Altlasten im Boden des ehemaligen Güterbahnhofs und auf dem Weserwerftgelände: Sanierung wohl ab 2024 Minden (mt/mre). Die Altlastenerkundung auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs und des ehemaligen Gaswerks läuft. Auf dem Areal werden im nächsten Schritt elf weitere Grundwassermessstellen errichtet, teilt Susann Lewerenz, Pressesprecherin der Stadt Minden mit. Die Stadt hatte Ende 2016 ein 43.000 Quadratmeter großes Areal auf dem rechten Weserufer gekauft, um es zu entwickeln. Unter anderem ist hier der Bau einer Multifunktionshalle geplant. „Dass die Sanierung einer so großen Fläche aufwendig und langwierig ist, macht die Kleinschrittigkeit, mit der wir vorankommen, deutlich. Dieses liegt in der intensiven Nutzung als Bahnbetriebsgelände in den vergangenen 150 Jahren begründet“, erläutert Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz. „Aber trotz zeitlicher Verzögerungen geht es stetig voran“, fasst er den aktuellen Stand zusammen. Über diesen wurde jetzt erneut im Fachausschuss ausführlich berichtet. Fläche war Bombardierungsziel im Zweiten Weltkrieg Die Fläche birgt aufgrund ihrer vorangegangenen Nutzung nicht nur ein beträchtliches Altlastenrisiko, sondern ist im Zweiten Weltkrieg zudem auch Bombardierungsziel gewesen. Aus diesem Grund musste zunächst der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg einbezogen werden. Eine ausführliche Untersuchung auf Blindgängerverdachtspunkte erfolgte bereits 2016/2017 – ohne weiteren Befund. „Das heißt aber nicht, dass hier nicht doch noch Kampfmittel vorhanden sind“, so Bursian. Umfangreich war auch die historische Erkundung des Areals im Auftrag der Stadt Minden. Diese hatte das Ziel, die Vollständigkeit vorhandener Recherchen zu überprüfen und die Nutzungsgeschichte des Standortes so detailliert wie möglich zu rekonstruieren. Auf Grundlage der historischen Erkundung erfolgte schließlich eine Neubewertung der vorliegenden Gutachten. Aus der Bewertung ergab sich schließlich die Notwendigkeit zur Errichtung elf weiterer Grundwassermessstellen, die das bereits vorhandene Messstellennetz ergänzen und genauere Erkenntnisse über eine mögliche Grundwasserbelastung liefern sollen. Da zehn der elf neuen Grundwassermessstellen auf einer ehemaligen Bombardierungsfläche liegen, wurde an den betreffenden Punkten zunächst eine weitere Kampfmittelerkundung auf Bomben-Blindgänger durchgeführt. Erneut ohne Befund. „Bodeneingriffe auf der ehemaligen Bombardierungsfläche dürfen auch ohne konkreten Verdacht auf Kampfmittel nur mit der nötigen Vorsicht erfolgen“, erläutert Frank Backhoff vom Bereich Stadtplanung und Umwelt der Stadt Minden. Derzeit laufen nun die Bohrarbeiten zur Errichtung der Grundwassermessstellen. Einige sind schon fertig und in Betrieb. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des AAV, mit dem die Stadt Minden und der Kreis Minden-Lübbecke im August 2018 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über eine Sanierungsuntersuchung und eine sich daran anschließende Sanierungsplanung abgeschlossen hatten. In die Sanierungsuntersuchung sollen zunächst die Messergebnisse aus den elf neuen Grundwassermessstellen einfließen. Darüber hinaus wird es eine Auswertung bereits vorliegender Gutachten geben. Sofern erforderlich, sollen weitere Untersuchungen veranlasst werden, um die Belastungssituation auf dem Gelände so detailliert wie möglich zu erfassen. Auf dieser Basis werden dann durch einen Fachgutachter mögliche Sanierungsvarianten ausgearbeitet. Altlastensanierung wohl ab 2024 Daran anschließen wird sich dann die Erstellung eines Sanierungsplans – voraussichtlich ab Mitte 2023. Bei der Sanierungsplanung werden konkrete Sanierungsverfahren festgelegt, die geeignet sind, die angestrebte Nachnutzung des Geländes zu ermöglichen. Sobald der Kreis Minden-Lübbecke dem Sanierungsplan zugestimmt hat, kann dann – voraussichtlich ab 2024 – die eigentliche Altlastensanierung auf der Fläche beginnen. „Hierzu ist vorab jedoch der Abschluss eines weiteren öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem AAV und dem Kreis Minden-Lübbecke erforderlich“, erläutert Frank Backhoff die weiteren Schritte. 