„Prekärer Zustand“: Viele Fragen bei Bildung und Kultur noch unbeantwortet Monika Jäger Minden. Viel zu klären haben in den nächsten Wochen die Schulen, während Kultureinrichtungen weiterhin auf klare Regelungen warten und auch um ihre Zukunft bangen müssen. Entsprechend zweigeteilt ist auch die Einschätzung von Regina Stieler-Hinz, Mindens Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport. „Grundsätzlich begrüße ich, dass wir uns mit der schrittweisen Öffnung der Schulen ein Stück weit in Richtung Normalität bewegen“, sagte sie gestern – „auch wenn diese Normalität sehr weit von der uns bekannten entfernt ist.“ Nun seien zahlreiche organisatorische Fragen zu klären, auch wenn in den vergangenen Tagen schon viel vorbereitet worden sei. „Manchmal steckt der Teufel im Detail. Insofern sind wir froh, dass diese erste Öffnung der weiterführenden Schulen für die Prüfungsjahrgänge erst zum 23. April erfolgen soll und die weitere Öffnung für die vierten Klassen und die Qualifikationsjahrgänge dann ab dem 4. Mai vorgesehen ist.“ So bleibt Zeit zum Planen und Organisieren. Doch noch längst scheint nicht alles ausreichend geklärt: Das Schulministerium müsse schnellstens drängende Fragen beantworten, sagt Stieler-Hinz auch. Wie viele Schüler dürfen maximal in einem Raum beschult werden? Wie sehen die Mindestanforderungen zu den neuen Hygienestandards in Schulen genau aus? Wer wird über die bisherigen Gruppen hinaus Anspruch auf eine Notbetreuung haben? „Diese Liste ließe sich umfangreich erweitern.“ Während die schrittweise Öffnung der Schulen recht konkret sei, lasse sich das mit Blick auf Kultureinrichtungen nicht sagen. „Wir wissen nur, dass es bei den jetzigen Beschlüssen bleibt: Theater, Museen, Kinos bleiben bis auf weiteres geschlossen.“ Auch Präsenzunterricht der Musikschulen und der VHS bleibt verboten. Sie sei froh, dass die Musikschule schnell damit begonnen habe, Unterricht digital anzubieten, so die Beigeordnete. „Wir werden uns in der Kulturlandschaft darauf einstellen müssen, dass eine Rückkehr in eine gewisse Normalität für eine recht lange Zeit nicht stattfinden wird. Eine Exit-Strategie wird frühestens Anfang Mai vorliegen.“ Drängende Fragen hier: Was bedeutet das für das Stadttheater und Mindener Museum? Wie lange hält die Kulturszene mit ihren Akteuren diesen Zustand aus? Und welche Unterstützung wird nötig sein, um die kulturelle Infrastruktur nicht dauerhaft zu schädigen? Dazu, so Stieler-Hinz deutlich, bedürfe es landesseitiger Klärungen – ebenso wie zu der Frage, ab welcher Personenanzahl „Großveranstaltungen“ untersagt sein müssen. Aus ihren Worten wird auch deutlich, dass sie hier auf schnelle Antworten drängt: „Ich will nicht verschweigen, dass die Herausforderung immer größer wird, je länger dieser ungewisse und gerade für viele Kulturschaffende prekäre Zustand andauert.“

„Prekärer Zustand“: Viele Fragen bei Bildung und Kultur noch unbeantwortet

Wie geht es mit dem Stadttheater und weiteren Kulturveranstaltungen weiter? Diese Fragen sind aktuell alle unbeantwortet. MT- © Foto: Jan-Henning Rogge

Minden. Viel zu klären haben in den nächsten Wochen die Schulen, während Kultureinrichtungen weiterhin auf klare Regelungen warten und auch um ihre Zukunft bangen müssen. Entsprechend zweigeteilt ist auch die Einschätzung von Regina Stieler-Hinz, Mindens Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport.

„Grundsätzlich begrüße ich, dass wir uns mit der schrittweisen Öffnung der Schulen ein Stück weit in Richtung Normalität bewegen“, sagte sie gestern – „auch wenn diese Normalität sehr weit von der uns bekannten entfernt ist.“ Nun seien zahlreiche organisatorische Fragen zu klären, auch wenn in den vergangenen Tagen schon viel vorbereitet worden sei. „Manchmal steckt der Teufel im Detail. Insofern sind wir froh, dass diese erste Öffnung der weiterführenden Schulen für die Prüfungsjahrgänge erst zum 23. April erfolgen soll und die weitere Öffnung für die vierten Klassen und die Qualifikationsjahrgänge dann ab dem 4. Mai vorgesehen ist.“ So bleibt Zeit zum Planen und Organisieren.

Regina-Dolores Stieler-Hinz - © Foto: Lehn
Regina-Dolores Stieler-Hinz - © Foto: Lehn

Doch noch längst scheint nicht alles ausreichend geklärt: Das Schulministerium müsse schnellstens drängende Fragen beantworten, sagt Stieler-Hinz auch. Wie viele Schüler dürfen maximal in einem Raum beschult werden? Wie sehen die Mindestanforderungen zu den neuen Hygienestandards in Schulen genau aus? Wer wird über die bisherigen Gruppen hinaus Anspruch auf eine Notbetreuung haben? „Diese Liste ließe sich umfangreich erweitern.“

Während die schrittweise Öffnung der Schulen recht konkret sei, lasse sich das mit Blick auf Kultureinrichtungen nicht sagen. „Wir wissen nur, dass es bei den jetzigen Beschlüssen bleibt: Theater, Museen, Kinos bleiben bis auf weiteres geschlossen.“

Auch Präsenzunterricht der Musikschulen und der VHS bleibt verboten. Sie sei froh, dass die Musikschule schnell damit begonnen habe, Unterricht digital anzubieten, so die Beigeordnete. „Wir werden uns in der Kulturlandschaft darauf einstellen müssen, dass eine Rückkehr in eine gewisse Normalität für eine recht lange Zeit nicht stattfinden wird. Eine Exit-Strategie wird frühestens Anfang Mai vorliegen.“

Drängende Fragen hier: Was bedeutet das für das Stadttheater und Mindener Museum? Wie lange hält die Kulturszene mit ihren Akteuren diesen Zustand aus? Und welche Unterstützung wird nötig sein, um die kulturelle Infrastruktur nicht dauerhaft zu schädigen?

Dazu, so Stieler-Hinz deutlich, bedürfe es landesseitiger Klärungen – ebenso wie zu der Frage, ab welcher Personenanzahl „Großveranstaltungen“ untersagt sein müssen.

Aus ihren Worten wird auch deutlich, dass sie hier auf schnelle Antworten drängt: „Ich will nicht verschweigen, dass die Herausforderung immer größer wird, je länger dieser ungewisse und gerade für viele Kulturschaffende prekäre Zustand andauert.“

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