Lokaler Aktionsplan im Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken"

Toleranz und Demokratie fördern

veröffentlicht

Auftaktveranstaltung für "Lokalen Aktionsplan" am 5. September

Minden (mt/cko). "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" steht im Mittelpunkt eines Bundesprogrammes, aus dem auch die Stadt Minden Fördermittel erhält.

Der Lokale Aktionsplan Minden fördert Projekte, die das Zusammenleben der Menschen dauerhaft verbessern. - © Foto: dpa
Der Lokale Aktionsplan Minden fördert Projekte, die das Zusammenleben der Menschen dauerhaft verbessern. (© Foto: dpa)

Dieses zielt darauf ab, ziviles Engagement, demokratisches Verhalten sowie den Einsatz für Vielfalt und Toleranz im Rahmen zu fördern. Das Programm wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen und hat ein Volumen von 24 Millionen Euro. Für Projekte in Minden sollen in den Jahren 2011 bis 2013 voraussichtlich 230 000 Euro zur Verfügung stehen. Hierfür ist ein "Lokaler Aktionsplan" aufzustellen, der am 20. Oktober vom Rat verabschiedet werden soll.

Erste Ideen für Projekte sollen bei einer Auftaktveranstaltung am Montag, 5. September, ab 19 Uhr im Preußen-Museum gesammelt werden, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Gruppen und Initiativen eingeladen sind. Auch gibt es an diesem Abend Informationen zu den Förderbedingungen und -auflagen sowie zum geplanten Lokalen Aktionsplan (LAP).

Mit dem LAP können Projekte von Vereinen und Initiativen gefördert werden, die sich nachhaltig gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Extremismus und Demokratiefeindlichkeit einsetzen. Beraten werden Interessierte von der externen Koordinierungsstelle.

Der Aktionsplan soll die in Minden laufende Arbeit gegen Rechtsradikalismus und Rassismus qualitativ weiterentwickeln. Im Vordergrund stehen aber auch koordinierte Aktivitäten im Bereich der Integrationsförderung - rund 20 Prozent der Menschen in Minden haben einen Migrationshintergrund - und in der Förderung des interkulturellen Austausches. Aktivitäten im Bereich Gewaltprävention und die Förderung von Multiplikatoren zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen sollen ebenfalls gefördert werden.

Netzwerke sollen aufgebaut beziehungsweise erweitert werden. Auch ist geplant, dass es im Förderzeitraum Angebote für interkulturelle Begegnungen und einzelne Veranstaltungen gibt. Minden ist seit Oktober 2008 ausgezeichneter "Ort der Vielfalt".

Bereits im Frühjahr 2008 wurde - nach mehreren Aufmärschen von Neo-Nazis und Gegendemonstrationen - ein Bündnis für Vielfalt und Demokratie gegründet. Seit dem 15. Juni 2011 gibt es den Verein "Minden - Für Demokratie und Vielfalt e. V.", bei dem auch die externe Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Zudem ist Minden im Februar 2009 der "Charta für Integration und Vielfalt in Ostwestfalen-Lippe" (OWL) beigetreten.

www.lap-minden.de

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Lokaler Aktionsplan im Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken"Toleranz und Demokratie fördernAuftaktveranstaltung für "Lokalen Aktionsplan" am 5. SeptemberMinden (mt/cko). "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" steht im Mittelpunkt eines Bundesprogrammes, aus dem auch die Stadt Minden Fördermittel erhält.Dieses zielt darauf ab, ziviles Engagement, demokratisches Verhalten sowie den Einsatz für Vielfalt und Toleranz im Rahmen zu fördern. Das Programm wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen und hat ein Volumen von 24 Millionen Euro. Für Projekte in Minden sollen in den Jahren 2011 bis 2013 voraussichtlich 230 000 Euro zur Verfügung stehen. Hierfür ist ein "Lokaler Aktionsplan" aufzustellen, der am 20. Oktober vom Rat verabschiedet werden soll.Erste Ideen für Projekte sollen bei einer Auftaktveranstaltung am Montag, 5. September, ab 19 Uhr im Preußen-Museum gesammelt werden, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Gruppen und Initiativen eingeladen sind. Auch gibt es an diesem Abend Informationen zu den Förderbedingungen und -auflagen sowie zum geplanten Lokalen Aktionsplan (LAP).Mit dem LAP können Projekte von Vereinen und Initiativen gefördert werden, die sich nachhaltig gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Extremismus und Demokratiefeindlichkeit einsetzen. Beraten werden Interessierte von der externen Koordinierungsstelle.Der Aktionsplan soll die in Minden laufende Arbeit gegen Rechtsradikalismus und Rassismus qualitativ weiterentwickeln. Im Vordergrund stehen aber auch koordinierte Aktivitäten im Bereich der Integrationsförderung - rund 20 Prozent der Menschen in Minden haben einen Migrationshintergrund - und in der Förderung des interkulturellen Austausches. Aktivitäten im Bereich Gewaltprävention und die Förderung von Multiplikatoren zur Arbeit mit gewaltbereiten und rechtsorientierten Jugendlichen sollen ebenfalls gefördert werden.Netzwerke sollen aufgebaut beziehungsweise erweitert werden. Auch ist geplant, dass es im Förderzeitraum Angebote für interkulturelle Begegnungen und einzelne Veranstaltungen gibt. Minden ist seit Oktober 2008 ausgezeichneter "Ort der Vielfalt".Bereits im Frühjahr 2008 wurde - nach mehreren Aufmärschen von Neo-Nazis und Gegendemonstrationen - ein Bündnis für Vielfalt und Demokratie gegründet. Seit dem 15. Juni 2011 gibt es den Verein "Minden - Für Demokratie und Vielfalt e. V.", bei dem auch die externe Koordinierungsstelle angesiedelt ist. Zudem ist Minden im Februar 2009 der "Charta für Integration und Vielfalt in Ostwestfalen-Lippe" (OWL) beigetreten.www.lap-minden.de