80 Prozent der Kosten für die Sanierungsuntersuchung, die Erstellung des Sanierungsplans und die eigentliche Sanierung der Fläche trüge damit der AAV, der finanziell im Wesentlichen vom Land NRW sowie von Kreisen/kreisfreien Städten und der Industrie getragen wird. „Die Kooperation mit dem AAV ist für uns sehr wichtig, um diese Brachflächen reaktivieren und einer neuen Nutzung zuführen zu können“, hebt Beigeordneter Lars Bursian hervor. Für die restlichen 20 Prozent der Kosten hat die Stadt Minden ausreichende Rücklagen gebildet. Erste Schritte zur Altlastenerkundung auf der ehemaligen Weserwerft erfolgt „Eine Zusammenarbeit mit dem AAV wünschen wir uns auch für eine möglicherweise erforderlich werdende Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen Weserwerft“, sagt Lars Bursian. Die rund 33.600 Quadratmeter große Fläche gehört ebenfalls der Stadt Minden. Sie hatte das Grundstück nach Aufgabe des Werftbetriebs im Jahr 2007 gekauft, um hier mittelfristig Stadtentwicklung betreiben zu können. Ein Teil der Fläche ist derzeit noch an die Rosemeier Schiffbau GmbH verpachtet. Auf dem Gebiet des alten Weserhafens und der Werft könnte Wohnraum entstehen Für ein größeres Gebiet am rechten Weserufer, das unter anderem auch den ehemaligen Güterbahnhof und das Gelände der ehemaligen Weserwerft umfasst, liegt seit 2017 ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) vor. Die dort festgehaltenen Pläne für Wohnen, Verkehr und Freizeit sollen gemeinschaftlich mit allen Beteiligten nachhaltig entwickelt werden. Das Gebiet des alten Weserhafens und der Werft könnte dabei zukünftig beispielsweise für vielfältiges Wohnen genutzt werden. „Derzeit sind wir mit einem Planungsbüro aus Amsterdam und Köln dabei, eine Idee zu entwickeln, wie Wohnen im Überschwemmungsgebiet gelingen kann“, berichtet der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian. Zur Erkundung möglicher Schadstoffbelastungen des Bodens und des Grundwassers findet derzeit im Rahmen der Altlastenerkundung eine sogenannte Orientierende Untersuchung auf dem Gelände statt. Diese soll Erkenntnisse liefern, ob aus der rund 100-jährigen Nutzung der Fläche als Werftgelände entsprechende Boden-und Grundwasserbelastungen hervorgegangen sind. Um überhaupt an den Boden heranzukommen, wurde dazu im Oktober letzten Jahres zunächst das mittlerweile üppig wuchernde Grün zurückgeschnitten. Da ein Teil der Fläche im Zweiten Weltkrieg zudem bombardiert wurde, erfolgte bereits im Jahr 2016 eine Luftbildauswertung auf Blindgängerverdachtspunkte – mit negativem Ergebnis. „Neben der Bombardierung hat es im Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände zudem mehrere Verteidigungsstellungen gegeben“, weiß Frank Backhoff. Bevor an diesen Stellen Bodenuntersuchungen stattfinden können, müssen diese zunächst noch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf verbliebene Kampfmittel untersucht werden. Dazu laufen derzeit die Vorbereitungen. Mit der orientierenden Untersuchung hat die Stadt Minden nach entsprechender Ausschreibung das Gutachterbüro Dr. Kerth + Lampe Geo-Infometric GmbH aus Detmold beauftragt. Die Kosten für diese Untersuchung sowie die erforderlichen Vorarbeiten trägt die Stadt Minden. Zur Vorbereitung auf die Untersuchung hatte die Stadt Minden bereits im Jahr 2016 eine historische Erkundung des Geländes durchführen lassen. „Mit der historischen Erkundung sollte die Nutzungsgeschichte des Standortes so detailliert wie möglich rekonstruiert werden“, erläutert Frank Backhoff. Ziel war es, exakt die Bereiche zu ermitteln, die aufgrund ihrer Nutzungsgeschichte besonders im Verdacht stehen, mit Schadstoffen belastet zu sein. Sollten die Ergebnisse der Orientierenden Untersuchung den Verdacht auf eine Schadstoffbelastung des Geländes bestätigen, soll für eine vertiefende Detailuntersuchung sowie eine möglicherweise erforderlich werdende Altlastensanierung auch hier der AAV mit ins Boot geholt werden. Dafür muss dann ein entsprechender Aufnahmeantrag beim AAV gestellt werden. „Es ist nicht klar, ob wir hier auch angenommen werden. Aber dadurch, dass wir ein Regionale 2022-Projekt sind, gibt es gute Chancen“, meint Bursian.

