Minden

Zwei Demonstrationen auf dem Markt in Minden geplant

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Am Samstag sind zwei Demos auf dem Mindener Marktplatz geplant. - © Foto: MT-Archiv
Am Samstag sind zwei Demos auf dem Mindener Marktplatz geplant. (© Foto: MT-Archiv)

Minden (epd/nas). Zwei Demonstrationen sind am heutigen Samstag auf dem Markt in Minden geplant. Um 11.30 Uhr gehen Mitglieder des Mindener Bündnis "Seebrücke" auf die Straße. Sie wollen auf die Situation in den Flüchtlingslagern im Mittelmeerraum aufmerksam machen. Unterstützt wird die "Seebrücke" in Minden auch von "Minden hilft".

Auch in anderen Städten wie Hamburg, Köln oder Hannover plant die „Seebrücke“-Bewegung heute Kundgebungen. Die Demonstranten wollen auf menschenunwürdige Zustände in den Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen hinweisen. Außerdem fordern sie eine humane europäische Asylpolitik. In den griechischen Lagern drohe nun auch eine humanitäre Katastrophe mit zahlreichen Toten durch das Coronavirus.

In Deutschland haben sich mehr als 150 Städte und Kommunen bereiterklärt, als sogenannte sichere Häfen Geflüchtete und Migranten aufzunehmen. Auch Minden soll dies werden (zum MT-Bericht). Das Bündnis „Seebrücke“ tritt für zivile Seenotrettung, sichere Fluchtwege und die dauerhafte Aufnahme geflüchteter Menschen in Deutschland ein.

Um 15 Uhr ist nach MT-Informationen außerdem eine zweite Demo gegen die coronabedingten Einschränkungen und für Freiheit und Grundrechte geplant. Bereits am vergangenen Samstag nahmen daran in Minden rund 30 Menschen teil (zum MT-Bericht).

Auch in anderen Städten kündigen sich solche Demos heute an. In Hannover etwa haben unterschiedlichste Gruppen und einige Privatpersonen Kundgebungen angemeldet, unter anderem unter dem Motto „Für unsere Freiheit“ oder „Deutschland sucht das Grundgesetz“. Die SPD will in Hannover gegen rechtsextreme Hetze demonstrieren, die Linkspartei plant eine Kundgebung „Gegen die sogenannten Hygienedemos“.

In Braunschweig hat die Partei „Die Rechte“ für Samstag eine Demonstration angemeldet, ein Bündnis gegen Rechts plant eine Gegen-Veranstaltung. Auch in Lüneburg und Göttingen sind Demonstrationen geplant. Bereits am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Orten in Niedersachsen gegen die Corona-Bestimmung auf die Straße gegangen. Alle Veranstaltungen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.

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MindenZwei Demonstrationen auf dem Markt in Minden geplantMinden (epd/nas). Zwei Demonstrationen sind am heutigen Samstag auf dem Markt in Minden geplant. Um 11.30 Uhr gehen Mitglieder des Mindener Bündnis "Seebrücke" auf die Straße. Sie wollen auf die Situation in den Flüchtlingslagern im Mittelmeerraum aufmerksam machen. Unterstützt wird die "Seebrücke" in Minden auch von "Minden hilft". Auch in anderen Städten wie Hamburg, Köln oder Hannover plant die „Seebrücke“-Bewegung heute Kundgebungen. Die Demonstranten wollen auf menschenunwürdige Zustände in den Flüchtlingslagern an den EU-Außengrenzen hinweisen. Außerdem fordern sie eine humane europäische Asylpolitik. In den griechischen Lagern drohe nun auch eine humanitäre Katastrophe mit zahlreichen Toten durch das Coronavirus. In Deutschland haben sich mehr als 150 Städte und Kommunen bereiterklärt, als sogenannte sichere Häfen Geflüchtete und Migranten aufzunehmen. Auch Minden soll dies werden (zum MT-Bericht). Das Bündnis „Seebrücke“ tritt für zivile Seenotrettung, sichere Fluchtwege und die dauerhafte Aufnahme geflüchteter Menschen in Deutschland ein. Um 15 Uhr ist nach MT-Informationen außerdem eine zweite Demo gegen die coronabedingten Einschränkungen und für Freiheit und Grundrechte geplant. Bereits am vergangenen Samstag nahmen daran in Minden rund 30 Menschen teil (zum MT-Bericht). Auch in anderen Städten kündigen sich solche Demos heute an. In Hannover etwa haben unterschiedlichste Gruppen und einige Privatpersonen Kundgebungen angemeldet, unter anderem unter dem Motto „Für unsere Freiheit“ oder „Deutschland sucht das Grundgesetz“. Die SPD will in Hannover gegen rechtsextreme Hetze demonstrieren, die Linkspartei plant eine Kundgebung „Gegen die sogenannten Hygienedemos“. In Braunschweig hat die Partei „Die Rechte“ für Samstag eine Demonstration angemeldet, ein Bündnis gegen Rechts plant eine Gegen-Veranstaltung. Auch in Lüneburg und Göttingen sind Demonstrationen geplant. Bereits am vergangenen Wochenende waren zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Orten in Niedersachsen gegen die Corona-Bestimmung auf die Straße gegangen. Alle Veranstaltungen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich.