MT-Corona-Concerts: Cowhouse-Project Ursula Koch Minden. Seit gut einer Woche liegt das kulturelle Leben brach. Alle Konzerte, Theateraufführungen und Auftritte vor Publikum sind abgesagt. Das Publikum kann streamen, fernsehen oder lesen. Aber den Künstlern brechen nicht nur die Einnahmemöglichkeiten weg, sondern auch die Möglichkeit, mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten. Der Schriftsteller Andreas Mand, der für das Kulturforum alle zwei Jahre die Lange Nacht der Kultur organisiert, hatte sich mit der Idee an das MT gewandt, den Künstlern eine virtuelle Bühne zu bieten. Das macht die Redaktion gerne. Von heute an veröffentlichen wir an dieser Stelle die Videos, die Künstler uns zugesandt haben. Von der Stadt Minden wird die Aktion mit einem kleinen Förderbetrag unterstützt, der an die Künstler gehen wird. Die Gruppe Cowhouse Project ist streng genommen zugereist. Das Ehepaar Bettina und Matthias Wenthe lebt in Bückeburg. 2011 entdeckte Matthias Wenthe auf dem Dachboden seiner Eltern seine alte Konzertgitarre wieder und begann die alten Kenntnisse aufzufrischen und stellte nach gut 20 Jahren Partnerschaft fest, dass seine Frau sehr gut singen kann. Seitdem machen die beiden zusammen Musik. Zum ersten Auftritt bei einem Open-Mike-Abend musste er sie noch überreden. Doch danach war der Bann gebrochen. „Wir haben beide großen Spaß daran bekommen", erzählt Wenthe. Dann trafen sie auf einer Party in Hamburg Felicitas Kopka, eine alte Schulfreundin von Matthias Wenthe. Sie spielt ebenfalls Gitarre und singt und schreibt dazu auch eigene Songs. Die drei stellten fest, dass sie mit ihrer Musik auf einer Wellenlänge liegen.Aus diesem Kern entstand 2014 das „Cowhouse Project". Cowhouse, weil sie in einem ehemaligen Kuhstall in Meinsen proben, Project, weil das weniger nach festem Personal klingt, als Band, findet Matthias Wenthe. Und so spielten sie in unterschiedlichen Besetzungen vor allem in Minden. Sie waren bei der Langen Nacht der Kultur dabei, traten in der Simeoniskirche auf, bei der Songwriters Night im Bunker, bei Martini um 12 und bei der Tucholsky-Bühne sowohl im Fort A wie im TaC. Mit dem Percussionisten Dirk Flieger haben sie inzwischen aber doch eine recht feste Formation gefunden. 2016 haben sie mit „Summer Woods" ihre erste CD mit 13 eigenen Songs herausgebracht. Die stammen von Felicitas Kopka und von den Wenthes. Bei ihnen ist das Songwriting Teamwork. „Wir machen häufig abends Musik statt Fernsehen zu gucken", sagt Matthias Wenthe. Er spiele Akkordfolgen, die ihm in den Kopf kommen und manchmal sage seine Frau dann: „Dazu habe ich einen passenden Text". So entstehe manchmal innerhalb einer halben Stunde ein neues Lied – wie ihr Beitrag „In a mirror, darkly" zu den Corona-Concerts. Den haben Bettina und Matthias Wenthe vor wenigen Tagen, den Kontaktbeschränkungen folgend, allein in ihrem Wohnzimmer aufgenommen. Die Inspiration dazu war der Kinofilm „Das perfekte Geheimnis", während der Titel auf eine Folge aus „Star Trek" verweist, die in einem Paralleluniversum spielt. Musikalisch hat Cowhouse Project mit Country-Musik gar nichts zu tun, sondern ist tief in der Singer- und Songwriter Musik der 60er und 70er Jahre verwurzelt. So sind seit 2016 insgesamt 15 neue Songs entstanden, die „nur" noch ein Arrangement brauchen, damit sie auf CD gebannt werden können. Die soll möglichst in diesem Jahr fertig werden, wenn er genügend Zeit dafür findet, wünscht sich Matthias Wenthe, der seinen Lebensunterhalt mit Internetmarketing verdient. CDs sind dem 55-Jährigen lieber, als Streamings, und würden vom Publikum bei Konzerten tatsächlich gerne gekauft. Streaming verleite dazu, von Song zu Song zu springen, während sich die Musiker bei der Zusammenstellung einer CD ja durchaus etwas denken und hoffen, dass sich das dem Zuhörer auch vermittle. Den neuen Medien ist Wenthe selbstverständlich aufgeschlossen: „Wir stellen ab und zu mal ein Video auf Youtube, wenn wir finden, dass uns ein Song gelungen ist." Dieses Mal wählten sie die Corona-Concerts auf mt.de als Plattform, „weil das eine schöne Idee ist".

