Action und Spaß: Neuer Trampolinpark und Indoor-Spielplatz für Kinder eröffnen bald in Minden Sebastian Radermacher Minden. Eine Palette nach der anderen laden die Arbeiter an diesem Morgen aus dem Lastwagen und ziehen sie mit ihren Hubwagen in die riesige Halle. Schaumstoffkissen, Sicherheitsnetze, Monitore und reichlich Befestigungsmaterial. Es herrscht Hochbetrieb in den Hallen des ehemaligen Sport- und Freizeitzentrums Falke in Rodenbeck. Sven Mußmann sieht dem ganzen Trubel zufrieden zu. Der Unternehmer aus Steyerberg im Landkreis Nienburg errichtet in dem Komplex an der Amselstraße 29 auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern einen Trampolinpark sowie einen Indoor-Spielplatz. Die Bauarbeiten gehen in die heiße Phase. Im November soll das „Mega Bounce Minden“, wie die Sprung- und Kletterhalle offiziell heißen wird, eröffnen, berichtet Mußmann bei einem Rundgang über die Baustelle. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass es in den nächsten Wochen keine Lieferengpässe mehr gebe und auch sonst keine Probleme aufträten. Wenige Wochen nach dem Park soll auch das Spieleparadies „Mindocino“ startklar sein, so der Plan. Das Gebäude verfügt über einen gemeinsamen Eingang, ein Gastronomie- und Aufenthaltsbereich verbindet beide Hallen. Das Planungs- und Genehmigungsverfahren sei aufwendig und langwierig gewesen, erzählt Mußmann, der den Hallenkomplex im Jahr 2017 gekauft hatte. Von coronabedingten Verzögerungen und Lieferproblemen blieb er nicht verschont – doch das habe ihn nicht von seinem Ziel abgebracht: ein Sport- und Freizeitangebot für die ganze Familie zu schaffen, das es so in Minden und Umgebung noch nicht gebe. Es soll ein Treffpunkt werden, an dem sich die jüngeren Besucher (etwa von zwei bis zwölf Jahre) im 1.800 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz austoben können, während die älteren (ab etwa zehn Jahre) durch den 2.200 Quadratmeter großen Trampolinbereich flitzen. Auf die Besucher warten zum Beispiel verschiedene Trampoline, ein Ninja-Warrior-Parcours, Kletterwände, digitale Spiele und – für Mußmann ein Highlight – ein Laser-Labyrinth. Im Kinderspielbereich gibt es vom Bällebad über eine XXL-Hüpfburg und ein Klettergerüst bis hin zu einem Mini-Ninja-Parcours und einem Spielfeld mit Fußballtoren und Basketballkörben ebenfalls reichlich zu erleben. Auffällig: An vielen Geräten können sich die Besucher miteinander messen. Wer schafft es schneller durch den Kletter- oder Bounce-Parcours? Wer schlägt beim Springen die leuchtenden Knöpfe an der Wand früher aus? Wer bleibt beim Schlängeln durch den Laser-Flur am Ende fehlerfrei? Für den Betreiber ist dieser Wettkampfgedanke ein wesentlicher Aspekt seines Konzeptes. „So etwas stärkt gerade bei Kindern und Jugendlichen die Motivation ungemein“, findet Mußmann, der selbst Vater von zwei Kindern (14 und 13 Jahre) ist. Und wie seine Ehefrau Petra mit einem Augenzwinkern erzählt, hätten ihre Kinder bei der Planung auch ein gewisses Mitspracherecht gehabt: „Sie haben uns schon gesagt, was richtig cool ist und was nicht.“ „Mega Bounce Minden“ ist der zweite Trampolinpark in der Stadt – im Juli eröffnete bereits das „High Jump“ am Gesellenweg. Sven Mußmann sieht darin aber kein Problem, denn sein Projekt spreche eine andere Zielgruppe an. Er denkt groß und will auch Gäste aus Bielefeld, Hannover oder Bremen, wo es größere Trampolinparks gibt, nach Minden locken. „Wir möchten im Wettbewerb mit großen Anbietern eine moderne Alternative sein.“ Insgesamt bis zu 400 Besucher dürfen sich gleichzeitig in dem Gebäude aufhalten. Um auf der sicheren Seite zu sein und längere Wartezeiten zu vermeiden, sollte man sich immer über die Internetseite (www.mindoortainment.de) ein Zeitfenster buchen, rät Mußmann. Online könne man sich bereits jetzt informieren und melden, wenn man auf der Suche nach einem Job sei, denn es werde dringend Personal gesucht, sagt der Unternehmer. Die Öffnungszeiten und Preise für den Trampolinpark und den Indoor-Spielplatz würden rechtzeitig zur Eröffnung bekanntgegeben. Auch energetisch hat der in der Photovoltaik-Branche tätige Bauunternehmer die ehemaligen Falke-Hallen, die mehrere Jahre leer standen, auf den neuesten Stand gebracht. Das Dach wurde komplett saniert und mit Solarzellen ausgestattet. 700.000 Kilowattstunden Strom produziert die Anlage im Jahr, damit könne das Gebäude komplett versorgt werden. Auch die Heizung, Lüftungsanlagen sowie Wärme- und Schallisolierung sind nun auf dem neuesten Stand. Wie viel Geld er insgesamt in die Sanierung und die Errichtung von Trampolinpark und Spielhalle gesteckt hat, dazu will Mußmann auf Nachfrage keine Angaben machen. Was er aber sagen möchte: Mit der baldigen Eröffnung ist die Planung für das Projekt in Rodenbeck noch nicht beendet. Denn zum Areal gehören noch zwei weitere Hallen und ein zweigeschossiger Fitnessbereich, die er ebenfalls entwickeln wolle. Ideen dazu hat Mußmann viele, konkrete Pläne noch nicht. Ob Indoorsoccer, Squash, Badminton oder etwas komplett Anderes? Das sei noch völlig unklar. Fest steht nur: „Es wird auf jeden Fall etwas mit Sport sein.“

