Tote Hosen: Veranstalter zieht Bilanz - "Minden hat sich bewährt"

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Nur wenige Künstler kommen für Konzerte auf Kanzlers Weide infrage

Die Toten Hosen in Minden: Veranstalter Hans Stratmann ist zufrieden und behält Kanzlers Weide für weitere Veranstaltungen im Hinterkopf. - © Foto: Nina Könemann
Die Toten Hosen in Minden: Veranstalter Hans Stratmann ist zufrieden und behält Kanzlers Weide für weitere Veranstaltungen im Hinterkopf. (© Foto: Nina Könemann)

Minden (nas). "Minden hat sich bewährt und es schreit nach einer Wiederholung", so ist das Fazit von Veranstalter Hans Stratmann nach dem Tote-Hosen-Konzert. Doch bis wieder eine große Band auf Kanzlers Weide spiele, könne es noch zwei bis vier Jahre dauern, sagt Stratmann.

Das liege vor allem daran, dass es nur wenige Künstler gäbe, die in Deutschland so viele Konzerte geben, dass sie auch kleine Städte wie Minden besuchen. Mindestens 20 Auftritte müssten das sein, so Stratmann. Spielen die ganz großen Künstler wie Robbie Williams und Bruce Springsteen in Deutschland, haben München, Berlin, Hamburg oder Köln den Vorrang. Hinzu kommt, dass viele Künstler auf das Expo-Gelände nach Hannover ausweichen, in Bielefeld spielen oder in Stadien auftreten, in denen es Sitzplätze und feste Toiletten mit Wasseranschluss gibt.

Bei kleineren Künstlern, die vielleicht auf Kanzlers Weide spielen wollen würden, würde sich der Aufwand nicht rentieren. "Damit sich die Herrichtung von Kanzlers Weide lohnt, müssen auch mindestens 20.000 Besucher da sein", sagt der Veranstalter. Nichtsdestotrotz: Hans Stratmann hat Minden für die nächsten Planungen im Hinterkopf. Besonders die Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch mit dem Mitveranstalter Minden Marketing liefen reibungslos. Probleme gab es laut dem Veranstalter nur bei der Abreise der Konzertbesucher. Der Platz vor der Glacisbrücke war es nach dem Auftritt der Toten Hosen überfüllt, sodass die Sicherheitskräfte die Brücke teilweise sperren müssen. Stratmann: "Leute wollten über den Zaun klettern." Körperlich angegangen seien die Ordnungskräfte jedoch nicht, so Stratmann. Für das nächstes Mal würde Stratmann die Glacisbrücke eventuell gar nicht mehr anbieten und die Besucher über die Weserbrücke leiten. Dass es bei der Abreise mit dem Auto stockte, hatte Stratmann erwartet. "Das ist auch bei anderen Veranstaltungen so, wenn auf einmal um 23 Uhr alle nach Hause wollen." Fundsachen wurden übrigens nur wenige abgeben. Wer dennoch Schmuck, Schlüssel oder sein Handy vermisst, kann es im Mindener Fundbüro, Großer Domhof 2 abholen. Der Abbau des Konzertgeländes soll Dienstagabend abgeschlossen sein. Mittwoch werden noch Gerüste abtransportiert.

Information
Zum Thema:

Nach dem Problemen mit der S-Bahn nach Hannover (MT-Bericht: Tote Hosen: Probleme bei der Abreise - S-Bahn nach Hannover ausgefallen), äußerte sich die Deutsche Bahn. Nach Angaben der Deutschen Bahn am Sonntag, ist die S-Bahn nicht in Minden, sondern nur in Bückeburg abgefahren. Nach Angaben von Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis am Montag, ist die S-Bahn allerdings mit 32 Minuten Verspätung um 0.06 Uhr ab Minden gefahren. Grund war eine Weichenstörung. Planmäßig sollte die in Minden um 23.35 Uhr abfahren.

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Tote Hosen: Veranstalter zieht Bilanz - "Minden hat sich bewährt"Nur wenige Künstler kommen für Konzerte auf Kanzlers Weide infrageMinden (nas). "Minden hat sich bewährt und es schreit nach einer Wiederholung", so ist das Fazit von Veranstalter Hans Stratmann nach dem Tote-Hosen-Konzert. Doch bis wieder eine große Band auf Kanzlers Weide spiele, könne es noch zwei bis vier Jahre dauern, sagt Stratmann. Das liege vor allem daran, dass es nur wenige Künstler gäbe, die in Deutschland so viele Konzerte geben, dass sie auch kleine Städte wie Minden besuchen. Mindestens 20 Auftritte müssten das sein, so Stratmann. Spielen die ganz großen Künstler wie Robbie Williams und Bruce Springsteen in Deutschland, haben München, Berlin, Hamburg oder Köln den Vorrang. Hinzu kommt, dass viele Künstler auf das Expo-Gelände nach Hannover ausweichen, in Bielefeld spielen oder in Stadien auftreten, in denen es Sitzplätze und feste Toiletten mit Wasseranschluss gibt.Bei kleineren Künstlern, die vielleicht auf Kanzlers Weide spielen wollen würden, würde sich der Aufwand nicht rentieren. "Damit sich die Herrichtung von Kanzlers Weide lohnt, müssen auch mindestens 20.000 Besucher da sein", sagt der Veranstalter. Nichtsdestotrotz: Hans Stratmann hat Minden für die nächsten Planungen im Hinterkopf. Besonders die Zusammenarbeit mit den Behörden, aber auch mit dem Mitveranstalter Minden Marketing liefen reibungslos. Probleme gab es laut dem Veranstalter nur bei der Abreise der Konzertbesucher. Der Platz vor der Glacisbrücke war es nach dem Auftritt der Toten Hosen überfüllt, sodass die Sicherheitskräfte die Brücke teilweise sperren müssen. Stratmann: "Leute wollten über den Zaun klettern." Körperlich angegangen seien die Ordnungskräfte jedoch nicht, so Stratmann. Für das nächstes Mal würde Stratmann die Glacisbrücke eventuell gar nicht mehr anbieten und die Besucher über die Weserbrücke leiten.Dass es bei der Abreise mit dem Auto stockte, hatte Stratmann erwartet. "Das ist auch bei anderen Veranstaltungen so, wenn auf einmal um 23 Uhr alle nach Hause wollen."Fundsachen wurden übrigens nur wenige abgeben. Wer dennoch Schmuck, Schlüssel oder sein Handy vermisst, kann es im Mindener Fundbüro, Großer Domhof 2 abholen.Der Abbau des Konzertgeländes soll Dienstagabend abgeschlossen sein. Mittwoch werden noch Gerüste abtransportiert.