57-Jährige fällt auf bekannte Masche herein: Telefonbetrüger ergattern Tausende Euro Minden-Lübbecke (mt/lo). Tausende Euro hat eine Frau (57) aus dem Kreis an Telefonbetrüger verloren. Den Vorfall vom 14. Oktober schildert die Polizei heute in einer Pressemitteilung. Gegenüber den Beamten hat die Betroffene detailliert ausgesagt. Ein Mann habe sie angerufen, um sie darüber zu informieren, dass sie bei einer Lotterie ein Auto gewonnen habe. Wenn sie den Wagen nicht benötigen würde, könne sie sich den Kaufpreis des Fahrzeugs auch einfach auszahlen lassen, erklärte ihr der Kriminelle. Dafür müsste die 57-Jährige jedoch eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 900 Euro in Form von Google-Play-Karten zahlen. Gesagt, getan. Die Frau kaufte die Karten und gab die Sicherheitscodes an den Anrufer weiter.Augenblicke später erhöhte sich ihr Gewinn plötzlich von 39.000 auf 93.000 Euro - und damit auch die Höhe der vermeintlichen Bearbeitungsgebühr. Daraufhin kaufte das Betrugsopfer weitere Karten und kommunizierte auch deren Codes an den Mann, der sich als „Thomas Mettke" von der Firma Seca ausgegeben hatte. Etwa anderthalb Wochen später klingelte bei der 57-Jährigen erneut das Telefon. Die Anrufer forderten weitere 7.000 Euro. Daraufhin erkannte die Frau den Betrug und erstattete in Rücksprache mit ihrer Bank eine Anzeige bei der Polizei. Die Beamten machten ihr schnell klar, dass es den vermeintlichen Gewinn nicht gibt und kaum Hoffnung besteht, das Geld zurückzubekommen. In diesem Zusammenhang warnen die Ermittler noch einmal vor Betrugsmaschen übers Telefon, die seit langer Zeit bekannt sind. Die Polizei geht davon aus, dass die Betrüger in Zukunft auch ihre Opfer im Kreis Minden-Lübbecke suchen werden. „Dabei sollte niemals auf derartige Forderungen eingegangen werden. Auf keinen Fall sollten die Betroffenen in irgendeiner Form Geld überweisen oder den Forderungen der Betrüger mit anderen Zahlungsmitteln nachkommen. Stattdessen sollten Angerufene umgehend die Telefonate beenden und den Ausführungen der Betrüger keinen Glauben schenken", appellieren die Beamten.

57-Jährige fällt auf bekannte Masche herein: Telefonbetrüger ergattern Tausende Euro

x © Pixabay

Minden-Lübbecke (mt/lo). Tausende Euro hat eine Frau (57) aus dem Kreis an Telefonbetrüger verloren. Den Vorfall vom 14. Oktober schildert die Polizei heute in einer Pressemitteilung.

Gegenüber den Beamten hat die Betroffene detailliert ausgesagt. Ein Mann habe sie angerufen, um sie darüber zu informieren, dass sie bei einer Lotterie ein Auto gewonnen habe. Wenn sie den Wagen nicht benötigen würde, könne sie sich den Kaufpreis des Fahrzeugs auch einfach auszahlen lassen, erklärte ihr der Kriminelle. Dafür müsste die 57-Jährige jedoch eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 900 Euro in Form von Google-Play-Karten zahlen. Gesagt, getan. Die Frau kaufte die Karten und gab die Sicherheitscodes an den Anrufer weiter.

Augenblicke später erhöhte sich ihr Gewinn plötzlich von 39.000 auf 93.000 Euro - und damit auch die Höhe der vermeintlichen Bearbeitungsgebühr. Daraufhin kaufte das Betrugsopfer weitere Karten und kommunizierte auch deren Codes an den Mann, der sich als „Thomas Mettke" von der Firma Seca ausgegeben hatte.

Etwa anderthalb Wochen später klingelte bei der 57-Jährigen erneut das Telefon. Die Anrufer forderten weitere 7.000 Euro. Daraufhin erkannte die Frau den Betrug und erstattete in Rücksprache mit ihrer Bank eine Anzeige bei der Polizei. Die Beamten machten ihr schnell klar, dass es den vermeintlichen Gewinn nicht gibt und kaum Hoffnung besteht, das Geld zurückzubekommen.

Malina Reckordt

Gendern bei MT - überflüssig oder überfällig?

Nehmen Sie jetzt an der Umfrage zum Thema Gendern teil

In diesem Zusammenhang warnen die Ermittler noch einmal vor Betrugsmaschen übers Telefon, die seit langer Zeit bekannt sind. Die Polizei geht davon aus, dass die Betrüger in Zukunft auch ihre Opfer im Kreis Minden-Lübbecke suchen werden. „Dabei sollte niemals auf derartige Forderungen eingegangen werden. Auf keinen Fall sollten die Betroffenen in irgendeiner Form Geld überweisen oder den Forderungen der Betrüger mit anderen Zahlungsmitteln nachkommen. Stattdessen sollten Angerufene umgehend die Telefonate beenden und den Ausführungen der Betrüger keinen Glauben schenken", appellieren die Beamten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden