Alles auf Anfang: In der Sporthalle Unterlübbe wird bald wieder geimpft Stefanie Dullweber,Christine Riechmann Hille-Unterlübbe. Jetzt also doch. Das Impfzentrum in Unterlübbe wird in Kürze wieder geöffnet. Das haben der Kreis und die Gemeinde Hille am Donnerstagmorgen vereinbart. Lange Zeit sah es nicht so aus, dass der Betrieb in der Sporthalle noch einmal aufgenommen wird. Allerdings hatte es bei den mobilen Impfangeboten zuletzt lange Schlangen gegeben und auch die Hausärzte können sich aktuell vor Anfragen kaum retten. „Wir haben entschieden, dass wir mehr machen müssen“, sagt Anna Breder, Referentin von Landrätin Anna Katharina Bölling. Das sagt der Kreis „Wir wollen schnellstmöglich starten“, bestätigt Amtsleiter Jan Bosse. Einen genauen Termin könne er noch nicht nennen. Zusammen mit der Gemeinde würden jetzt die baulichen Vorbereitungen getroffen. In der nächsten Woche werde festgelegt, an welchen Tagen geimpft wird. Geplant sind Impfungen an mehreren Nachmittagen in der Woche.Voraussichtlich werde es darauf hinauslaufen, dass nur ein Teil der Sporthalle umgebaut wird. Anders als bei der ersten Nutzung der Sporthalle als Impfzentrum soll nicht der komplette Betrieb mit mehreren Impfstraßen wieder hochgefahren werden. „Wir sind heute flexibler, was die Gestaltung angeht. Anfang des Jahres hatten wir da noch viel striktere Vorgaben“, sagt Jan Bosse.Neben dem Angebot in Unterlübbe, weitet der Kreis Minden-Lübbecke auch seine anderen Impfangebote kurzfristig deutlich aus. Die mobilen Impfzentren in Minden, Lübbecke und Bad Oeynhausen sind ab nächster Woche zwei Mal pro Woche geöffnet: In Bad Oeynhausen am Werre-Park montags und samstags von 14 bis 18 Uhr, in Lübbecke an der Kreissporthalle dienstags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr und in Minden an der Kampa-Halle donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr. Darüber hinaus hätten sich auch zahlreiche Städte und Gemeinden auf den Weg gemacht, um eigenständige Impfangebote zu etablieren. Sie werden vom Kreis unterstützt.„Bisher haben wir bei den mobilen Angeboten nur Biontech verimpft“, sagt Bosse auf die Frage nach dem verabreichten Vakzin. „Wir werden aber auch Moderna bestellen. Das ist mindestens genauso gut und vor allem besser zu handhaben.“ Es sei aber nicht geplant, beide Impfstoffe parallel zu verimpfen. Im Übrigen werde man im Vorfeld kommunizieren, welcher Wirkstoff an welchem Tag verabreicht werde.Eine zentrale Terminvergabe sei nicht geplant, so Bosse. „Wir möchten den Menschen ein niederschwelliges Angebot machen. Wir haben derzeit erfreulich viele Erstimpfungen, allein 385 am Mittwoch. Das führen wir auf dieses System zurück. Die Leute sollen sich spontan anstellen können.“ Das sei auch für den Betrieb in Unterlübbe geplant. An der Sporthalle und auch in den anderen Kommunen soll künftig ein Sicherheitsdienst die Schlange ordnen. Ob auch die Bundeswehr wieder tätig wird, ist noch unklar. „Dass die Soldaten im gleichen Umfang wie zu Beginn des Jahres eingesetzt werden, können wir jedoch ausschließen“, bestätigt Jan Bosse.Die größte Herausforderung sei derzeit, genügend Personal zu rekrutieren. „Wenn wir wissen, wie viele Mitarbeiter wir haben, können wir die Anzahl der Tage planen, an denen in Unterlübbe geimpft wird“, sagt Jan Bosse. Zunächst würden diejenigen angesprochen, die bereits im Impfzentrum gearbeitet hätten. Das würde den Ablauf einfacher gestalten. „Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir dabei in Konkurrenz zu anderen stehen.“ Die Frage, ob es erneut eine Priorisierung gebe, verneint Bosse. Die Auffrischungen sollen grundsätzlich im Abstand von sechs Monaten zur Grundimmunisierung erfolgen. Laut der Ständigen Impfkommission ist eine Verkürzung auf fünf Monate möglich, sofern genügend Kapazitäten vorhanden sind. „Es kommt nicht auf einen oder zwei Tage an, und letztlich liegt die Entscheidung beim Impfarzt“, so Bosse weiter.Neben einigen Umbauarbeiten in der Halle müssen am Sportzentrum in Unterlübbe genügend Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Die Bundeswehr hatte im Frühjahr mit Stahl-Platten – sogenannten Panzer-Keksen – eine zusätzliche Fläche geschaffen. Die Platten sind nach der Schließung des Impfzentrums Ende September wieder