25 Jahre Goethepark: Die Grüne Oase in Königstor Kerstin Rickert Minden. Von weitem ist Musik zu hören, aber es sind nicht viele Menschen, die sich von ihr angelockt fühlen. Regen hat eingesetzt und so bleibt das Aktionsbündnis „Aktiv für/in Königstor“ bei dem von ihm organisierten Geburtstagsfest „25 Jahre Goethepark“ nahezu unter sich. Wirklich enttäuscht ist dessen Sprecher Manfred Stock trotzdem nicht. „Es kommt, wie es kommt“, sagt er und blickt gen Himmel. „Bei besserem Wetter wäre sicher mehr los.“ Ganz an den Rand des Parks nahe der Goethestraße haben sich die Organisatoren zurückgezogen und dort, wo ihnen Bäume Schutz bieten, ein kleines Buffet aufgebaut. Rund 20 Aktive stehen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zusammen und plaudern. Darüber, wie alles anfing und wie der Goethepark zu dem wurde, was er heute ist. Und über Ideen für die Zukunft, um die grüne Oase im Stadtteil Königstor noch attraktiver zu gestalten. Dazu spielen die Lustigen Musikanten Häverstädt aus sichererer Entfernung. Das Blätterdach einer stattlichen Birke bietet den Musikern und ihren Instrumenten ein halbwegs trockenes Plätzchen. „Den Baum haben wir vor 25 Jahren gepflanzt“, erinnert der ehemalige Ortsvorsteher Athanasios Vlachos an die Geburtsstunde des Goetheparks. „Es gab damals einen kleinen Grünstreifen von 1,1 Hektar Größe, den Bürgerpark. Als das angrenzende Brachland zu Parkplätzen für die nahe gelegenen Schulen werden sollte, machte sich der SPD-Ortsverein Königstor dafür stark, dass eine Ausgleichsfläche geschaffen wurde“, blickt der 77-Jährige zurück. Schließlich wurden dem bestehenden Bürgerpark 1,6 Hektar Fläche zugeschlagen und mit großem bürgerschaftlichen Engagement konnte diese 1996 in einen Park umgewandelt werden. Die Stadt stellte 100 kleine Bäume und 2.000 Büsche zur Verfügung. Anwohner brachten sie im Rahmen einer Pflanzaktion in die Erde und machten aus dem kleinen Bürgerpark den mehr als doppelt so großen Goethepark. Nachdem sich 2009 das Aktionsbündnis „Aktiv für/in Königstor“ gegründet hatte, mit dem Ziel, den Stadtteil zu beleben und die dort lebenden Menschen zusammenzubringen, geriet der Goethepark als Treffpunkt besonders in den Blick. „Wir haben versucht, daraus einen Kulturpark zu machen“, sagt Bündnissprecher Manfred Stock. Auf einen Korbinian-Apfelbaum folgten Zwetschgen, Nuss- und Birnbäume, die von Bürgern aus Anlass besonderer Jubiläen gepflanzt wurden. Ein Kindergarten baute ein Insektenhotel, ein anderer das dazugehörige „Restaurant“, wie Athanasios Vlachos die Blühfläche nennt, die den Tierchen Nahrung bietet. Vlachos hat die Entwicklung des Parks über die ganzen Jahre begleitet und immer wieder auch Rückschläge erlebt. „Unsere Bücherbude wurde zweimal in Brand gesetzt und zerstört“, blickt er auf unschöne Begebenheiten zurück. „Das Projekt Bücherbude haben wir jetzt auch erst einmal auf Eis gelegt“, ergänzt Manfred Stock. „Stattdessen haben wir uns überlegt, eine Initiative Kultur im Park zu starten.“ Wichtig sei, dass der Park in Bewegung bleibe und sich mit und für die Menschen immer weiter verändere. Denn schließlich seien sie es, die den Goethepark zu einem lebendigen Treffpunkt hätten wachsen lassen. „Yoga-Gruppen, Fußballer und Hunde-Freunde nutzen ihn regelmäßig und bei schönen Wetter treffen sich die Menschen zum Picknick“, so Manfred Stock. An Ideen, die Attraktivität weiter zu steigern, mangelt es ihm und seinen Mitstreitern nicht. Einen Bewegungspfad anzulegen, ist eines der Projekte, die das Aktionsbündnis in absehbarer Zukunft angehen möchte.

