Minden: Atomkraftgegner protestieren gegen AKW Grohnde Simulation einer atomaren Katastrophe Von Sven Kienscherf und Stefan Koch Minden (mt). Anlässlich des zweiten Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima wollen Atomkraftgegner am Samstag mit einer 380-Kilometer-langen Aktions- und Menschenkette im Umkreis von 40 bis 60 Kilometern um das AKW Grohnde eine Atomkatastrophe simulieren. Nach Ansicht der verschiedenen Initiativen, die sich an der Großaktion beteiligen geht von dem AKW eine unmittelbare Gefahr aus. An bisher über 140 Streckenpunkten, die das angenommene Katastrophengebiet um­schliessen, wollen die Atomkraftgegner demonstrieren, wie eine Atomkatastrophe aussehen könnte, teilt Tobias Darge von der Grohnde-Kampagne mit. Darge bemängelt, dass es seitens der niedersächsischen Landesregierung keine Katastrophenschutzpläne gibt, in die die Bevölkerung miteinbezogen wird.Am Samstag sollen Atommüllfässer und Info-Stände aufgestellt, das mögliche Sperrgebiet mit Absperrband gekennzeichnet oder in Innenstädten Menschenketten gebildet werden. So plant die BI Umweltschutz Hannover eine Menschenkette vom  Aegidientorplatz über Georgstraße und Kröpcke zum Hauptbahnhof."Es werden sich aus Hameln, Bodenwerder,Höxter, Steinheim, Barntrup, und Einbeck Flüchtlingstrecks in Bewegung setzen", so Tobias Darge.Auch in Minden werden zahlreiche Aktionen stattfinden. Die Polizei rechnet unter anderem in Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen auf der Bundesstraße 61 in den Bereichen Wesertor, Weserbrücke und Bahnhof Oberstadt mit Verkehrsbeeinträchtigungen.Im Minden und Porta sind folgende Aktionen geplant:In Porta Westfalica stehen von 10 bis 14 Uhr Infostände am Portaner Bahnhof, an die Kinder werden Luftballons verteilt. Getragen wird die Aktion von einem Bündnis aus Attac, dem Jugendamtselternbeirat und den Stadtverbänden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem beteiligen sich auch Portaner Landwirte und Ärzte mit Aktionen. In der Zeit von 12.05 Uhr bis 12.50 Uhr wollen alle Beteiligten eine Menschenkette vom Bahnhof über die Weserbrücke in Richtung Portastraße bilden.In Minden sind Mitglieder von Attac mit Schutzanzügen und Geigerzählern auf Victoriastraße und Dankerser Straße unterwegs, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.Auf der Weser fährt ein Boot mit selbst gebasteltem "Atommüll" zwischen der Fußgänger- und der Weserbrücke.Auf der Weserbrücke/Kaiserstraße stehen ab 11 Uhr als Flüchtlinge verkleidete Aktivisten, die vor einem imaginären Gau geflohen sind.An der Ecke Bäckerstraße/Grimpenwall will die DKP ein 20 Meter langes Transparent entrollen. Im Büz werden von 10 bis 12 Uhr Kurzfilme zum Thema gezeigt.An der Tonhallenstraße können Bürger am offenen Mikrofon über das Thema Atomkraft diskutieren. Zudem informiert die "Bürgerbewegung für Kreislaufwirtschaft und Kryo-Recycling." Auf dem Wochenmarkt auf dem Martinikirchhof soll Gemüse symbolisch auf Strahlenbelastung getestet werden.Die Umweltgruppe "Greenfairplanet" will an der Portastraße/Ringstraße einen "Checkpoint" errichten. An Fußgänger und Radfahrer werden "Jodtabletten" (Pfefferminzbonbons) verteilt. Zudem sollen Autos an der Ampel mit Sprühflaschen "dekontaminiert" werden und es werden Flugblätter verteilt.Die Abschlusskundgebung findet von 14 bis 15 Uhr an der Martinitreppe statt.Am Freitag von 7.30 bis 16 Uhr und am Samstag von 8 bis 16 Uhr ist das Bürgertelefon der Polizei Minden-Lübbecke geschaltet: (0571) 8866-5555. Hier können sich die Bürger über Verkehrssperrungen und aktuelle Verkehrsbehinderungen informieren.Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

Minden: Atomkraftgegner protestieren gegen AKW Grohnde

Minden (mt). Anlässlich des zweiten Jahrestages der Atomkatastrophe von Fukushima wollen Atomkraftgegner am Samstag mit einer 380-Kilometer-langen Aktions- und Menschenkette im Umkreis von 40 bis 60 Kilometern um das AKW Grohnde eine Atomkatastrophe simulieren. Nach Ansicht der verschiedenen Initiativen, die sich an der Großaktion beteiligen geht von dem AKW eine unmittelbare Gefahr aus.