abgeholt worden. „Auf welchem Weg wir das lösen, ist derzeit noch in der Planung. Fest steht, dass wir die Anwohner so wenig wie möglich belasten wollen“, betont Bosse.Auch auf die am Donnerstag verkündete Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat der Kreis bereits reagiert. Die EMA hat grünes Licht für die Zulassung von Biontech für Kinder ab fünf Jahren gegeben. „Wir planen Impfangebote, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind“, sagt Jan Bosse dazu. Er könne sich ähnliche Angebote wie im Sommer vorstellen, als es Sondertermine am Wochenende für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gab. Dazu brauche es aber kinderärztliches Personal und ein etwas anderes Setting mit noch mehr Aufklärung und Betreuung.Zunächst gilt es aber, das Impfzentrum wieder an den Start zu bringen. „Das Impfen ist der einzige Weg, der uns auf Dauer aus dieser Pandemie herausführen kann“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling. Das sieht auch Hilles Bürgermeister Michael Schweiß so: „Das übergeordnete Ziel muss im Vordergrund stehen. Ich hoffe, dass die Vereine dafür Verständnis haben.“Das sagt die Medizinerin Acht Monate lang war Anke Richter-Scheer medizinische Leiterin des Impfzentrums in Unterlübbe und hat in dieser Zeit viel erlebt. Das Schneechaos zum Start, die vielen Wochen mit knappen Impfstoffmengen, die Debatte um Priorisierungen und zuletzt die wachsende Impfmüdigkeit. Die Schließung bezeichnete sie seinerzeit als den richtigen Schritt. „Die Impfungen sollten jetzt dahin, wo sie hingehören – in die Arztpraxen“, sagte Richter-Scheer im Sommer.Aktuell wird auch ihre Praxis in Bad Oeynhausen überrannt. „Es ist Land unter“, sagt die Ärztin am Donnerstag. Die Hausärzte hätten es derzeit nicht nur mit den Booster-Impfungen zu tun, sondern auch mit den vielen Impf-Unwilligen, die jetzt noch dazukämen. In den erneuten Aufbau des Impfzentrums in Unterlübbe sei sie organisatorisch mit eingebunden. Sie glaubt nicht, dass hier noch einmal in der Dimension geimpft wird, wie es von Februar bis September der Fall war. Außerdem glaubt sie, dass der Aufbau noch eine Weile dauern wird.Nach wie vor sei nicht das Impfen der größte Aufwand, sondern die Bürokratie. „Auch wenn wir mobil unterwegs sind, muss im Nachgang alles übertragen werden. Das kostet Zeit.“ Der Ärztin, die für ihre pragmatische Herangehensweise bekannt ist, geht es einmal mehr zu langsam. Am 20. Dezember wolle der Bund die Impfungen für die Kinder freigeben. „Es kann doch nicht sein, dass wir über Weihnachten dann die Kinder impfen.“ Bereits im Sommer habe sie bei den Schülern darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei, sie vor den Ferien zu immunisieren. Aktuell habe sie immer noch Schüler, die nicht voll immunisiert seien. Das sagt der Sportverein Noch vor sechs Wochen hätte Andrea Kracht gesagt, dass das Impfzentrum nie wieder öffnen wird. „Vor zwei Wochen hatte ich allerdings schon ein anderes Gefühl“, erinnert sich die Vorsitzende des TuS „Rot-Weiß“ Unterlübbe daran, als die Rufe der Politiker nach den Impfzentren immer lauter wurden. Natürlich hätte sie sich eine andere Lösung gewünscht, sagt die Vereinsvorsitzende. Sie sehe zwar die Notwendigkeit und auch den Vorteil, dass die Unterlübber Sporthalle für alle Beteiligten kein unbekanntes Terrain ist. Trotzdem wisse sie auch um die Arbeit, die nun auf sie und den Verein zukomme. „Wir müssen uns jetzt erstmal sortieren“, so Kracht, die am Donnerstagmorgen über die Teil-Öffnung informiert wurde. Und dann müsste geklärt werden, welche Mannschaft wann und wo trainieren beziehungsweise spielen könne und welche Umbaumaßnahmen getroffen werden müssten.Besonders hart werde es wieder die Bogenabteilung treffen. „Die trainieren nämlich in dem Hallendrittel, in das das Impfzentrum ziehen soll“, so Andrea Kracht. Nun müsse man eben auf zwei Dritteln zusammenrücken.Anders als beim ersten Einzug des Impfzentrums, als die gesamte Halle für den Spiel- und Trainingsbetrieb geschlossen war, ist die Halle nun für Sportler und Impfwillige gleichzeitig zugänglich. „Wir müssen also koordinieren, dass die sich nicht begegnen“, beschreibt die Vereinsvorsitzende eine der zu stemmenden Herausforderungen. „Alles soll schließlich reibungslos klappen.“

