Kommentar zum Weser-Radweg: Lebensgefahr? Mitnichten!

Patrick Schwemling

Die Kritik am Weser-Radweg wurde zuletzt immer lauter – manche Stellen sogar als lebensgefährlich bezeichnet. Kurios, bedenkt man, dass der Weg zuletzt zweimal in Folge zum beliebtesten Fernradweg Deutschlands gewählt wurde. Irgendwas stimmt also nicht. Nur was?

Da ich die 70 Kilometer lange Strecke für meine Reportage zweimal gefahren bin, glaube ich, diese Frage beantworten zu können. Mit einem Resultat, das vor allem den Kritikern des Weser-Radwegs nicht gefallen wird.

Ich bin – meiner Meinung nach – zu 95 Prozent auf einwandfreien Wegen gefahren. Manche waren frisch asphaltiert. Der ein oder andere Autofahrer wäre aufgrund der Beschaffenheit vor Neid erblasst. Um es noch einmal festzuhalten: es geht um Radwege.

Diese sollten natürlich gewisse Standards erfüllen, und wenn eine Region damit wirbt, auch übertreffen. Stellenweise gab es Abschnitte – zum Beispiel in Ovenstädt oder bei Eisbergen – wo Ausbesserungen vorgenommen werden sollten. Aber diese Stellen als lebensgefährlich zu bezeichnen, halte ich für maßlos überzogen.

Um meine subjektive Wahrnehmung zu untermauern, füge ich ein paar Daten an. Ich bin die Strecke einmal langsam und einmal schnell gefahren. In einer Variante also mit knapp 30 km/h im Durchschnitt. Wäre der Radweg in solch einem schlechten Zustand, wie er von seinen Kritikern gemacht wird, wäre dies nicht möglich gewesen. Wäre er sogar lebensgefährlich, hätten Sie diesen Text nicht lesen können.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

4 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Kommentar zum Weser-Radweg: Lebensgefahr? Mitnichten!Patrick SchwemlingDie Kritik am Weser-Radweg wurde zuletzt immer lauter – manche Stellen sogar als lebensgefährlich bezeichnet. Kurios, bedenkt man, dass der Weg zuletzt zweimal in Folge zum beliebtesten Fernradweg Deutschlands gewählt wurde. Irgendwas stimmt also nicht. Nur was? Da ich die 70 Kilometer lange Strecke für meine Reportage zweimal gefahren bin, glaube ich, diese Frage beantworten zu können. Mit einem Resultat, das vor allem den Kritikern des Weser-Radwegs nicht gefallen wird. Ich bin – meiner Meinung nach – zu 95 Prozent auf einwandfreien Wegen gefahren. Manche waren frisch asphaltiert. Der ein oder andere Autofahrer wäre aufgrund der Beschaffenheit vor Neid erblasst. Um es noch einmal festzuhalten: es geht um Radwege. Diese sollten natürlich gewisse Standards erfüllen, und wenn eine Region damit wirbt, auch übertreffen. Stellenweise gab es Abschnitte – zum Beispiel in Ovenstädt oder bei Eisbergen – wo Ausbesserungen vorgenommen werden sollten. Aber diese Stellen als lebensgefährlich zu bezeichnen, halte ich für maßlos überzogen. Um meine subjektive Wahrnehmung zu untermauern, füge ich ein paar Daten an. Ich bin die Strecke einmal langsam und einmal schnell gefahren. In einer Variante also mit knapp 30 km/h im Durchschnitt. Wäre der Radweg in solch einem schlechten Zustand, wie er von seinen Kritikern gemacht wird, wäre dies nicht möglich gewesen. Wäre er sogar lebensgefährlich, hätten Sie diesen Text nicht lesen können.