Action und Spaß: Neuer Trampolinpark und Indoor-Spielplatz für Kinder eröffnen bald in Minden

Noch ist die Halle an der Amselstraße eine Baustelle, aber schon bald sollen hier die Besucher auf den Trampolinen springen. MT-Foto: Alex Lehn

Minden. Eine Palette nach der anderen laden die Arbeiter an diesem Morgen aus dem Lastwagen und ziehen sie mit ihren Hubwagen in die riesige Halle. Schaumstoffkissen, Sicherheitsnetze, Monitore und reichlich Befestigungsmaterial. Es herrscht Hochbetrieb in den Hallen des ehemaligen Sport- und Freizeitzentrums Falke in Rodenbeck. Sven Mußmann sieht dem ganzen Trubel zufrieden zu. Der Unternehmer aus Steyerberg im Landkreis Nienburg errichtet in dem Komplex an der Amselstraße 29 auf einer Fläche von 4.500 Quadratmetern einen Trampolinpark sowie einen Indoor-Spielplatz.

Die Bauarbeiten gehen in die heiße Phase. Im November soll das „Mega Bounce Minden“, wie die Sprung- und Kletterhalle offiziell heißen wird, eröffnen, berichtet Mußmann bei einem Rundgang über die Baustelle. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass es in den nächsten Wochen keine Lieferengpässe mehr gebe und auch sonst keine Probleme aufträten. Wenige Wochen nach dem Park soll auch das Spieleparadies „Mindocino“ startklar sein, so der Plan. Das Gebäude verfügt über einen gemeinsamen Eingang, ein Gastronomie- und Aufenthaltsbereich verbindet beide Hallen.

Das Planungs- und Genehmigungsverfahren sei aufwendig und langwierig gewesen, erzählt Mußmann, der den Hallenkomplex im Jahr 2017 gekauft hatte. Von coronabedingten Verzögerungen und Lieferproblemen blieb er nicht verschont – doch das habe ihn nicht von seinem Ziel abgebracht: ein Sport- und Freizeitangebot für die ganze Familie zu schaffen, das es so in Minden und Umgebung noch nicht gebe. Es soll ein Treffpunkt werden, an dem sich die jüngeren Besucher (etwa von zwei bis zwölf Jahre) im 1.800 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz austoben können, während die älteren (ab etwa zehn Jahre) durch den 2.200 Quadratmeter großen Trampolinbereich flitzen.

Malina Reckordt

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Auf die Besucher warten zum Beispiel verschiedene Trampoline, ein Ninja-Warrior-Parcours, Kletterwände, digitale Spiele und – für Mußmann ein Highlight – ein Laser-Labyrinth. Im Kinderspielbereich gibt es vom Bällebad über eine XXL-Hüpfburg und ein Klettergerüst bis hin zu einem Mini-Ninja-Parcours und einem Spielfeld mit Fußballtoren und Basketballkörben ebenfalls reichlich zu erleben.