Alles auf Anfang: In der Sporthalle Unterlübbe wird bald wieder geimpft

Noch ist es ruhig am Impfzentrum in Unterlübbe. Das wird sich bald ändern: In Kürze läuft der Betrieb hier wieder an. MT-Foto: Alex Lehn

Hille-Unterlübbe. Jetzt also doch. Das Impfzentrum in Unterlübbe wird in Kürze wieder geöffnet. Das haben der Kreis und die Gemeinde Hille am Donnerstagmorgen vereinbart. Lange Zeit sah es nicht so aus, dass der Betrieb in der Sporthalle noch einmal aufgenommen wird. Allerdings hatte es bei den mobilen Impfangeboten zuletzt lange Schlangen gegeben und auch die Hausärzte können sich aktuell vor Anfragen kaum retten. „Wir haben entschieden, dass wir mehr machen müssen“, sagt Anna Breder, Referentin von Landrätin Anna Katharina Bölling.

Das sagt der Kreis

„Wir wollen schnellstmöglich starten“, bestätigt Amtsleiter Jan Bosse. Einen genauen Termin könne er noch nicht nennen. Zusammen mit der Gemeinde würden jetzt die baulichen Vorbereitungen getroffen. In der nächsten Woche werde festgelegt, an welchen Tagen geimpft wird. Geplant sind Impfungen an mehreren Nachmittagen in der Woche.

Voraussichtlich werde es darauf hinauslaufen, dass nur ein Teil der Sporthalle umgebaut wird. Anders als bei der ersten Nutzung der Sporthalle als Impfzentrum soll nicht der komplette Betrieb mit mehreren Impfstraßen wieder hochgefahren werden. „Wir sind heute flexibler, was die Gestaltung angeht. Anfang des Jahres hatten wir da noch viel striktere Vorgaben“, sagt Jan Bosse.

