Kommentar zur Verkehrsführung an der Friedrich-Wilhelm-Straße: Ran an den Knotenpunkt!

Sebastian Radermacher

Niemand steht gerne im Stau. Erst recht nicht, wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit ist und womöglich einen dringenden Termin einzuhalten hat. Die Situation auf der Friedrich-Wilhlem-Straße ist nervig, denn immer wieder bildet sich eine lange Blechlawine.

Dabei ist die Entscheidung, das Abbiegen zur Nordbrücke zu begrenzen, aus Sicht der Verantwortlichen im Rathaus verständlich. Schließlich gibt es eine neue Richtlinie, die Stadt möchte den Radverkehr attraktiver machen – und niemand will sich vorstellen, dass ein Auto beim Abbiegen dort einen Radfahrer über den Haufen gefahren hat.

Aber gibt es zum aktuellen Problem wirklich keine alternative Lösung? Doch, die gibt es. Und zwar sogar zwei. Zum einen sollte die Stadt die gesamte Kreuzung erneuern und die 40 Jahre alte Ampelanlage durch eine neue ersetzen. Dann ließe sich die Ampel auch bedarfsgerecht schalten, mit optimal abgestimmten Grünphasen und damit einer besseren und sichereren Lösung für Autofahrer, Radler und Fußgänger.

Weil der Umbau allerdings aufwendig und kurzfristig nicht umsetzbar ist – das zeigt die sich schon sehr lange hinziehende Neuplanung der vergleichbaren Kreuzung Ringstraße/Marienstraße – kommt jetzt akut die zweite Lösung ins Spiel: Wer kann, sollte die viel befahrene Kreuzung einfach umfahren und dafür einen Umweg in Kauf nehmen.

Das kostet weniger Nerven, am Ende kommen die Autofahrer wahrscheinlich sogar schneller ans Ziel – und die Anwohner in Leteln haben endlich wieder mehr Ruhe vor ihrer Haustür.

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Kommentar zur Verkehrsführung an der Friedrich-Wilhelm-Straße: Ran an den Knotenpunkt!Sebastian RadermacherNiemand steht gerne im Stau. Erst recht nicht, wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit ist und womöglich einen dringenden Termin einzuhalten hat. Die Situation auf der Friedrich-Wilhlem-Straße ist nervig, denn immer wieder bildet sich eine lange Blechlawine. Dabei ist die Entscheidung, das Abbiegen zur Nordbrücke zu begrenzen, aus Sicht der Verantwortlichen im Rathaus verständlich. Schließlich gibt es eine neue Richtlinie, die Stadt möchte den Radverkehr attraktiver machen – und niemand will sich vorstellen, dass ein Auto beim Abbiegen dort einen Radfahrer über den Haufen gefahren hat. Aber gibt es zum aktuellen Problem wirklich keine alternative Lösung? Doch, die gibt es. Und zwar sogar zwei. Zum einen sollte die Stadt die gesamte Kreuzung erneuern und die 40 Jahre alte Ampelanlage durch eine neue ersetzen. Dann ließe sich die Ampel auch bedarfsgerecht schalten, mit optimal abgestimmten Grünphasen und damit einer besseren und sichereren Lösung für Autofahrer, Radler und Fußgänger. Weil der Umbau allerdings aufwendig und kurzfristig nicht umsetzbar ist – das zeigt die sich schon sehr lange hinziehende Neuplanung der vergleichbaren Kreuzung Ringstraße/Marienstraße – kommt jetzt akut die zweite Lösung ins Spiel: Wer kann, sollte die viel befahrene Kreuzung einfach umfahren und dafür einen Umweg in Kauf nehmen. Das kostet weniger Nerven, am Ende kommen die Autofahrer wahrscheinlich sogar schneller ans Ziel – und die Anwohner in Leteln haben endlich wieder mehr Ruhe vor ihrer Haustür.