Altlasten im Boden des ehemaligen Güterbahnhofs und auf dem Weserwerftgelände: Sanierung wohl ab 2024

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. © Foto: Stadt Minden

Minden (mt/mre). Die Altlastenerkundung auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs und des ehemaligen Gaswerks läuft. Auf dem Areal werden im nächsten Schritt elf weitere Grundwassermessstellen errichtet, teilt Susann Lewerenz, Pressesprecherin der Stadt Minden mit. Die Stadt hatte Ende 2016 ein 43.000 Quadratmeter großes Areal auf dem rechten Weserufer gekauft, um es zu entwickeln. Unter anderem ist hier der Bau einer Multifunktionshalle geplant.

„Dass die Sanierung einer so großen Fläche aufwendig und langwierig ist, macht die Kleinschrittigkeit, mit der wir vorankommen, deutlich. Dieses liegt in der intensiven Nutzung als Bahnbetriebsgelände in den vergangenen 150 Jahren begründet“, erläutert Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz. „Aber trotz zeitlicher Verzögerungen geht es stetig voran“, fasst er den aktuellen Stand zusammen. Über diesen wurde jetzt erneut im Fachausschuss ausführlich berichtet.

Fläche war Bombardierungsziel im Zweiten Weltkrieg

Die Fläche birgt aufgrund ihrer vorangegangenen Nutzung nicht nur ein beträchtliches Altlastenrisiko, sondern ist im Zweiten Weltkrieg zudem auch Bombardierungsziel gewesen. Aus diesem Grund musste zunächst der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg einbezogen werden. Eine ausführliche Untersuchung auf Blindgängerverdachtspunkte erfolgte bereits 2016/2017 – ohne weiteren Befund. „Das heißt aber nicht, dass hier nicht doch noch Kampfmittel vorhanden sind“, so Bursian.


Fertige Grundwassermessstelle. - © Foto: Stadt Minden
Fertige Grundwassermessstelle. - © Foto: Stadt Minden

Umfangreich war auch die historische Erkundung des Areals im Auftrag der Stadt Minden. Diese hatte das Ziel, die Vollständigkeit vorhandener Recherchen zu überprüfen und die Nutzungsgeschichte des Standortes so detailliert wie möglich zu rekonstruieren. Auf Grundlage der historischen Erkundung erfolgte schließlich eine Neubewertung der vorliegenden Gutachten.