Neben dem Angebot in Unterlübbe, weitet der Kreis Minden-Lübbecke auch seine anderen Impfangebote kurzfristig deutlich aus. Die mobilen Impfzentren in Minden, Lübbecke und Bad Oeynhausen sind ab nächster Woche zwei Mal pro Woche geöffnet: In Bad Oeynhausen am Werre-Park montags und samstags von 14 bis 18 Uhr, in Lübbecke an der Kreissporthalle dienstags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr und in Minden an der Kampa-Halle donnerstags und freitags von 14 bis 18 Uhr. Darüber hinaus hätten sich auch zahlreiche Städte und Gemeinden auf den Weg gemacht, um eigenständige Impfangebote zu etablieren. Sie werden vom Kreis unterstützt.

„Bisher haben wir bei den mobilen Angeboten nur Biontech verimpft“, sagt Bosse auf die Frage nach dem verabreichten Vakzin. „Wir werden aber auch Moderna bestellen. Das ist mindestens genauso gut und vor allem besser zu handhaben.“ Es sei aber nicht geplant, beide Impfstoffe parallel zu verimpfen. Im Übrigen werde man im Vorfeld kommunizieren, welcher Wirkstoff an welchem Tag verabreicht werde.

Eine zentrale Terminvergabe sei nicht geplant, so Bosse. „Wir möchten den Menschen ein niederschwelliges Angebot machen. Wir haben derzeit erfreulich viele Erstimpfungen, allein 385 am Mittwoch. Das führen wir auf dieses System zurück. Die Leute sollen sich spontan anstellen können.“ Das sei auch für den Betrieb in Unterlübbe geplant. An der Sporthalle und auch in den anderen Kommunen soll künftig ein Sicherheitsdienst die Schlange ordnen. Ob auch die Bundeswehr wieder tätig wird, ist noch unklar. „Dass die Soldaten im gleichen Umfang wie zu Beginn des Jahres eingesetzt werden, können wir jedoch ausschließen“, bestätigt Jan Bosse.

Die größte Herausforderung sei derzeit, genügend Personal zu rekrutieren. „Wenn wir wissen, wie viele Mitarbeiter wir haben, können wir die Anzahl der Tage planen, an denen in Unterlübbe geimpft wird“, sagt Jan Bosse. Zunächst würden diejenigen angesprochen, die bereits im Impfzentrum gearbeitet hätten. Das würde den Ablauf einfacher gestalten. „Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir dabei in Konkurrenz zu anderen stehen.“ Die Frage, ob es erneut eine Priorisierung gebe, verneint Bosse. Die Auffrischungen sollen grundsätzlich im Abstand von sechs Monaten zur Grundimmunisierung erfolgen. Laut der Ständigen Impfkommission ist eine Verkürzung auf fünf Monate möglich, sofern genügend Kapazitäten vorhanden sind. „Es kommt nicht auf einen oder zwei Tage an, und letztlich liegt die Entscheidung beim Impfarzt“, so Bosse weiter.

Neben einigen Umbauarbeiten in der Halle müssen am Sportzentrum in Unterlübbe genügend Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Die Bundeswehr hatte im Frühjahr mit Stahl-Platten – sogenannten Panzer-Keksen – eine zusätzliche Fläche geschaffen. Die Platten sind nach der Schließung des Impfzentrums Ende September wieder abgeholt worden. „Auf welchem Weg wir das lösen, ist derzeit noch in der Planung. Fest steht, dass wir die Anwohner so wenig wie möglich belasten wollen“, betont Bosse.

Auch auf die am Donnerstag verkündete Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat der Kreis bereits reagiert. Die EMA hat grünes Licht für die Zulassung von Biontech für Kinder ab fünf Jahren gegeben. „Wir planen Impfangebote, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind“, sagt Jan Bosse dazu. Er könne sich ähnliche Angebote wie im Sommer vorstellen, als es Sondertermine am Wochenende für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gab. Dazu brauche es aber kinderärztliches Personal und ein etwas anderes Setting mit noch mehr Aufklärung und Betreuung.