25 Jahre Goethepark: Die Grüne Oase in Königstor

Eigentlich treffen sich im Goethepark Yoga-Gruppen, Fußballer und Hunde-Freunde. Bei der Geburtstagsfeier war das Bündnis „Aktiv für/in Königstor“ wetterbedingt aber fast unter sich. Foto: Kerstin Rickert © y

Minden. Von weitem ist Musik zu hören, aber es sind nicht viele Menschen, die sich von ihr angelockt fühlen. Regen hat eingesetzt und so bleibt das Aktionsbündnis „Aktiv für/in Königstor“ bei dem von ihm organisierten Geburtstagsfest „25 Jahre Goethepark“ nahezu unter sich. Wirklich enttäuscht ist dessen Sprecher Manfred Stock trotzdem nicht. „Es kommt, wie es kommt“, sagt er und blickt gen Himmel. „Bei besserem Wetter wäre sicher mehr los.“

Ganz an den Rand des Parks nahe der Goethestraße haben sich die Organisatoren zurückgezogen und dort, wo ihnen Bäume Schutz bieten, ein kleines Buffet aufgebaut. Rund 20 Aktive stehen bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zusammen und plaudern. Darüber, wie alles anfing und wie der Goethepark zu dem wurde, was er heute ist.

Und über Ideen für die Zukunft, um die grüne Oase im Stadtteil Königstor noch attraktiver zu gestalten. Dazu spielen die Lustigen Musikanten Häverstädt aus sichererer Entfernung. Das Blätterdach einer stattlichen Birke bietet den Musikern und ihren Instrumenten ein halbwegs trockenes Plätzchen.


„Den Baum haben wir vor 25 Jahren gepflanzt“, erinnert der ehemalige Ortsvorsteher Athanasios Vlachos an die Geburtsstunde des Goetheparks. „Es gab damals einen kleinen Grünstreifen von 1,1 Hektar Größe, den Bürgerpark. Als das angrenzende Brachland zu Parkplätzen für die nahe gelegenen Schulen werden sollte, machte sich der SPD-Ortsverein Königstor dafür stark, dass eine Ausgleichsfläche geschaffen wurde“, blickt der 77-Jährige zurück. Schließlich wurden dem bestehenden Bürgerpark 1,6 Hektar Fläche zugeschlagen und mit großem bürgerschaftlichen Engagement konnte diese 1996 in einen Park umgewandelt werden. Die Stadt stellte 100 kleine Bäume und 2.000 Büsche zur Verfügung. Anwohner brachten sie im Rahmen einer Pflanzaktion in die Erde und machten aus dem kleinen Bürgerpark den mehr als doppelt so großen Goethepark.

Nachdem sich 2009 das Aktionsbündnis „Aktiv für/in Königstor“ gegründet hatte, mit dem Ziel, den Stadtteil zu beleben und die dort lebenden Menschen zusammenzubringen, geriet der Goethepark als Treffpunkt besonders in den Blick. „Wir haben versucht, daraus einen Kulturpark zu machen“, sagt Bündnissprecher Manfred Stock. Auf einen Korbinian-Apfelbaum folgten Zwetschgen, Nuss- und Birnbäume, die von Bürgern aus Anlass besonderer Jubiläen gepflanzt wurden. Ein Kindergarten baute ein Insektenhotel, ein anderer das dazugehörige „Restaurant“, wie Athanasios Vlachos die Blühfläche nennt, die den Tierchen Nahrung bietet.

Vlachos hat die Entwicklung des Parks über die ganzen Jahre begleitet und immer wieder auch Rückschläge erlebt. „Unsere Bücherbude wurde zweimal in Brand gesetzt und zerstört“, blickt er auf unschöne Begebenheiten zurück. „Das Projekt Bücherbude haben wir jetzt auch erst einmal auf Eis gelegt“, ergänzt Manfred Stock. „Stattdessen haben wir uns überlegt, eine Initiative Kultur im Park zu starten.“ Wichtig sei, dass der Park in Bewegung bleibe und sich mit und für die Menschen immer weiter verändere. Denn schließlich seien sie es, die den Goethepark zu einem lebendigen Treffpunkt hätten wachsen lassen.

„Yoga-Gruppen, Fußballer und Hunde-Freunde nutzen ihn regelmäßig und bei schönen Wetter treffen sich die Menschen zum Picknick“, so Manfred Stock. An Ideen, die Attraktivität weiter zu steigern, mangelt es ihm und seinen Mitstreitern nicht. Einen Bewegungspfad anzulegen, ist eines der Projekte, die das Aktionsbündnis in absehbarer Zukunft angehen möchte.

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