Kommentar zu den neuesten Arbeitsmarktzahlen: Erwartete Welle

Jürgen Langenkämper

Schon jetzt ist für jeden mit nur etwas Verstand klar: Corona sprengt alle bekannten Dimensionen. Dass 2.000 Betriebe rund um Minden, Herford und Lübbecke aufgrund der plötzlich herein gebrochenen Krise und der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wirtschaftliche Einbußen erleiden oder zumindest erwarten, überrascht kaum. Das war die erwartete Welle. Gut, dass diese Betriebe zum Mittel der Kurzarbeit greifen und frühzeitig Unterstützungsbedarf erkennen und auch Hilfen beantragen, statt Mitarbeiter zu entlassen.

Wie viele Betriebe es nicht getan haben, werden wir spätestens am Ende des Monats wissen, wenn die nächste Monatsstatistik vorgelegt wird, auch diese dann wieder veraltet, weil mit Bezug auf einen Stichtag um Ostern herum.

Aber nicht auf jede statistische Spitzfindigkeit und selbst auch nicht eine angebliche Topaktualität kommt es in Zeiten wie diesen an. Die Handelnden und die Entscheider dürfen hinter den Zahlen nicht die menschlichen Belange der Betroffenen vergessen. Bislang geben sie sich große Mühe.

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Kommentar zu den neuesten Arbeitsmarktzahlen: Erwartete WelleJürgen LangenkämperSchon jetzt ist für jeden mit nur etwas Verstand klar: Corona sprengt alle bekannten Dimensionen. Dass 2.000 Betriebe rund um Minden, Herford und Lübbecke aufgrund der plötzlich herein gebrochenen Krise und der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wirtschaftliche Einbußen erleiden oder zumindest erwarten, überrascht kaum. Das war die erwartete Welle. Gut, dass diese Betriebe zum Mittel der Kurzarbeit greifen und frühzeitig Unterstützungsbedarf erkennen und auch Hilfen beantragen, statt Mitarbeiter zu entlassen. Wie viele Betriebe es nicht getan haben, werden wir spätestens am Ende des Monats wissen, wenn die nächste Monatsstatistik vorgelegt wird, auch diese dann wieder veraltet, weil mit Bezug auf einen Stichtag um Ostern herum. Aber nicht auf jede statistische Spitzfindigkeit und selbst auch nicht eine angebliche Topaktualität kommt es in Zeiten wie diesen an. Die Handelnden und die Entscheider dürfen hinter den Zahlen nicht die menschlichen Belange der Betroffenen vergessen. Bislang geben sie sich große Mühe.