Minden

Hoch hinaus: In einer der Falke-Sporthallen soll ein Trampolinpark entstehen

Monika Jäger

Neues Leben: Ein Trampolinpark soll als Erstes in die ehemaligen Falke-Sporthallen einziehen. Ein Indoor-Spielplatz und ein Fitness-Studio sollen nach des Vorstellungen des Eigentümers folgen. MT- - © Foto: Alex Lehn
Neues Leben: Ein Trampolinpark soll als Erstes in die ehemaligen Falke-Sporthallen einziehen. Ein Indoor-Spielplatz und ein Fitness-Studio sollen nach des Vorstellungen des Eigentümers folgen. MT- (© Foto: Alex Lehn)

Minden. Eine Halle voller Trampolins, eine zweite mit Sport- und Spaßangeboten für Kinder: Konkrete Pläne für das ehemalige Sportzentrum Falke hat jetzt im Mindener Bauausschuss Saniye Danabas-Höpker, Bereichsleiterin für Bauen und Wohnen bei der Stadt Minden, vorgestellt. Für zwei der vier Hallen habe der Besitzer des Areals, der Steyerberger Unternehmer Sven Mußmann, inzwischen den Bauantrag eingereicht – jede soll auf ihren rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche einen Indoor-Sportbereich für unterschiedliche Zielgruppen bieten „Wenn alles gut geht", so Mußmann im MT-Gespräch, „wollen wir im ersten oder zweiten Quartal 2021 öffnen."

Und das trotz Corona und möglichen weiteren Kontaktbeschränkungen? „Wir planen ja schon lange, und sobald absehbar ist, dass keine zweite Welle kommt, gehen wir in die Finalisierung der Bestellung." Gemeinsam mit einer Fachfirma hat Mußmann in den vergangenen Monaten den Trampolinpark geplant. Da sollen viele verschiedene Geräte stehen, und was die Besucher dort tun können, soll weit über Auf-und-Ab-Hüpfen hinausgehen. Licht, Sound, Gestaltung (Mußmann: „Coole Graffiti"), ein „Ninja-Parcours" und ein „Bounce"-Parcours" stellt sich der Vater zweier Kinder vor. Denn auch wenn er als Unternehmer im Photovoltaik-Bereich auf die Halle und ihre großen Dachflächen aufmerksam geworden ist, seien es die Bedürfnisse von Kindern und Familien, die er mit seinem neuen Angebot ansprechen möchte. Und nein, es werde bestimmt nicht nur ein Spiel-Haus, sondern etwas, das er sich „reell und sportlich" vorstellt. „So etwas gibt es hier in der Region noch nicht – es soll ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters werden."

Überhaupt stehe Sport als Freizeitelement für ihn im Vordergrund. „Spielen ist doch, wenn man sich das richtig überlegt, auch Bewegung, Koordination und Spaß", sagt er, selbst Vater von zwei Kindern im Alter von elf und zwölf Jahren. Sport sei ihm und seiner Familie wichtig: Unter anderem trainiert er ehrenamtlich die Jugend des TuS Steyerberg.

Die zweite Halle, die demnächst ebenfalls ans Netz gehen soll, richtet sich an die Zielgruppe von vier bis zwölf Jahren und soll ein „Indoor-Spielplatz" werden, in dem Motorik und Geschicklichkeit im Mittelpunkt stehen. Ein kleines Fußballfeld, Hüpfburg, Kletterparcours sind dort unter anderem geplant. Dazu kommen ein Bereich für Essen und Trinken und Umkleiden. Und die Preise? Die sollen „im üblichen Rahmen" sein – mehr könne er dazu zurzeit nicht sagen, Und auch die Gesamtkosten des Projekts möchte er noch nicht beziffern.

Geplant ist, dass später noch die zwei weiteren Hallen dazu kommen. Dort soll es dann unter anderem auch ein Fitness-Studio geben. „Eigentlich ja Wahnsinn in Minden, wo genug Studios sind." Aber Mußmann stellt sich das künftige Zentrum eben für die ganze Familie vor: Die Eltern könnten dann dort trainieren, während die Kinder im Spielbereich aktiv sind. Großeltern könnten am Wochenende mit ihren Enkeln kommen, Gruppen sich in der Trampolin-Welt verabreden, Schulklassen kommen: Mußmann hat viele Ideen, um das in die Jahre gekommene Sportzentrum zu beleben.

Das soll hinterher nicht wiederzuerkennen sein. Denn Tennis, wie früher, macht heute solche Mengen an Flächen nicht mehr voll. Und so stellt sich Mußmann unter dem bereits sanierten und mit Photovoltaik-Modulen versehenen Dach künftig eine Welt voller Menschen in Bewegung vor.

Doch erst einmal muss klar sein, wie das künftig alles gehen kann. Und so ist jetzt erst einmal der Bauantrag eingereicht. Nach dessen Genehmigung kann er dann die Pläne umsetzten, die jetzt in der Schublade liegen.

Kommentar

Fingerspitzen

Ein Indoor-Spielpark könnte für den Stadtteil, für Minden und Umgebung ein Magnet sein. Ob es einer wird, hängt vor allem vom Fingerspitzengefühl ab, mit dem der Planer seine Idee von einem Begegnungsort für Menschen jeden Alters umsetzt. Fragen: Wie gut werden die Nachbarn vor Lärm und Verkehr geschützt? Hier kann auch mit Öffnungszeiten gesteuert werden. Wie viele Menschen können sich sich den Besuch leisten? Hier ist die Preisgestaltung wichtig, Dass sich solch ein Angebot etablieren kann, zeigen Beispiele aus anderen Städten. Allerdings muss erst einmal eine Perspektive für die Zeit nach Corona her. Da braucht der Eigentümer noch Geduld.