MT-Corona-Concerts: Cowhouse-Project

Minden. Seit gut einer Woche liegt das kulturelle Leben brach. Alle Konzerte, Theateraufführungen und Auftritte vor Publikum sind abgesagt. Das Publikum kann streamen, fernsehen oder lesen. Aber den Künstlern brechen nicht nur die Einnahmemöglichkeiten weg, sondern auch die Möglichkeit, mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten.

Der Schriftsteller Andreas Mand, der für das Kulturforum alle zwei Jahre die Lange Nacht der Kultur organisiert, hatte sich mit der Idee an das MT gewandt, den Künstlern eine virtuelle Bühne zu bieten. Das macht die Redaktion gerne. Von heute an veröffentlichen wir an dieser Stelle die Videos, die Künstler uns zugesandt haben. Von der Stadt Minden wird die Aktion mit einem kleinen Förderbetrag unterstützt, der an die Künstler gehen wird.

Die Gruppe Cowhouse Project ist streng genommen zugereist. Das Ehepaar Bettina und Matthias Wenthe lebt in Bückeburg. 2011 entdeckte Matthias Wenthe auf dem Dachboden seiner Eltern seine alte Konzertgitarre wieder und begann die alten Kenntnisse aufzufrischen und stellte nach gut 20 Jahren Partnerschaft fest, dass seine Frau sehr gut singen kann. Seitdem machen die beiden zusammen Musik. Zum ersten Auftritt bei einem Open-Mike-Abend musste er sie noch überreden. Doch danach war der Bann gebrochen. „Wir haben beide großen Spaß daran bekommen", erzählt Wenthe. Dann trafen sie auf einer Party in Hamburg Felicitas Kopka, eine alte Schulfreundin von Matthias Wenthe. Sie spielt ebenfalls Gitarre und singt und schreibt dazu auch eigene Songs. Die drei stellten fest, dass sie mit ihrer Musik auf einer Wellenlänge liegen.Aus diesem Kern entstand 2014 das „Cowhouse Project". Cowhouse, weil sie in einem ehemaligen Kuhstall in Meinsen proben, Project, weil das weniger nach festem Personal klingt, als Band, findet Matthias Wenthe. Und so spielten sie in unterschiedlichen Besetzungen vor allem in Minden. Sie waren bei der Langen Nacht der Kultur dabei, traten in der Simeoniskirche auf, bei der Songwriters Night im Bunker, bei Martini um 12 und bei der Tucholsky-Bühne sowohl im Fort A wie im TaC. Mit dem Percussionisten Dirk Flieger haben sie inzwischen aber doch eine recht feste Formation gefunden. 2016 haben sie mit „Summer Woods" ihre erste CD mit 13 eigenen Songs herausgebracht. Die stammen von Felicitas Kopka und von den Wenthes. Bei ihnen ist das Songwriting Teamwork. „Wir machen häufig abends Musik statt Fernsehen zu gucken", sagt Matthias Wenthe. Er spiele Akkordfolgen, die ihm in den Kopf kommen und manchmal sage seine Frau dann: „Dazu habe ich einen passenden Text". So entstehe manchmal innerhalb einer halben Stunde ein neues Lied – wie ihr Beitrag „In a mirror, darkly" zu den Corona-Concerts. Den haben Bettina und Matthias Wenthe vor wenigen Tagen, den Kontaktbeschränkungen folgend, allein in ihrem Wohnzimmer aufgenommen. Die Inspiration dazu war der Kinofilm „Das perfekte Geheimnis", während der Titel auf eine Folge aus „Star Trek" verweist, die in einem Paralleluniversum spielt.

Musikalisch hat Cowhouse Project mit Country-Musik gar nichts zu tun, sondern ist tief in der Singer- und Songwriter Musik der 60er und 70er Jahre verwurzelt. So sind seit 2016 insgesamt 15 neue Songs entstanden, die „nur" noch ein Arrangement brauchen, damit sie auf CD gebannt werden können. Die soll möglichst in diesem Jahr fertig werden, wenn er genügend Zeit dafür findet, wünscht sich Matthias Wenthe, der seinen Lebensunterhalt mit Internetmarketing verdient. CDs sind dem 55-Jährigen lieber, als Streamings, und würden vom Publikum bei Konzerten tatsächlich gerne gekauft. Streaming verleite dazu, von Song zu Song zu springen, während sich die Musiker bei der Zusammenstellung einer CD ja durchaus etwas denken und hoffen, dass sich das dem Zuhörer auch vermittle. Den neuen Medien ist Wenthe selbstverständlich aufgeschlossen: „Wir stellen ab und zu mal ein Video auf Youtube, wenn wir finden, dass uns ein Song gelungen ist." Dieses Mal wählten sie die Corona-Concerts auf mt.de als Plattform, „weil das eine schöne Idee ist".


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