Leuchtturm wird zu Lächerlichkeit

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Auf Regioport verzichten: Bicon stellt Standort grundsätzlich infrage

Minden/Cammer (hz). Nachdem bekannt geworden ist, dass der Containerumschlagplatz Regioport auf einer Fläche von lediglich 14 Hektar errichtet werden soll (MT vom 30. September), plädiert die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) für einen Verzicht auf das Vorhaben.

"Dafür ist kein neuer Hafen erforderlich", hieß es während der jüngsten Zusammenkunft der in Cammer angesiedelten Gemeinschaft mit Blick auf die von den Planern kalkulierten Umschlagseinheiten. "Das ehemalige Leuchtturmprojekt schrumpft zur Lächerlichkeit", war auf einem Informationsblatt zu lesen.

Die Initiative sieht sich im Anschluss an die Präsentation der aktualisierten Potenzialanalyse in zahlreichen Kritikpunkten bestätigt. Eine überregionale Bedeutung sei nicht vorhanden, die Trimodalität (Anbindung per Straße, Bahn und Wasserweg) käme einer Fehlanzeige gleich und der Hinterland-Hub (Hinterland-Stützpunkt) entspringe dem "Wunschdenken Mindener Politiker".

Über ein ganz besonderes Gewicht verfügt nach Ansicht der Bicon zudem die Reduzierung der Hafenfläche. "Wir haben die ganze Zeit gesagt, dass die ursprünglich ins Auge gefasste Fläche viel zu hoch gegriffen war", betonte Bicon-Vorstand Gabriele Schmidt. Jetzt müsse die Standortwahl grundsätzlich infrage gestellt werden. Die Reduktion des Flächenbedarfs war im Rahmen der Analyse-Vorstellung mehr oder weniger en passant mitgeteilt worden. Sie erfolge aufgrund "konkretisierter Betriebsabläufe und veränderter Potenziale bis zum Jahr 2025", hatte Joachim Schmidt von der federführend planenden Mindener Hafen GmbH erläutert. Nach Angaben des GmbH-Geschäftsführers soll der wasserseitige Container-Umschlag von 2014 an nur noch im neu zu errichtenden Regioport erfolgen.

Die Inbetriebnahme des bahnseitigen Umschlags sei dort unterdessen erst für das Jahr 2022 vorgesehen. "Die Trimodalität ist aber stets als eines der wichtigsten Argumente für den neuen Standort ins Feld geführt worden", rief Bicon-Vorstand Schmidt jetzt ins Gedächtnis.

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Axel Wohlgemuth, CDU-Fraktionsführer im Bückeburger Stadtrat und Mitglied im Planungsverband Regioport, stellte im Verlauf der Cammeruner Zusammenkunft klar, dass das Hafen-Projekt "kein gemeinsames Vorhaben der Städte Minden und Bückeburg ist". Das werde in der Öffentlichkeit häufig falsch dargestellt. Bei dem paritätisch von den Kreisen Minden-Lübbecke und Schaumburg sowie den beiden Nachbarstädten besetzten Gremium handele es sich um einen "Verband, der sich allein mit der Planung dieses Hafens beschäftigt". Wohlgemuth: "Uns geht es letztlich darum, die Belastungen für Bückeburg, Cammer und Berenbusch so gering wie möglich zu halten." Die Mitwirkung in dem Gremium bedeute nicht zwangsläufig die Befürwortung des Regioportes.

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Leuchtturm wird zu LächerlichkeitAuf Regioport verzichten: Bicon stellt Standort grundsätzlich infrageMinden/Cammer (hz). Nachdem bekannt geworden ist, dass der Containerumschlagplatz Regioport auf einer Fläche von lediglich 14 Hektar errichtet werden soll (MT vom 30. September), plädiert die Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) für einen Verzicht auf das Vorhaben."Dafür ist kein neuer Hafen erforderlich", hieß es während der jüngsten Zusammenkunft der in Cammer angesiedelten Gemeinschaft mit Blick auf die von den Planern kalkulierten Umschlagseinheiten. "Das ehemalige Leuchtturmprojekt schrumpft zur Lächerlichkeit", war auf einem Informationsblatt zu lesen.Die Initiative sieht sich im Anschluss an die Präsentation der aktualisierten Potenzialanalyse in zahlreichen Kritikpunkten bestätigt. Eine überregionale Bedeutung sei nicht vorhanden, die Trimodalität (Anbindung per Straße, Bahn und Wasserweg) käme einer Fehlanzeige gleich und der Hinterland-Hub (Hinterland-Stützpunkt) entspringe dem "Wunschdenken Mindener Politiker".Über ein ganz besonderes Gewicht verfügt nach Ansicht der Bicon zudem die Reduzierung der Hafenfläche. "Wir haben die ganze Zeit gesagt, dass die ursprünglich ins Auge gefasste Fläche viel zu hoch gegriffen war", betonte Bicon-Vorstand Gabriele Schmidt. Jetzt müsse die Standortwahl grundsätzlich infrage gestellt werden. Die Reduktion des Flächenbedarfs war im Rahmen der Analyse-Vorstellung mehr oder weniger en passant mitgeteilt worden. Sie erfolge aufgrund "konkretisierter Betriebsabläufe und veränderter Potenziale bis zum Jahr 2025", hatte Joachim Schmidt von der federführend planenden Mindener Hafen GmbH erläutert. Nach Angaben des GmbH-Geschäftsführers soll der wasserseitige Container-Umschlag von 2014 an nur noch im neu zu errichtenden Regioport erfolgen.Die Inbetriebnahme des bahnseitigen Umschlags sei dort unterdessen erst für das Jahr 2022 vorgesehen. "Die Trimodalität ist aber stets als eines der wichtigsten Argumente für den neuen Standort ins Feld geführt worden", rief Bicon-Vorstand Schmidt jetzt ins Gedächtnis.Axel Wohlgemuth, CDU-Fraktionsführer im Bückeburger Stadtrat und Mitglied im Planungsverband Regioport, stellte im Verlauf der Cammeruner Zusammenkunft klar, dass das Hafen-Projekt "kein gemeinsames Vorhaben der Städte Minden und Bückeburg ist". Das werde in der Öffentlichkeit häufig falsch dargestellt. Bei dem paritätisch von den Kreisen Minden-Lübbecke und Schaumburg sowie den beiden Nachbarstädten besetzten Gremium handele es sich um einen "Verband, der sich allein mit der Planung dieses Hafens beschäftigt". Wohlgemuth: "Uns geht es letztlich darum, die Belastungen für Bückeburg, Cammer und Berenbusch so gering wie möglich zu halten." Die Mitwirkung in dem Gremium bedeute nicht zwangsläufig die Befürwortung des Regioportes.