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MindenHoch hinaus: In einer der Falke-Sporthallen soll ein Trampolinpark entstehenMonika JägerMinden. Eine Halle voller Trampolins, eine zweite mit Sport- und Spaßangeboten für Kinder: Konkrete Pläne für das ehemalige Sportzentrum Falke hat jetzt im Mindener Bauausschuss Saniye Danabas-Höpker, Bereichsleiterin für Bauen und Wohnen bei der Stadt Minden, vorgestellt. Für zwei der vier Hallen habe der Besitzer des Areals, der Steyerberger Unternehmer Sven Mußmann, inzwischen den Bauantrag eingereicht – jede soll auf ihren rund 1.400 Quadratmetern Nutzfläche einen Indoor-Sportbereich für unterschiedliche Zielgruppen bieten „Wenn alles gut geht", so Mußmann im MT-Gespräch, „wollen wir im ersten oder zweiten Quartal 2021 öffnen." Und das trotz Corona und möglichen weiteren Kontaktbeschränkungen? „Wir planen ja schon lange, und sobald absehbar ist, dass keine zweite Welle kommt, gehen wir in die Finalisierung der Bestellung." Gemeinsam mit einer Fachfirma hat Mußmann in den vergangenen Monaten den Trampolinpark geplant. Da sollen viele verschiedene Geräte stehen, und was die Besucher dort tun können, soll weit über Auf-und-Ab-Hüpfen hinausgehen. Licht, Sound, Gestaltung (Mußmann: „Coole Graffiti"), ein „Ninja-Parcours" und ein „Bounce"-Parcours" stellt sich der Vater zweier Kinder vor. Denn auch wenn er als Unternehmer im Photovoltaik-Bereich auf die Halle und ihre großen Dachflächen aufmerksam geworden ist, seien es die Bedürfnisse von Kindern und Familien, die er mit seinem neuen Angebot ansprechen möchte. Und nein, es werde bestimmt nicht nur ein Spiel-Haus, sondern etwas, das er sich „reell und sportlich" vorstellt. „So etwas gibt es hier in der Region noch nicht – es soll ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters werden." Überhaupt stehe Sport als Freizeitelement für ihn im Vordergrund. „Spielen ist doch, wenn man sich das richtig überlegt, auch Bewegung, Koordination und Spaß", sagt er, selbst Vater von zwei Kindern im Alter von elf und zwölf Jahren. Sport sei ihm und seiner Familie wichtig: Unter anderem trainiert er ehrenamtlich die Jugend des TuS Steyerberg. Die zweite Halle, die demnächst ebenfalls ans Netz gehen soll, richtet sich an die Zielgruppe von vier bis zwölf Jahren und soll ein „Indoor-Spielplatz" werden, in dem Motorik und Geschicklichkeit im Mittelpunkt stehen. Ein kleines Fußballfeld, Hüpfburg, Kletterparcours sind dort unter anderem geplant. Dazu kommen ein Bereich für Essen und Trinken und Umkleiden. Und die Preise? Die sollen „im üblichen Rahmen" sein – mehr könne er dazu zurzeit nicht sagen, Und auch die Gesamtkosten des Projekts möchte er noch nicht beziffern. Geplant ist, dass später noch die zwei weiteren Hallen dazu kommen. Dort soll es dann unter anderem auch ein Fitness-Studio geben. „Eigentlich ja Wahnsinn in Minden, wo genug Studios sind." Aber Mußmann stellt sich das künftige Zentrum eben für die ganze Familie vor: Die Eltern könnten dann dort trainieren, während die Kinder im Spielbereich aktiv sind. Großeltern könnten am Wochenende mit ihren Enkeln kommen, Gruppen sich in der Trampolin-Welt verabreden, Schulklassen kommen: Mußmann hat viele Ideen, um das in die Jahre gekommene Sportzentrum zu beleben. Das soll hinterher nicht wiederzuerkennen sein. Denn Tennis, wie früher, macht heute solche Mengen an Flächen nicht mehr voll. Und so stellt sich Mußmann unter dem bereits sanierten und mit Photovoltaik-Modulen versehenen Dach künftig eine Welt voller Menschen in Bewegung vor. Doch erst einmal muss klar sein, wie das künftig alles gehen kann. Und so ist jetzt erst einmal der Bauantrag eingereicht. Nach dessen Genehmigung kann er dann die Pläne umsetzten, die jetzt in der Schublade liegen. Kommentar Fingerspitzen Ein Indoor-Spielpark könnte für den Stadtteil, für Minden und Umgebung ein Magnet sein. Ob es einer wird, hängt vor allem vom Fingerspitzengefühl ab, mit dem der Planer seine Idee von einem Begegnungsort für Menschen jeden Alters umsetzt. Fragen: Wie gut werden die Nachbarn vor Lärm und Verkehr geschützt? Hier kann auch mit Öffnungszeiten gesteuert werden. Wie viele Menschen können sich sich den Besuch leisten? Hier ist die Preisgestaltung wichtig, Dass sich solch ein Angebot etablieren kann, zeigen Beispiele aus anderen Städten. Allerdings muss erst einmal eine Perspektive für die Zeit nach Corona her. Da braucht der Eigentümer noch Geduld.