Kinderärztlicher Notdienst zieht in neue Räume Minden (lies). Dass der kinderärztliche Notdienst der Kassenärzte vorübergehend nicht mehr in der Mindener Klinik angesiedelt ist, stimmt. „Trotzdem gibt es es ihn weiterhin“, betont Henry Boss. Er ist Beauftragter für den kinderärztlichen Notdienst. Der Notdienst sei nicht aufgelöst. Dieser Eindruck verbreite sich aber derzeit unter Eltern. „Wir sind lediglich aus Infektionsgründen aus den Klinikräumen und nach dem Wochenende auch aus den vorgelagerten Containern herausgenommen worden“, erklärt Boss im MT-Gespräch. Die Ansage, den kinderärztlichen Notdienste der niedergelassenen Ärzte ab sofort dezentral zu organisieren, halten die Kinderärzte laut Boss aber nicht für zumutbar. „Dann wären die Notdienste von Stemwede bis nach Porta Westfalica verstreut.“ Deshalb hat sich der Notdienst neu organisiert. Vermutlich ab Anfang kommender Woche wird er zentral in den leer gewordenen Räumen der Gemeinschaftspraxis Fischer/Tissen in Dankersen, Exerzierplatz 5, stattfinden. „Dort sind durch den Ruhestand von Frau Dr. Fischer Räume freigeworden, die die Kassenärztliche Vereinigung dafür angemietet hat“, so Boss. Dieser Notdienst könne mittwochs und freitags von 15 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr in Anspruch genommen werden. Der Notdienst im Eltern-Kind-Zentrum in der Mindener Klinik sei erst nach 20 Uhr zuständig, „vorher müssen sich Eltern an die niedergelassenen Ärzte wenden“. Grundsätzlich würden die niedergelassenen Kinderärzte Kinder mit grippalen Infekten weiterhin in der Praxis behandeln. „Sollte es Verdachtsgründe für eine Corona-Infektion geben, müssen Eltern unbedingt telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen, um abzuklären, wie weiter verfahren wird. Nicht jeder Infekt bei Kindern wird jetzt im neuen Versorgungszentrum an der Klinik behandelt“, stellt Boss heraus. Und noch ein Gerücht, das derzeit unter Eltern die Runde mache, wolle er entkräften: „Viele haben Angst, dass ihre Kinder nach dem Wegfall von Frau Dr. Fischer nicht mehr behandelt werden. Das ist Quatsch“, sagt Boss. Jeder niedergelassene Kinderarzt behandele akute Fälle, „das kann aber heißen, dass wir die Patienten nicht dauerhaft in unserer Praxis aufnehmen können“. Dazu fehlten vielen Ärzten die Kapazitäten.

Kinderärztlicher Notdienst zieht in neue Räume

Der kinderärztliche Notdienst der Kassenärzte zieht in neue Räume in Dankersen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa © A3542 Karl-Josef Hildenbrand

Minden (lies). Dass der kinderärztliche Notdienst der Kassenärzte vorübergehend nicht mehr in der Mindener Klinik angesiedelt ist, stimmt. „Trotzdem gibt es es ihn weiterhin“, betont Henry Boss. Er ist Beauftragter für den kinderärztlichen Notdienst. Der Notdienst sei nicht aufgelöst. Dieser Eindruck verbreite sich aber derzeit unter Eltern.

„Wir sind lediglich aus Infektionsgründen aus den Klinikräumen und nach dem Wochenende auch aus den vorgelagerten Containern herausgenommen worden“, erklärt Boss im MT-Gespräch. Die Ansage, den kinderärztlichen Notdienste der niedergelassenen Ärzte ab sofort dezentral zu organisieren, halten die Kinderärzte laut Boss aber nicht für zumutbar. „Dann wären die Notdienste von Stemwede bis nach Porta Westfalica verstreut.“ Deshalb hat sich der Notdienst neu organisiert. Vermutlich ab Anfang kommender Woche wird er zentral in den leer gewordenen Räumen der Gemeinschaftspraxis Fischer/Tissen in Dankersen, Exerzierplatz 5, stattfinden. „Dort sind durch den Ruhestand von Frau Dr. Fischer Räume freigeworden, die die Kassenärztliche Vereinigung dafür angemietet hat“, so Boss.

Dieser Notdienst könne mittwochs und freitags von 15 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr in Anspruch genommen werden. Der Notdienst im Eltern-Kind-Zentrum in der Mindener Klinik sei erst nach 20 Uhr zuständig, „vorher müssen sich Eltern an die niedergelassenen Ärzte wenden“.

Grundsätzlich würden die niedergelassenen Kinderärzte Kinder mit grippalen Infekten weiterhin in der Praxis behandeln. „Sollte es Verdachtsgründe für eine Corona-Infektion geben, müssen Eltern unbedingt telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen, um abzuklären, wie weiter verfahren wird. Nicht jeder Infekt bei Kindern wird jetzt im neuen Versorgungszentrum an der Klinik behandelt“, stellt Boss heraus. Und noch ein Gerücht, das derzeit unter Eltern die Runde mache, wolle er entkräften: „Viele haben Angst, dass ihre Kinder nach dem Wegfall von Frau Dr. Fischer nicht mehr behandelt werden. Das ist Quatsch“, sagt Boss. Jeder niedergelassene Kinderarzt behandele akute Fälle, „das kann aber heißen, dass wir die Patienten nicht dauerhaft in unserer Praxis aufnehmen können“. Dazu fehlten vielen Ärzten die Kapazitäten.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden