Afrikaner besuchen Hof Klanhorst Delegation aus Tansania informiert sich über Programme für Menschen mit Behinderung Von Ulrich Westermann Minden / Petershagen (Wes). Menschen mit Behinderungen haben im Mittelpunkt des Besuchs aus dem Kirchenkreis Kaskazini in Tansania gestanden. Auch auf dem Hof Klanhorst in Raderhorst informierten sich die Afrikaner. Superintendent Samuel Mahonge und sechs Begleiter nutzten den zweiwöchigen Besuch im Partnerschafts-Kirchenkreis Minden zu vielfältigen Gesprächen mit verschiedenen Bildungs- und Integrationseinrichtungen. Staile Mbuli, Winston Shengoto und Benjamin Shekidele sind im tansanischen Kirchenkreis Kaskazini für das Frauenreferat, Schulpartnerschaften und Jugendarbeit sowie für das Posaunenwesen zuständig. Des Weiteren gehörten der Delegation drei Vertreter der Rainbowschool in Irente an, die durch eine Partnerschaft mit der Wichernschule in Minden verbunden ist.Den Abschluss des umfangreichen Programms bildete eine Grillfete auf Hof Klanhorst. Superintendent Jürgen Tiemann hieß die "Freunde aus Tansania" in Raderhorst willkommen. Der gemeinsame christliche Glaube überbrücke eine Entfernung von vielen tausend Kilometern, meinte Ulrich Strothmann, Vorstand des Diakonisches Werkes. Christel Bargusche vom Arbeitskreis "Tansania" dankte allen Helfern.Die Angehörigen der Rainbowschool waren beeindruckt von den Möglichkeiten, die den Menschen mit Behinderungen in Deutschland offen stehen. Lehrerin Eliamani Minja betonte, dass Kinder mit Behinderungen in Tansania wenig Aufmerksamkeit erhielten. Oft würden sie von ihren Eltern aus Scham versteckt.Bartholomeo Mzengo, der als Elternvertreter mitgereist war, hob hervor, dass die meisten Menschen in Tansania nicht wüssten, wie sie mit Behinderten umgehen sollten. Die Kirche habe begonnen, Schulen für die betroffenen Kinder einzurichten. Schon lange existiere eine Blindenschule und seit 2005 gebe es die Rainbowschool für Jungen und Mädchen mit geistigen Behinderungen. "Wir als Eltern stellen fest, dass die Kinder dort erstaunliche Fortschritte machen." Auch die Regierung beteilige sich jetzt mit der Übernahme der Lehrergehälter.Gesprächsthema war auch das neue gemeinsame Projekt "Safe Water für Kaskazini". Ziel ist es, möglichst in allen Gemeinden in Kaskazini Wasserleitungen zu verlegen.

Afrikaner besuchen Hof Klanhorst

Minden / Petershagen (Wes). Menschen mit Behinderungen haben im Mittelpunkt des Besuchs aus dem Kirchenkreis Kaskazini in Tansania gestanden. Auch auf dem Hof Klanhorst in Raderhorst informierten sich die Afrikaner.

Zwei Wochen lang war eine Delegation des Kirchenkreises Kaskazini aus Tansania im Kirchenkreis Minden zu Gast. Zum Abschluss fand ein Treffen auf Hof Klanhorst des Diakonischen Werkes Minden in Raderhorst statt. - © Foto: Ulrich Westermann
Zwei Wochen lang war eine Delegation des Kirchenkreises Kaskazini aus Tansania im Kirchenkreis Minden zu Gast. Zum Abschluss fand ein Treffen auf Hof Klanhorst des Diakonischen Werkes Minden in Raderhorst statt. - © Foto: Ulrich Westermann

Superintendent Samuel Mahonge und sechs Begleiter nutzten den zweiwöchigen Besuch im Partnerschafts-Kirchenkreis Minden zu vielfältigen Gesprächen mit verschiedenen Bildungs- und Integrationseinrichtungen. Staile Mbuli, Winston Shengoto und Benjamin Shekidele sind im tansanischen Kirchenkreis Kaskazini für das Frauenreferat, Schulpartnerschaften und Jugendarbeit sowie für das Posaunenwesen zuständig. Des Weiteren gehörten der Delegation drei Vertreter der Rainbowschool in Irente an, die durch eine Partnerschaft mit der Wichernschule in Minden verbunden ist.

Den Abschluss des umfangreichen Programms bildete eine Grillfete auf Hof Klanhorst. Superintendent Jürgen Tiemann hieß die "Freunde aus Tansania" in Raderhorst willkommen. Der gemeinsame christliche Glaube überbrücke eine Entfernung von vielen tausend Kilometern, meinte Ulrich Strothmann, Vorstand des Diakonisches Werkes. Christel Bargusche vom Arbeitskreis "Tansania" dankte allen Helfern.

Die Angehörigen der Rainbowschool waren beeindruckt von den Möglichkeiten, die den Menschen mit Behinderungen in Deutschland offen stehen. Lehrerin Eliamani Minja betonte, dass Kinder mit Behinderungen in Tansania wenig Aufmerksamkeit erhielten. Oft würden sie von ihren Eltern aus Scham versteckt.

Bartholomeo Mzengo, der als Elternvertreter mitgereist war, hob hervor, dass die meisten Menschen in Tansania nicht wüssten, wie sie mit Behinderten umgehen sollten. Die Kirche habe begonnen, Schulen für die betroffenen Kinder einzurichten. Schon lange existiere eine Blindenschule und seit 2005 gebe es die Rainbowschool für Jungen und Mädchen mit geistigen Behinderungen. "Wir als Eltern stellen fest, dass die Kinder dort erstaunliche Fortschritte machen." Auch die Regierung beteilige sich jetzt mit der Übernahme der Lehrergehälter.

Gesprächsthema war auch das neue gemeinsame Projekt "Safe Water für Kaskazini". Ziel ist es, möglichst in allen Gemeinden in Kaskazini Wasserleitungen zu verlegen.

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