Aus der Bewertung ergab sich schließlich die Notwendigkeit zur Errichtung elf weiterer Grundwassermessstellen, die das bereits vorhandene Messstellennetz ergänzen und genauere Erkenntnisse über eine mögliche Grundwasserbelastung liefern sollen. Da zehn der elf neuen Grundwassermessstellen auf einer ehemaligen Bombardierungsfläche liegen, wurde an den betreffenden Punkten zunächst eine weitere Kampfmittelerkundung auf Bomben-Blindgänger durchgeführt. Erneut ohne Befund. „Bodeneingriffe auf der ehemaligen Bombardierungsfläche dürfen auch ohne konkreten Verdacht auf Kampfmittel nur mit der nötigen Vorsicht erfolgen“, erläutert Frank Backhoff vom Bereich Stadtplanung und Umwelt der Stadt Minden.

Bohrarbeiten für eine Grundwassermesstelle. - © Foto: Stadt Minden
Bohrarbeiten für eine Grundwassermesstelle. - © Foto: Stadt Minden

Derzeit laufen nun die Bohrarbeiten zur Errichtung der Grundwassermessstellen. Einige sind schon fertig und in Betrieb. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des AAV, mit dem die Stadt Minden und der Kreis Minden-Lübbecke im August 2018 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über eine Sanierungsuntersuchung und eine sich daran anschließende Sanierungsplanung abgeschlossen hatten. In die Sanierungsuntersuchung sollen zunächst die Messergebnisse aus den elf neuen Grundwassermessstellen einfließen. Darüber hinaus wird es eine Auswertung bereits vorliegender Gutachten geben. Sofern erforderlich, sollen weitere Untersuchungen veranlasst werden, um die Belastungssituation auf dem Gelände so detailliert wie möglich zu erfassen. Auf dieser Basis werden dann durch einen Fachgutachter mögliche Sanierungsvarianten ausgearbeitet.

Altlastensanierung wohl ab 2024

Daran anschließen wird sich dann die Erstellung eines Sanierungsplans – voraussichtlich ab Mitte 2023. Bei der Sanierungsplanung werden konkrete Sanierungsverfahren festgelegt, die geeignet sind, die angestrebte Nachnutzung des Geländes zu ermöglichen. Sobald der Kreis Minden-Lübbecke dem Sanierungsplan zugestimmt hat, kann dann – voraussichtlich ab 2024 – die eigentliche Altlastensanierung auf der Fläche beginnen. „Hierzu ist vorab jedoch der Abschluss eines weiteren öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem AAV und dem Kreis Minden-Lübbecke erforderlich“, erläutert Frank Backhoff die weiteren Schritte.

80 Prozent der Kosten für die Sanierungsuntersuchung, die Erstellung des Sanierungsplans und die eigentliche Sanierung der Fläche trüge damit der AAV, der finanziell im Wesentlichen vom Land NRW sowie von Kreisen/kreisfreien Städten und der Industrie getragen wird. „Die Kooperation mit dem AAV ist für uns sehr wichtig, um diese Brachflächen reaktivieren und einer neuen Nutzung zuführen zu können“, hebt Beigeordneter Lars Bursian hervor. Für die restlichen 20 Prozent der Kosten hat die Stadt Minden ausreichende Rücklagen gebildet.

Altlastenuntersuchung an der Weserwerft. - © Foto: Stadt Minden
Altlastenuntersuchung an der Weserwerft. - © Foto: Stadt Minden

Erste Schritte zur Altlastenerkundung auf der ehemaligen Weserwerft erfolgt „Eine Zusammenarbeit mit dem AAV wünschen wir uns auch für eine möglicherweise erforderlich werdende Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen Weserwerft“, sagt Lars Bursian. Die rund 33.600 Quadratmeter große Fläche gehört ebenfalls der Stadt Minden. Sie hatte das Grundstück nach Aufgabe des Werftbetriebs im Jahr 2007 gekauft, um hier mittelfristig Stadtentwicklung betreiben zu können. Ein Teil der Fläche ist derzeit noch an die Rosemeier Schiffbau GmbH verpachtet.

