Kommentar zum Thema selbstgenähte Schutzmasken: Maske auf

Jan Henning Rogge

In vielen asiatischen Ländern gehört ein Mund- und Nasenschutz auch außerhalb der Corona-Pandemie zum Alltag. Bei uns ernten Träger irritierte Blicke – warum eigentlich? Auch wenn ein Mangel an medizinisch wirksamen Masken besteht und klar ist, dass die selbstgenähten Versionen kaum Schutz bieten, können sie doch hilfreich sein – alleine schon wegen der Signalwirkung.

Wer eine solche Maske trägt, macht damit sichtbar, dass wir uns eben nicht in einer normalen Situation befinden. Sie ist ein Signal und eine optische Erinnerung dafür, dass wir auf Abstand bleiben müssen. Und wer jemals eine Maske getragen hat, weiß auch, dass man sich so weniger im Gesicht berührt und damit einen häufigen Infektionsweg zumindest einschränkt.

Und vielleicht dienen die Stoff-Versionen auch dazu, die Gesellschaft daran zu gewöhnen, dass sie auch hierzulande zum gewohnten Bild werden – wenn hoffentlich wirksame Masken wieder für alle zur Verfügung stehen.

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Kommentar zum Thema selbstgenähte Schutzmasken: Maske aufJan Henning RoggeIn vielen asiatischen Ländern gehört ein Mund- und Nasenschutz auch außerhalb der Corona-Pandemie zum Alltag. Bei uns ernten Träger irritierte Blicke – warum eigentlich? Auch wenn ein Mangel an medizinisch wirksamen Masken besteht und klar ist, dass die selbstgenähten Versionen kaum Schutz bieten, können sie doch hilfreich sein – alleine schon wegen der Signalwirkung. Wer eine solche Maske trägt, macht damit sichtbar, dass wir uns eben nicht in einer normalen Situation befinden. Sie ist ein Signal und eine optische Erinnerung dafür, dass wir auf Abstand bleiben müssen. Und wer jemals eine Maske getragen hat, weiß auch, dass man sich so weniger im Gesicht berührt und damit einen häufigen Infektionsweg zumindest einschränkt. Und vielleicht dienen die Stoff-Versionen auch dazu, die Gesellschaft daran zu gewöhnen, dass sie auch hierzulande zum gewohnten Bild werden – wenn hoffentlich wirksame Masken wieder für alle zur Verfügung stehen.