Minden/Petershagen

Internetausbau wegen Corona-Pandemie kreisweit auf Eis gelegt

Sebastian Radermacher

Der Bau des neuen Glasfasernetzes war in den vergangen sechs Monaten gut vorangeschritten - jetzt wird er wegen des Corona-Virus vorerst gestoppt. - © Foto: Internexio
Der Bau des neuen Glasfasernetzes war in den vergangen sechs Monaten gut vorangeschritten - jetzt wird er wegen des Corona-Virus vorerst gestoppt. (© Foto: Internexio)

Minden/Petershagen. Die Firma Internexio hat den Bau ihres neuen Glasfasernetzes im Kreis Minden-Lübbecke wegen der Corona-Pandemie vorerst gestoppt. Das bestätigt Paul Gummert, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg, am Donnerstag auf MT-Anfrage. Zuletzt hatte er sich noch sehr zufrieden über den Fortschritt des Internetausbaus geäußert, der vor einem halben Jahr in Stemwede begonnen hatte.

Gummert hatte mit geringeren Einschränkungen durch Corona gerechnet – doch dann änderte sich die Lage drastisch und die Landesregierung verhängte eine Kontaktsperre. Den Tiefbauarbeitern von Internexio sei es seitdem praktisch verwehrt, Hausanschlüsse zu bauen oder firmen- beziehungsweise teamübergreifende Arbeiten auszuführen, erklärt der Geschäftsführer. „Den Bau neuer Trassen können wir mit den bestehenden Arbeitsbeschränkungen praktisch nicht beginnen.“ Dies betreffe auch den für diese Tage fest eingeplanten Baubeginn in Petershagen, bedauert Gummert.

Derzeit würden nur noch einige Monteure in Zweiergruppen Arbeiten ohne weitere Kundenkontakte ausführen. Sie könnten aber nur noch Restarbeiten an bereits gebauten Strecken erledigen und die Arbeitsstellen aufräumen. Durch diesen „Frühjahrsputz“ könnten die neuen Glasfasertrassen im Westkreis endgültig abgeschlossen werden.

Gummert betont, dass Vorsicht und Augenmaß im persönlichen Kontakt unerlässlich für ein schnelles Vorüberziehen dieser Ausnahmesituation sei. „Wir stehen als Bauherr in der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Auftragnehmern.“ Er hoffe, dass Internexio zügig wieder in der vollen Mannstärke weitermachen könne. Positiv: „Eine Verzögerung im Gesamtprojekt wird sich nicht einstellen, da die Planungs- und Genehmigungsarbeiten weiterlaufen."

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Minden/PetershagenInternetausbau wegen Corona-Pandemie kreisweit auf Eis gelegtSebastian RadermacherMinden/Petershagen. Die Firma Internexio hat den Bau ihres neuen Glasfasernetzes im Kreis Minden-Lübbecke wegen der Corona-Pandemie vorerst gestoppt. Das bestätigt Paul Gummert, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe mit Sitz in Hamburg, am Donnerstag auf MT-Anfrage. Zuletzt hatte er sich noch sehr zufrieden über den Fortschritt des Internetausbaus geäußert, der vor einem halben Jahr in Stemwede begonnen hatte. Gummert hatte mit geringeren Einschränkungen durch Corona gerechnet – doch dann änderte sich die Lage drastisch und die Landesregierung verhängte eine Kontaktsperre. Den Tiefbauarbeitern von Internexio sei es seitdem praktisch verwehrt, Hausanschlüsse zu bauen oder firmen- beziehungsweise teamübergreifende Arbeiten auszuführen, erklärt der Geschäftsführer. „Den Bau neuer Trassen können wir mit den bestehenden Arbeitsbeschränkungen praktisch nicht beginnen.“ Dies betreffe auch den für diese Tage fest eingeplanten Baubeginn in Petershagen, bedauert Gummert. Derzeit würden nur noch einige Monteure in Zweiergruppen Arbeiten ohne weitere Kundenkontakte ausführen. Sie könnten aber nur noch Restarbeiten an bereits gebauten Strecken erledigen und die Arbeitsstellen aufräumen. Durch diesen „Frühjahrsputz“ könnten die neuen Glasfasertrassen im Westkreis endgültig abgeschlossen werden. Gummert betont, dass Vorsicht und Augenmaß im persönlichen Kontakt unerlässlich für ein schnelles Vorüberziehen dieser Ausnahmesituation sei. „Wir stehen als Bauherr in der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Auftragnehmern.“ Er hoffe, dass Internexio zügig wieder in der vollen Mannstärke weitermachen könne. Positiv: „Eine Verzögerung im Gesamtprojekt wird sich nicht einstellen, da die Planungs- und Genehmigungsarbeiten weiterlaufen."