Digitale Manta-Witze: Ein Student erstellt Memes über Minden Vasco Stemmer Minden. Wer seine Zeit nicht in einem digitalen Vakuum verbringt oder ein Dasein als Online-Abstinenzler fristet, ist in den letzten Jahren vermutlich schon über das ein oder andere Meme gestolpert. Ein Student aus Petershagen sorgt nun dafür, dass das Internetphänomen auch Minden erreicht. Memes basieren meist auf Bildern aus Politik, Fernsehen oder Popkultur. Um einen kurzen Text erweitert werden sie zu digitalen Insiderwitzen und verbreiten sich online. "Bei Memes geht es oft um Klischees. Mantawitze sind eigentlich gesprochene Memes", schafft der 21-jährige Liner einen analogen Vergleich. Der Student heißt eigentlich anders, seinen echten Namen will er aber nicht an dieser Stelle lesen. Beim Erstellen von Memes sind den Themen nur wenig Grenzen gesetzt. Das scheint auf der anderen Seite aber auch zum Überschreiten von Grenzen einzuladen. So geistern auch unzählige Beleidigungen in Meme-Form durch das Internet. Nicht nur deshalb befinden sich Memes oft in einer rechtlichen Grauzone, denn viele der Originalbilder unterliegen dem Urheberrecht, wie Liner berichtet. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Hey @mindener_tageblatt und danke für den Follow! Der hier ist für euch! #minden #ostwestfalen #mindenlübbecke #meme #memes #mindenmemes #mindenermemes #memeoftheday #mindenerland #owl #ostwestfalenlippe #funny #deutschland #nrw #mt #mindenertageblatt #zeitung #newspaper #lokalzeitung #lokalmemes #lokalememes #vlotho #petershagen #petershagenweser #badoeynhausen Ein Beitrag geteilt von Mindener Memes (@mindener_memes) am Feb 22, 2020 um 4:50 PST Auf seiner Instagram Seite mindener_memes, nimmt der Student das Mindener Stadtgeschehen auf die Schippe. Von den Rivalitäten verschiedener Schulen, über die Fahrkünste der Menschen aus dem Nachbarkreis bis zum wortkargen Wesen der Ostwestfalen oder der am Abend vermeintlich ausgestorbene Innenstadt. Er will humorvoll transportieren, was das Leben in Minden ausmacht. „All das sind Dinge, mit denen die Mindener in Kontakt kommen", erklärt Liner. Politisch zu sein ist nicht sein Anspruch und auch wenn es um ernstere Themen geht, sei es ihm wichtig, positiv zu bleiben. Was den Humor seiner Werke angeht, hat er klare Grenzen abgesteckt: „Es ist dabei wie bei der Satire: Sie darf nach oben und zur Seite treten, aber niemals nach unten." Der Student hat schon mehrere Meme-Seiten betrieben. Darin sich auf lokaler Ebene auszutoben sieht er aber einen entscheidenden Vorteil: „Der größte Teil wurde ganz einfach noch nicht gemacht." Überregionale Themen seien im Gegensatz dazu oft Felder, die schon vielfach beackert wurden. Dass es das noch sehr junge Projekt "mindener_memes", in etwa drei Wochen bereits auf über 500 Follower gebracht hat, ist ein Indiz dafür, das Liner damit einen Nerv bei den Mindenern trifft. Das bestätigt ihm auch die Interaktion mit seinen Followern, durch die er neben dem Feedback auch einen besseren Eindruck davon bekommt, was die Menschen in der Stadt umtreibt. Er selber muss sich für die Memes intensiver mit der Stadt Minden auseinandersetzten. „Die Recherche ist wichtiger Teil der Meme-Arbeit", erklärt der 21-Jährige. Obwohl er schon an verschiedenen Orten in Minden gelebt hat, gibt es auch für ihn immer wieder Neues zu entdecken. Deshalb verfolgt er die Onlineaktivitäten von Vereinen, Behörden und Zeitungen und lässt die Erkenntnisse in seine Memes einfließen. Seine Follower hat er in einer Umfrage nach ihren Herzensthemen gefragt und etwa 80 Antworten bekommen. „Minden braucht wieder eine Straßenbahn", war dabei eine der überraschenderen Reaktionen. Aber auch Dauerbrenner wie die Obermarktpassage bewegen die Instagram-User. Etwa eine Stunde Zeit am Tag bringt Liner für seine Instagram-Seite auf. Dafür nutzt er die Zeit, die er in Bus und Bahn verbringt. Die meisten Memes entstehen auf seinem Smartphone. „Aufwendigere Sachen bereite ich aber am PC vor", erklärt er. Auch die Taktung seiner Postings ist durchdacht. Zwischen zu wenig und zuviel Aktivität sei es bei Instagram ein schmaler Grat. „Ich muss aufpassen, das ich die Leute nicht nerve und trotzdem eine Regelmäßigkeit drin haben", erklärt Liner. Momentan bekommen die Follower etwa ein neues Minden-Meme am Tag zu sehen.