Auf dem Gebiet des alten Weserhafens und der Werft könnte Wohnraum entstehen

Für ein größeres Gebiet am rechten Weserufer, das unter anderem auch den ehemaligen Güterbahnhof und das Gelände der ehemaligen Weserwerft umfasst, liegt seit 2017 ein „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) vor. Die dort festgehaltenen Pläne für Wohnen, Verkehr und Freizeit sollen gemeinschaftlich mit allen Beteiligten nachhaltig entwickelt werden. Das Gebiet des alten Weserhafens und der Werft könnte dabei zukünftig beispielsweise für vielfältiges Wohnen genutzt werden. „Derzeit sind wir mit einem Planungsbüro aus Amsterdam und Köln dabei, eine Idee zu entwickeln, wie Wohnen im Überschwemmungsgebiet gelingen kann“, berichtet der Beigeordnete für Städtebau und Feuerschutz, Lars Bursian.

Zur Erkundung möglicher Schadstoffbelastungen des Bodens und des Grundwassers findet derzeit im Rahmen der Altlastenerkundung eine sogenannte Orientierende Untersuchung auf dem Gelände statt. Diese soll Erkenntnisse liefern, ob aus der rund 100-jährigen Nutzung der Fläche als Werftgelände entsprechende Boden-und Grundwasserbelastungen hervorgegangen sind.

Das Weserwerftgelände von der Nordbrücke. - © Foto: Stadt Minden
Das Weserwerftgelände von der Nordbrücke. - © Foto: Stadt Minden

Um überhaupt an den Boden heranzukommen, wurde dazu im Oktober letzten Jahres zunächst das mittlerweile üppig wuchernde Grün zurückgeschnitten. Da ein Teil der Fläche im Zweiten Weltkrieg zudem bombardiert wurde, erfolgte bereits im Jahr 2016 eine Luftbildauswertung auf Blindgängerverdachtspunkte – mit negativem Ergebnis. „Neben der Bombardierung hat es im Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände zudem mehrere Verteidigungsstellungen gegeben“, weiß Frank Backhoff. Bevor an diesen Stellen Bodenuntersuchungen stattfinden können, müssen diese zunächst noch vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf verbliebene Kampfmittel untersucht werden. Dazu laufen derzeit die Vorbereitungen.

Mit der orientierenden Untersuchung hat die Stadt Minden nach entsprechender Ausschreibung das Gutachterbüro Dr. Kerth + Lampe Geo-Infometric GmbH aus Detmold beauftragt. Die Kosten für diese Untersuchung sowie die erforderlichen Vorarbeiten trägt die Stadt Minden.

Zur Vorbereitung auf die Untersuchung hatte die Stadt Minden bereits im Jahr 2016 eine historische Erkundung des Geländes durchführen lassen. „Mit der historischen Erkundung sollte die Nutzungsgeschichte des Standortes so detailliert wie möglich rekonstruiert werden“, erläutert Frank Backhoff. Ziel war es, exakt die Bereiche zu ermitteln, die aufgrund ihrer Nutzungsgeschichte besonders im Verdacht stehen, mit Schadstoffen belastet zu sein.

Sollten die Ergebnisse der Orientierenden Untersuchung den Verdacht auf eine Schadstoffbelastung des Geländes bestätigen, soll für eine vertiefende Detailuntersuchung sowie eine möglicherweise erforderlich werdende Altlastensanierung auch hier der AAV mit ins Boot geholt werden. Dafür muss dann ein entsprechender Aufnahmeantrag beim AAV gestellt werden. „Es ist nicht klar, ob wir hier auch angenommen werden. Aber dadurch, dass wir ein Regionale 2022-Projekt sind, gibt es gute Chancen“, meint Bursian.

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