Minden.

Jetzt sind Eltern gefragt: Wie hoch ist der Bedarf für die "Neue Schule"?

Stefan Koch

Auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Realschule könnte die neue Schule entstehen. Foto: MT-Archiv/Conti - © Conti Nadine
Auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Realschule könnte die neue Schule entstehen. Foto: MT-Archiv/Conti (© Conti Nadine)

Minden. Dem geplanten Neubau einer Sekundarschule in Häverstädt unter dem Arbeitstitel „Neue Schule“ geht demnächst eine Elternbefragung voraus, um den Bedarf für die Einrichtung nachzuweisen. Wie Philipp Knappmeyer, Leiter des Mindener Schulbüros, im Ausschuss für Bildungsarbeit der Stadt Minden erklärte, werde spätestens zur Sitzung des Gremiums am 27. Oktober das Ergebnis der Erhebung vorliegen. Frühestens zum Schuljahr 2022/2023 kann an dem Standort der Unterricht beginnen, wie das MT bereits berichtete. Der soll auf dem Gelände der alten Käthe-Kollwitz-Realschule in Häverstädt sein. Da das Gebäude mit Asbest belastet ist, soll dort ein Neubau an gleicher Stelle erfolgen.

Bereits im vergangenen Jahr diskutierte der Bildungsausschuss die Gründung der sogenannten „neuen Schule“. Zur Debatte stand damals die Umwandlung der Käthe-Kollwitz-Realschule am Piwittskamp in Rodenbeck, da die Anmeldezahlen rückläufig sind und die Infrastruktur nicht ausreicht. Auch die Auflösung der Hauptschule in Todtenhausen spielt bei den Planungen eine Rolle, die sich kompliziert darstellen. Denn wenn dort der Betrieb im Schuljahr 2021/2022 ausläuft, stellt sich die Frage der weiteren Unterbringung von Sekundarschülern. Dies könnte vorübergehend in Rodenbeck der Fall sein, bis das neue Gebäude in Häverstädt steht.

Wie Knappmeyer in der vergangenen Sitzung des Bildungsausschusses berichtete, hat die Stadt den ehemaligen Realschulleiter Horst Selle aus Bielefeld als Entwicklungsplaner für das neue Projekt verpflichtet. Derzeit laufe die Arbeit an einem pädagogischen Konzept. Zudem habe es in der Steuerungsgruppe personelle Veränderungen gegeben. Die Planung des Neubaus in Häverstädt habe vor einem halben Jahr begonnen. Zu klären sei zudem, welches Kollegium dort einziehen werden. „Für die Beteiligten ist das mit einem hohen Planungsaufwand verbunden“, erklärte der Leiter des Schulbüros.

Auch die Befragung der Eltern von Schülern der dritten und vierten Klassen für eine Bedarfsanalyse sprach Knappmeyer an. Diese werde das gesamte Mindener Stadtgebiet einbeziehen und auch die Nachbarschaft berücksichtigen.

Bereits im November vergangenen Jahres wurde im Bildungsausschuss deutlich, dass die Planungen für die neue Sekundarschule unter Zeitdruck erfolgen. Schon für Mai/Juni dieses Jahres war die Elternbefragung vorgesehen. Weil bei einer früheren Erhebung kein das Vorhaben stützendes Ergebnis zustande kam, wollte das Schulbüro eine ausgiebige Informationskampagne starten.

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Minden.Jetzt sind Eltern gefragt: Wie hoch ist der Bedarf für die "Neue Schule"?Stefan KochMinden. Dem geplanten Neubau einer Sekundarschule in Häverstädt unter dem Arbeitstitel „Neue Schule“ geht demnächst eine Elternbefragung voraus, um den Bedarf für die Einrichtung nachzuweisen. Wie Philipp Knappmeyer, Leiter des Mindener Schulbüros, im Ausschuss für Bildungsarbeit der Stadt Minden erklärte, werde spätestens zur Sitzung des Gremiums am 27. Oktober das Ergebnis der Erhebung vorliegen. Frühestens zum Schuljahr 2022/2023 kann an dem Standort der Unterricht beginnen, wie das MT bereits berichtete. Der soll auf dem Gelände der alten Käthe-Kollwitz-Realschule in Häverstädt sein. Da das Gebäude mit Asbest belastet ist, soll dort ein Neubau an gleicher Stelle erfolgen. Bereits im vergangenen Jahr diskutierte der Bildungsausschuss die Gründung der sogenannten „neuen Schule“. Zur Debatte stand damals die Umwandlung der Käthe-Kollwitz-Realschule am Piwittskamp in Rodenbeck, da die Anmeldezahlen rückläufig sind und die Infrastruktur nicht ausreicht. Auch die Auflösung der Hauptschule in Todtenhausen spielt bei den Planungen eine Rolle, die sich kompliziert darstellen. Denn wenn dort der Betrieb im Schuljahr 2021/2022 ausläuft, stellt sich die Frage der weiteren Unterbringung von Sekundarschülern. Dies könnte vorübergehend in Rodenbeck der Fall sein, bis das neue Gebäude in Häverstädt steht. Wie Knappmeyer in der vergangenen Sitzung des Bildungsausschusses berichtete, hat die Stadt den ehemaligen Realschulleiter Horst Selle aus Bielefeld als Entwicklungsplaner für das neue Projekt verpflichtet. Derzeit laufe die Arbeit an einem pädagogischen Konzept. Zudem habe es in der Steuerungsgruppe personelle Veränderungen gegeben. Die Planung des Neubaus in Häverstädt habe vor einem halben Jahr begonnen. Zu klären sei zudem, welches Kollegium dort einziehen werden. „Für die Beteiligten ist das mit einem hohen Planungsaufwand verbunden“, erklärte der Leiter des Schulbüros. Auch die Befragung der Eltern von Schülern der dritten und vierten Klassen für eine Bedarfsanalyse sprach Knappmeyer an. Diese werde das gesamte Mindener Stadtgebiet einbeziehen und auch die Nachbarschaft berücksichtigen. Bereits im November vergangenen Jahres wurde im Bildungsausschuss deutlich, dass die Planungen für die neue Sekundarschule unter Zeitdruck erfolgen. Schon für Mai/Juni dieses Jahres war die Elternbefragung vorgesehen. Weil bei einer früheren Erhebung kein das Vorhaben stützendes Ergebnis zustande kam, wollte das Schulbüro eine ausgiebige Informationskampagne starten.