Digitale Manta-Witze: Ein Student erstellt Memes über Minden

Minden. Wer seine Zeit nicht in einem digitalen Vakuum verbringt oder ein Dasein als Online-Abstinenzler fristet, ist in den letzten Jahren vermutlich schon über das ein oder andere Meme gestolpert. Ein Student aus Petershagen sorgt nun dafür, dass das Internetphänomen auch Minden erreicht.

Mit diesen sogenannten "Memes" trifft der 21-jährige Student aus Petershagen den Nerv der Internetgemeinde. Screenshots: MT
Mit diesen sogenannten "Memes" trifft der 21-jährige Student aus Petershagen den Nerv der Internetgemeinde. Screenshots: MT

Memes basieren meist auf Bildern aus Politik, Fernsehen oder Popkultur. Um einen kurzen Text erweitert werden sie zu digitalen Insiderwitzen und verbreiten sich online. "Bei Memes geht es oft um Klischees. Mantawitze sind eigentlich gesprochene Memes", schafft der 21-jährige Liner einen analogen Vergleich. Der Student heißt eigentlich anders, seinen echten Namen will er aber nicht an dieser Stelle lesen. Beim Erstellen von Memes sind den Themen nur wenig Grenzen gesetzt. Das scheint auf der anderen Seite aber auch zum Überschreiten von Grenzen einzuladen. So geistern auch unzählige Beleidigungen in Meme-Form durch das Internet. Nicht nur deshalb befinden sich Memes oft in einer rechtlichen Grauzone, denn viele der Originalbilder unterliegen dem Urheberrecht, wie Liner berichtet.


Auf seiner Instagram Seite mindener_memes, nimmt der Student das Mindener Stadtgeschehen auf die Schippe. Von den Rivalitäten verschiedener Schulen, über die Fahrkünste der Menschen aus dem Nachbarkreis bis zum wortkargen Wesen der Ostwestfalen oder der am Abend vermeintlich ausgestorbene Innenstadt. Er will humorvoll transportieren, was das Leben in Minden ausmacht. „All das sind Dinge, mit denen die Mindener in Kontakt kommen", erklärt Liner.

Politisch zu sein ist nicht sein Anspruch und auch wenn es um ernstere Themen geht, sei es ihm wichtig, positiv zu bleiben. Was den Humor seiner Werke angeht, hat er klare Grenzen abgesteckt: „Es ist dabei wie bei der Satire: Sie darf nach oben und zur Seite treten, aber niemals nach unten."

Der Student hat schon mehrere Meme-Seiten betrieben. Darin sich auf lokaler Ebene auszutoben sieht er aber einen entscheidenden Vorteil: „Der größte Teil wurde ganz einfach noch nicht gemacht." Überregionale Themen seien im Gegensatz dazu oft Felder, die schon vielfach beackert wurden.

Dass es das noch sehr junge Projekt "mindener_memes", in etwa drei Wochen bereits auf über 500 Follower gebracht hat, ist ein Indiz dafür, das Liner damit einen Nerv bei den Mindenern trifft. Das bestätigt ihm auch die Interaktion mit seinen Followern, durch die er neben dem Feedback auch einen besseren Eindruck davon bekommt, was die Menschen in der Stadt umtreibt. Er selber muss sich für die Memes intensiver mit der Stadt Minden auseinandersetzten. „Die Recherche ist wichtiger Teil der Meme-Arbeit", erklärt der 21-Jährige. Obwohl er schon an verschiedenen Orten in Minden gelebt hat, gibt es auch für ihn immer wieder Neues zu entdecken. Deshalb verfolgt er die Onlineaktivitäten von Vereinen, Behörden und Zeitungen und lässt die Erkenntnisse in seine Memes einfließen. Seine Follower hat er in einer Umfrage nach ihren Herzensthemen gefragt und etwa 80 Antworten bekommen. „Minden braucht wieder eine Straßenbahn", war dabei eine der überraschenderen Reaktionen. Aber auch Dauerbrenner wie die Obermarktpassage bewegen die Instagram-User.

Etwa eine Stunde Zeit am Tag bringt Liner für seine Instagram-Seite auf. Dafür nutzt er die Zeit, die er in Bus und Bahn verbringt. Die meisten Memes entstehen auf seinem Smartphone. „Aufwendigere Sachen bereite ich aber am PC vor", erklärt er. Auch die Taktung seiner Postings ist durchdacht. Zwischen zu wenig und zuviel Aktivität sei es bei Instagram ein schmaler Grat. „Ich muss aufpassen, das ich die Leute nicht nerve und trotzdem eine Regelmäßigkeit drin haben", erklärt Liner. Momentan bekommen die Follower etwa ein neues Minden-Meme am Tag zu sehen.

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