Atomkraftgegner simulieren

GAU in Grohnde - © MINDEN
Atomkraftgegner simulieren
GAU in Grohnde - © MINDEN

An bisher über 140 Streckenpunkten, die das angenommene Katastrophengebiet um­schliessen, wollen die Atomkraftgegner demonstrieren, wie eine Atomkatastrophe aussehen könnte, teilt Tobias Darge von der Grohnde-Kampagne mit. Darge bemängelt, dass es seitens der niedersächsischen Landesregierung keine Katastrophenschutzpläne gibt, in die die Bevölkerung miteinbezogen wird.

Am Samstag sollen Atommüllfässer und Info-Stände aufgestellt, das mögliche Sperrgebiet mit Absperrband gekennzeichnet oder in Innenstädten Menschenketten gebildet werden. So plant die BI Umweltschutz Hannover eine Menschenkette vom  Aegidientorplatz über Georgstraße und Kröpcke zum Hauptbahnhof.

"Es werden sich aus Hameln, Bodenwerder,Höxter, Steinheim, Barntrup, und Einbeck Flüchtlingstrecks in Bewegung setzen", so Tobias Darge.

Auch in Minden werden zahlreiche Aktionen stattfinden. Die Polizei rechnet unter anderem in Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen auf der Bundesstraße 61 in den Bereichen Wesertor, Weserbrücke und Bahnhof Oberstadt mit Verkehrsbeeinträchtigungen.

Evakuierungszonen laut Katastrophenschutzplänen um das Atomkraftwerk Grohnde (10 und 25 Kilometer Radius). - © Grafik: stoll
Evakuierungszonen laut Katastrophenschutzplänen um das Atomkraftwerk Grohnde (10 und 25 Kilometer Radius). - © Grafik: stoll

Im Minden und Porta sind folgende Aktionen geplant:

In Porta Westfalica stehen von 10 bis 14 Uhr Infostände am Portaner Bahnhof, an die Kinder werden Luftballons verteilt. Getragen wird die Aktion von einem Bündnis aus Attac, dem Jugendamtselternbeirat und den Stadtverbänden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Außerdem beteiligen sich auch Portaner Landwirte und Ärzte mit Aktionen. In der Zeit von 12.05 Uhr bis 12.50 Uhr wollen alle Beteiligten eine Menschenkette vom Bahnhof über die Weserbrücke in Richtung Portastraße bilden.

In Minden sind Mitglieder von Attac mit Schutzanzügen und Geigerzählern auf Victoriastraße und Dankerser Straße unterwegs, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Umstritten: Das AKW Grohnde - © Foto: MT-Archiv
Umstritten: Das AKW Grohnde - © Foto: MT-Archiv

Auf der Weser fährt ein Boot mit selbst gebasteltem "Atommüll" zwischen der Fußgänger- und der Weserbrücke.

Auf der Weserbrücke/Kaiserstraße stehen ab 11 Uhr als Flüchtlinge verkleidete Aktivisten, die vor einem imaginären Gau geflohen sind.

An der Ecke Bäckerstraße/Grimpenwall will die DKP ein 20 Meter langes Transparent entrollen. Im Büz werden von 10 bis 12 Uhr Kurzfilme zum Thema gezeigt.

An der Tonhallenstraße können Bürger am offenen Mikrofon über das Thema Atomkraft diskutieren. Zudem informiert die "Bürgerbewegung für Kreislaufwirtschaft und Kryo-Recycling." Auf dem Wochenmarkt auf dem Martinikirchhof soll Gemüse symbolisch auf Strahlenbelastung getestet werden.

Die Umweltgruppe "Greenfairplanet" will an der Portastraße/Ringstraße einen "Checkpoint" errichten. An Fußgänger und Radfahrer werden "Jodtabletten" (Pfefferminzbonbons) verteilt. Zudem sollen Autos an der Ampel mit Sprühflaschen "dekontaminiert" werden und es werden Flugblätter verteilt.

Die Abschlusskundgebung findet von 14 bis 15 Uhr an der Martinitreppe statt.

Am Freitag von 7.30 bis 16 Uhr und am Samstag von 8 bis 16 Uhr ist das Bürgertelefon der Polizei Minden-Lübbecke geschaltet: (0571) 8866-5555. Hier können sich die Bürger über Verkehrssperrungen und aktuelle Verkehrsbehinderungen informieren.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

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