Zunächst gilt es aber, das Impfzentrum wieder an den Start zu bringen. „Das Impfen ist der einzige Weg, der uns auf Dauer aus dieser Pandemie herausführen kann“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling. Das sieht auch Hilles Bürgermeister Michael Schweiß so: „Das übergeordnete Ziel muss im Vordergrund stehen. Ich hoffe, dass die Vereine dafür Verständnis haben.“

Das sagt die Medizinerin

Malina Reckordt

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Acht Monate lang war Anke Richter-Scheer medizinische Leiterin des Impfzentrums in Unterlübbe und hat in dieser Zeit viel erlebt. Das Schneechaos zum Start, die vielen Wochen mit knappen Impfstoffmengen, die Debatte um Priorisierungen und zuletzt die wachsende Impfmüdigkeit. Die Schließung bezeichnete sie seinerzeit als den richtigen Schritt. „Die Impfungen sollten jetzt dahin, wo sie hingehören – in die Arztpraxen“, sagte Richter-Scheer im Sommer.

Aktuell wird auch ihre Praxis in Bad Oeynhausen überrannt. „Es ist Land unter“, sagt die Ärztin am Donnerstag. Die Hausärzte hätten es derzeit nicht nur mit den Booster-Impfungen zu tun, sondern auch mit den vielen Impf-Unwilligen, die jetzt noch dazukämen. In den erneuten Aufbau des Impfzentrums in Unterlübbe sei sie organisatorisch mit eingebunden. Sie glaubt nicht, dass hier noch einmal in der Dimension geimpft wird, wie es von Februar bis September der Fall war. Außerdem glaubt sie, dass der Aufbau noch eine Weile dauern wird.

Nach wie vor sei nicht das Impfen der größte Aufwand, sondern die Bürokratie. „Auch wenn wir mobil unterwegs sind, muss im Nachgang alles übertragen werden. Das kostet Zeit.“ Der Ärztin, die für ihre pragmatische Herangehensweise bekannt ist, geht es einmal mehr zu langsam. Am 20. Dezember wolle der Bund die Impfungen für die Kinder freigeben. „Es kann doch nicht sein, dass wir über Weihnachten dann die Kinder impfen.“ Bereits im Sommer habe sie bei den Schülern darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sei, sie vor den Ferien zu immunisieren. Aktuell habe sie immer noch Schüler, die nicht voll immunisiert seien.

Das sagt der Sportverein

Noch vor sechs Wochen hätte Andrea Kracht gesagt, dass das Impfzentrum nie wieder öffnen wird. „Vor zwei Wochen hatte ich allerdings schon ein anderes Gefühl“, erinnert sich die Vorsitzende des TuS „Rot-Weiß“ Unterlübbe daran, als die Rufe der Politiker nach den Impfzentren immer lauter wurden. Natürlich hätte sie sich eine andere Lösung gewünscht, sagt die Vereinsvorsitzende. Sie sehe zwar die Notwendigkeit und auch den Vorteil, dass die Unterlübber Sporthalle für alle Beteiligten kein unbekanntes Terrain ist. Trotzdem wisse sie auch um die Arbeit, die nun auf sie und den Verein zukomme. „Wir müssen uns jetzt erstmal sortieren“, so Kracht, die am Donnerstagmorgen über die Teil-Öffnung informiert wurde. Und dann müsste geklärt werden, welche Mannschaft wann und wo trainieren beziehungsweise spielen könne und welche Umbaumaßnahmen getroffen werden müssten.

Besonders hart werde es wieder die Bogenabteilung treffen. „Die trainieren nämlich in dem Hallendrittel, in das das Impfzentrum ziehen soll“, so Andrea Kracht. Nun müsse man eben auf zwei Dritteln zusammenrücken.

Anders als beim ersten Einzug des Impfzentrums, als die gesamte Halle für den Spiel- und Trainingsbetrieb geschlossen war, ist die Halle nun für Sportler und Impfwillige gleichzeitig zugänglich. „Wir müssen also koordinieren, dass die sich nicht begegnen“, beschreibt die Vereinsvorsitzende eine der zu stemmenden Herausforderungen. „Alles soll schließlich reibungslos klappen.“

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