Das Laser-Labyrinth ist für Sven Mußmann ein Highlight im Trampolinpark. MT-Foto: Alex Lehn - © Alex Lehn
Das Laser-Labyrinth ist für Sven Mußmann ein Highlight im Trampolinpark. MT-Foto: Alex Lehn - © Alex Lehn

Auffällig: An vielen Geräten können sich die Besucher miteinander messen. Wer schafft es schneller durch den Kletter- oder Bounce-Parcours? Wer schlägt beim Springen die leuchtenden Knöpfe an der Wand früher aus? Wer bleibt beim Schlängeln durch den Laser-Flur am Ende fehlerfrei? Für den Betreiber ist dieser Wettkampfgedanke ein wesentlicher Aspekt seines Konzeptes. „So etwas stärkt gerade bei Kindern und Jugendlichen die Motivation ungemein“, findet Mußmann, der selbst Vater von zwei Kindern (14 und 13 Jahre) ist. Und wie seine Ehefrau Petra mit einem Augenzwinkern erzählt, hätten ihre Kinder bei der Planung auch ein gewisses Mitspracherecht gehabt: „Sie haben uns schon gesagt, was richtig cool ist und was nicht.“

Springend durch den Hindernisparcours: Der Trampolinpark hat eine Größe von 2.200 Quadratmetern. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn
Springend durch den Hindernisparcours: Der Trampolinpark hat eine Größe von 2.200 Quadratmetern. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn

„Mega Bounce Minden“ ist der zweite Trampolinpark in der Stadt – im Juli eröffnete bereits das „High Jump“ am Gesellenweg. Sven Mußmann sieht darin aber kein Problem, denn sein Projekt spreche eine andere Zielgruppe an. Er denkt groß und will auch Gäste aus Bielefeld, Hannover oder Bremen, wo es größere Trampolinparks gibt, nach Minden locken. „Wir möchten im Wettbewerb mit großen Anbietern eine moderne Alternative sein.“

Viel Platz zum Toben: Der Indoor-Spielplatz soll wenige Wochen nach dem Trampolinpark an den Start gehen. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn
Viel Platz zum Toben: Der Indoor-Spielplatz soll wenige Wochen nach dem Trampolinpark an den Start gehen. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn

Insgesamt bis zu 400 Besucher dürfen sich gleichzeitig in dem Gebäude aufhalten. Um auf der sicheren Seite zu sein und längere Wartezeiten zu vermeiden, sollte man sich immer über die Internetseite (www.mindoortainment.de) ein Zeitfenster buchen, rät Mußmann. Online könne man sich bereits jetzt informieren und melden, wenn man auf der Suche nach einem Job sei, denn es werde dringend Personal gesucht, sagt der Unternehmer. Die Öffnungszeiten und Preise für den Trampolinpark und den Indoor-Spielplatz würden rechtzeitig zur Eröffnung bekanntgegeben.

Auch energetisch hat der in der Photovoltaik-Branche tätige Bauunternehmer die ehemaligen Falke-Hallen, die mehrere Jahre leer standen, auf den neuesten Stand gebracht. Das Dach wurde komplett saniert und mit Solarzellen ausgestattet. 700.000 Kilowattstunden Strom produziert die Anlage im Jahr, damit könne das Gebäude komplett versorgt werden. Auch die Heizung, Lüftungsanlagen sowie Wärme- und Schallisolierung sind nun auf dem neuesten Stand. Wie viel Geld er insgesamt in die Sanierung und die Errichtung von Trampolinpark und Spielhalle gesteckt hat, dazu will Mußmann auf Nachfrage keine Angaben machen.

Was er aber sagen möchte: Mit der baldigen Eröffnung ist die Planung für das Projekt in Rodenbeck noch nicht beendet. Denn zum Areal gehören noch zwei weitere Hallen und ein zweigeschossiger Fitnessbereich, die er ebenfalls entwickeln wolle. Ideen dazu hat Mußmann viele, konkrete Pläne noch nicht. Ob Indoorsoccer, Squash, Badminton oder etwas komplett Anderes? Das sei noch völlig unklar. Fest steht nur: „Es wird auf jeden Fall etwas mit Sport sein.“

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