Lange Schlangen und Einlassstopps vor Baumärkten: So sah es am Samstag in Minden aus

Patrick Schwemling und Thomas Lieske

Lange Schlange vor dem Obi-Markt in Minden: Wer dort am Samstag einkaufen wollte, musste eine Menge Geduld mitbringen. MT- - © Foto: Thomas Lieske
Lange Schlange vor dem Obi-Markt in Minden: Wer dort am Samstag einkaufen wollte, musste eine Menge Geduld mitbringen. MT- (© Foto: Thomas Lieske)

Minden. Herrliches Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein - doch wirklich viel machen kann und darf man zu Zeiten der Corona-Krise nicht. Eisessen, shoppen und noch viele weitere Aktivitäten fallen flach. Ganz im Gegensatz zur Haus- und Gartenarbeit. Und die scheint sich an diesem Wochenende großer Beliebtheit erfreut zu haben. An den Baumärkten in Minden und Umgebung bildeten sich nach Beobachtungen mehrerer MT-Leser längere Schlangen: Einlassstopp für den Baumarkt.

Bei einer Stippvisite am Obi-Markt an der Kuckuckstraße in Minden bestätigte sich dieses Bild. Mindestens 15 bis 20 Kunden mussten auf dem Parkplatz warten, bevor sie das Geschäft betreten konnten. Ein Sicherheitsdienst kontrollierte mit Hilfe einer Strichliste, wie viele Kunden sich im Markt befanden, da sich nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig in dem Markt aufhalten dürfen.

Auch auf dem Parkplatz des Obi-Marktes in Porta gab es dasselbe Bild. Lange Schlangen, Sicherheitsabstand und Einlassstopp. - © Foto: Marlon Roth/pr
Auch auf dem Parkplatz des Obi-Marktes in Porta gab es dasselbe Bild. Lange Schlangen, Sicherheitsabstand und Einlassstopp. (© Foto: Marlon Roth/pr)

Ein Blick in den Markt offenbarte auch, dass es dort zu langen Schlangen kam. Grund dafür sind die strikten Auflagen des Landes Nordrhein-Westfalen. So heißt es in der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 (CoronaSchVO): "Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen." Daran schienen sich die Verantwortlichen also strikt gehalten zu haben, wenngleich ein MT-Leser besorgt anfragte:"Warum haben Mindener Baumärkte offen? Ausnahmezustand bei Toom und anderen Baumärkten in Minden und Porta."

Dies ist auch in der sogenannten CoronaSchVO geregelt - und zwar unter Punkt 7.3. Dort steht: "Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal)." Da dies augenscheinlich von allen Baumärkten der Region eingehalten wird, bleibt es dabei: Die Baumärkte sind die letzte Bastion der Hobby-Handwerker.

Ein weiterer Grund für den Ansturm in Minden dürfte die Nähe zu Niedersachsen sein. Denn dort dürfen in der Tat nur gewerbliche Kunden in Baumärkten einkaufen. Ein komplettes Verbot gibt es bisher nur in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

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Lange Schlangen und Einlassstopps vor Baumärkten: So sah es am Samstag in Minden ausThomas Lieske,Patrick SchwemlingMinden. Herrliches Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein - doch wirklich viel machen kann und darf man zu Zeiten der Corona-Krise nicht. Eisessen, shoppen und noch viele weitere Aktivitäten fallen flach. Ganz im Gegensatz zur Haus- und Gartenarbeit. Und die scheint sich an diesem Wochenende großer Beliebtheit erfreut zu haben. An den Baumärkten in Minden und Umgebung bildeten sich nach Beobachtungen mehrerer MT-Leser längere Schlangen: Einlassstopp für den Baumarkt. Bei einer Stippvisite am Obi-Markt an der Kuckuckstraße in Minden bestätigte sich dieses Bild. Mindestens 15 bis 20 Kunden mussten auf dem Parkplatz warten, bevor sie das Geschäft betreten konnten. Ein Sicherheitsdienst kontrollierte mit Hilfe einer Strichliste, wie viele Kunden sich im Markt befanden, da sich nicht mehr als 100 Personen gleichzeitig in dem Markt aufhalten dürfen. Ein Blick in den Markt offenbarte auch, dass es dort zu langen Schlangen kam. Grund dafür sind die strikten Auflagen des Landes Nordrhein-Westfalen. So heißt es in der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 (CoronaSchVO): "Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen." Daran schienen sich die Verantwortlichen also strikt gehalten zu haben, wenngleich ein MT-Leser besorgt anfragte:"Warum haben Mindener Baumärkte offen? Ausnahmezustand bei Toom und anderen Baumärkten in Minden und Porta." Dies ist auch in der sogenannten CoronaSchVO geregelt - und zwar unter Punkt 7.3. Dort steht: "Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind (insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal)." Da dies augenscheinlich von allen Baumärkten der Region eingehalten wird, bleibt es dabei: Die Baumärkte sind die letzte Bastion der Hobby-Handwerker. Ein weiterer Grund für den Ansturm in Minden dürfte die Nähe zu Niedersachsen sein. Denn dort dürfen in der Tat nur gewerbliche Kunden in Baumärkten einkaufen. Ein komplettes Verbot gibt es bisher nur in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.