vormonat. Die Entwicklung setzte sich laut Hochrechnungen im Juli fort.

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