Schachtkabel führen in Fachwerk Ausgrabung: Kabel wurden vermutlich von den Briten verlegt Minden/Porta Westfalica (ski). Im Zusammenhang mit den Kabeln, auf die man bei Arbeiten "An der Lake" gestoßen war, steht vermutlich auch ein Fachwerkhaus in der Edelweißstraße in Porta Westfalica. Zahlreiche Wortmeldungen und Zusendungen von Lesern haben das MT erreicht, um das Geheimnis zu lüften. Arbeiter hatten einen Schacht mit allerhand Kabeln ausgebuddelt, Sinn und Zweck der Apparatur lagen zunächst im Dunkeln.Fernmeldeexperte und Buchautor Wilhelm Blase ist sich allerdings sicher: Aller Wahrscheinlichkeit nach sei die Apparatur britischer Herkunft. Einig sind sich die meisten Leser darin, dass es sich um eine Fernmeldeeinrichtung handelt.Ein Fachwerkhaus an der Edelweißstraße in Porta Westfalica ist für Blase dabei von Interesse. Die Kabel führten seiner Ansicht nach entweder dort hin oder davon weg. Das Haus hätten die Deutschen 1938 errichtet, so Blase. Es diente als überirdischer Teil einer Bunkeranlage, über die der Fernmeldeverkehr abgewickelt wurde. Genutzt worden sei die Anlage zunächst vor allem von der Reichspost. Die deutsche Kriegsmaschinerie lief da bereits auf Hochtouren, der Zweite Weltkrieg wurde geplant. Auf Tarnung und Sicherung habe man beim Bau deshalb Wert gelegt, weil es sich um eine strategische Kommunikationslinie gehandelt habe, so Blase. Nach 1945 rückten dann die Briten ein und nutzten die Anlage. Blase: "Später teilten sie sich die Anlage mit der Deutschen Post." Die Technik, die man nun bei den Ausgrabungen gefunden habe, habe dazu gedient, über lange Strecken störungsfrei telefonieren zu können", sagt Blase. "Die Briten haben die Anlage dort untergepflügt." Klarheit über die Herkunft der Apparatur soll heute ein Ortstermin bringen.

Schachtkabel führen in Fachwerk

Minden/Porta Westfalica (ski). Im Zusammenhang mit den Kabeln, auf die man bei Arbeiten "An der Lake" gestoßen war, steht vermutlich auch ein Fachwerkhaus in der Edelweißstraße in Porta Westfalica.

Von außen wirkt die Schaltstelle wie ein Wohnhaus.
Von außen wirkt die Schaltstelle wie ein Wohnhaus.

Zahlreiche Wortmeldungen und Zusendungen von Lesern haben das MT erreicht, um das Geheimnis zu lüften. Arbeiter hatten einen Schacht mit allerhand Kabeln ausgebuddelt, Sinn und Zweck der Apparatur lagen zunächst im Dunkeln.

Fernmeldeexperte und Buchautor Wilhelm Blase ist sich allerdings sicher: Aller Wahrscheinlichkeit nach sei die Apparatur britischer Herkunft. Einig sind sich die meisten Leser darin, dass es sich um eine Fernmeldeeinrichtung handelt.

Ein Fachwerkhaus an der Edelweißstraße in Porta Westfalica ist für Blase dabei von Interesse. Die Kabel führten seiner Ansicht nach entweder dort hin oder davon weg. Das Haus hätten die Deutschen 1938 errichtet, so Blase. Es diente als überirdischer Teil einer Bunkeranlage, über die der Fernmeldeverkehr abgewickelt wurde. Genutzt worden sei die Anlage zunächst vor allem von der Reichspost. Die deutsche Kriegsmaschinerie lief da bereits auf Hochtouren, der Zweite Weltkrieg wurde geplant. Auf Tarnung und Sicherung habe man beim Bau deshalb Wert gelegt, weil es sich um eine strategische Kommunikationslinie gehandelt habe, so Blase.

Blick in einen der Generatoren-Räume. - © Fotos: ski
Blick in einen der Generatoren-Räume. - © Fotos: ski

Nach 1945 rückten dann die Briten ein und nutzten die Anlage. Blase: "Später teilten sie sich die Anlage mit der Deutschen Post." Die Technik, die man nun bei den Ausgrabungen gefunden habe, habe dazu gedient, über lange Strecken störungsfrei telefonieren zu können", sagt Blase. "Die Briten haben die Anlage dort untergepflügt." Klarheit über die Herkunft der Apparatur soll heute ein Ortstermin bringen.

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