Minden

Kammermusikfreunde widmen ihre Saison Beethoven

Ursula Koch

Minden. Seit Jahren widmen die Kammermusikfreunde Minden ihre Konzertreihe einem bestimmten Komponisten. Runde Geburtstage oder Todestage bieten dafür reichlich Anlass. Im vergangenen Jahr war es der 200. Geburtstag von Clara Schumann, mit dem der Verein Komponistinnen und Solistinnen in den Blickpunkt rückte. 2020 liegt Beethoven zu seinem 250. Geburtstag geradezu auf der Hand. „Wie alle machen wir ein Beethoven-Jahr“, bekräftigt die Vereinsvorsitzende Wiebke Buth. Folgerichtig ist die Reihe der Mindener Mittwochs Konzerte (MiMiKo), die am 1. März mit einem „großen Auftakt“ startet, mit „Roll over Beethoven“ überschrieben.

Pressemotiv von Sven Knoch (grafik-und-refaktion.de) nach dem Gem
Pressemotiv von Sven Knoch (grafik-und-refaktion.de) nach dem Gem

Das startet am Sonntag, 1. März, mit einem ganzen Tag Programm: Zum Einstieg widmet sich in der Matinee um 11 Uhr im LWL-Preußenmsueum der bekannte Kabarettist, Musiker und Autor Konrad Beikircher dem Menschen Ludwig van Beethoven. „Dat dat dat darf!“ ist das Programm des Wahl-Bonners aus Südtirol überschrieben, der auch im WDR im Januar den Auftakt in das Jubiläumsjahr gestaltete. Anschließend bietet das Lindgart-Hotel Rheinische Spezialitäten un um 16 Uhr geht es weiter im Beethoven-Tag mit dem „Ensemble 4.1“ in ungewöhnlicher Besetzung. Jörg Schneider (Oboe), Alexander Glücksmann (Klarinette), Freitz Pahlmann (Horn), Christoph Knitt (Fagott) und Thomas Hoppe (Klavier) spielen Beethovens „Quintett Es-Dur op. 16“, dazu den „Jerusalem Mix“ des zeitgenössischen Komponisten Avner Dorman und das Quintett B-Dur von Walter Gieseking. „Er hat in Lahde gelebt, ist als Pianist in Erinnerung, hat aber auch komponiert“, begründet Buth die Wahl dieses Werkes.

Am 25. März ist Andreas Martin Hofmeir mit seiner Tuba zu Gast. Nachdem er das Publikum schon zwei Mal mit seinen kabarettistischen Lesungen erheitert hat, ist der Professor des Salzburger Mozarteums und Echo-Klassik-Preisträger dieses Mal, begleitet von Almut Preuß-Niemeyer (Klavier) als virtuoser Solist zu erleben. Neben Beethovens „Honsonate F-Dur op. 17“ stehen Werke von Georg Philipp Telemann, Jacques Cast´rède, Jürg Duda, Richard Strauss, Eugen Bozza und Francois Borne auf dem Programm, das um 20 Uhr im Preußenmuseum erklingt.

Im Festsaal von Schloss Bückeburg, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein, spielt am 3. Mai, um 17 Uhr, das international erfolgreiche Mandelring-Quartett Werke von Mozart, Beethoven und Ernst von Dohnanyi. In der zweiten Jahreshälfte verlassen die Kammermusikfreunde dann das LWL-Preußenmuseum, weil dort die neue Dauerausstellung eingerichtet werden soll. Mit der Aula des Herder-Gymnasiums haben sie aber einen „akustisch gut geeigneten“ Auftrittsort gefunden, wie Buth berichtet. Dort wird sich am 16. September Volkhard Steude (Violine), Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, begleitet von Almut Preuß-Niemeyer (Klavier) Ohrwürmern, Gassenhauern und Evergreens widmen. Ein Crossover-Projekt steht am 2. Oktober mit dem Marcus-Schinkel-Jazztrio im Jazz Club Minden auf dem Programm. „Heute wäre Beethoven möglicherweise ein Jazzer“, erläutert Buth mit dem Hinweis darauf, dass der Komponist bei seinen Konzerten häufig improvisiert habe. Den Abschluss des Beethoven-Jahres gestaltet der Pianist Michael Korstick am 18. November, in der Aula des Herder-Gymnasiums. Korstick gilt als einer der herausragenden Beethoven-Interpreten. Neben den beiden letzten Sonaten Beethovens spielt er die einzige Sonate des Beethoven-Bewunderers Franz Liszt.

Ergänzt wird die Konzertreihe noch um die MiMiKo-Musiktage vom 3. bis zum 7. Juni: Am 3. Juni tritt der isralische Violinist Hagai Shaham im Preußenmuseum auf. Der Syrer Ahema Ahmad, der bekannt wurde, weil er in zerstörten Ortens als Protest gegen die Folgen des Krieges Klavier spielte, tritt am 4. Juni im Ratsgymnasium auf. Er wurde 2015 in Bonn mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnet. Um erfüllte und unerfüllte Liebe geht es am 5. Juni im Preußenmuseum in der musikalischen Lesung mit Julia Stemberger und Alfredo Perl (Klavier). Am 6. Juni stellen sich i junge Musiktalente aus der Region vor. Mit dem Arte Ensemble ist auch das Finale der Musiktage am 7. Juni prominent besetzt.

Die Hefte mit der Programmübersicht liegen bei Express-Ticketservice und bei der Minden Marketing aus, Karten sind im Vorverkauf bei Express-Ticketservice erhältlich.

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MindenKammermusikfreunde widmen ihre Saison BeethovenUrsula KochMinden. Seit Jahren widmen die Kammermusikfreunde Minden ihre Konzertreihe einem bestimmten Komponisten. Runde Geburtstage oder Todestage bieten dafür reichlich Anlass. Im vergangenen Jahr war es der 200. Geburtstag von Clara Schumann, mit dem der Verein Komponistinnen und Solistinnen in den Blickpunkt rückte. 2020 liegt Beethoven zu seinem 250. Geburtstag geradezu auf der Hand. „Wie alle machen wir ein Beethoven-Jahr“, bekräftigt die Vereinsvorsitzende Wiebke Buth. Folgerichtig ist die Reihe der Mindener Mittwochs Konzerte (MiMiKo), die am 1. März mit einem „großen Auftakt“ startet, mit „Roll over Beethoven“ überschrieben. Das startet am Sonntag, 1. März, mit einem ganzen Tag Programm: Zum Einstieg widmet sich in der Matinee um 11 Uhr im LWL-Preußenmsueum der bekannte Kabarettist, Musiker und Autor Konrad Beikircher dem Menschen Ludwig van Beethoven. „Dat dat dat darf!“ ist das Programm des Wahl-Bonners aus Südtirol überschrieben, der auch im WDR im Januar den Auftakt in das Jubiläumsjahr gestaltete. Anschließend bietet das Lindgart-Hotel Rheinische Spezialitäten un um 16 Uhr geht es weiter im Beethoven-Tag mit dem „Ensemble 4.1“ in ungewöhnlicher Besetzung. Jörg Schneider (Oboe), Alexander Glücksmann (Klarinette), Freitz Pahlmann (Horn), Christoph Knitt (Fagott) und Thomas Hoppe (Klavier) spielen Beethovens „Quintett Es-Dur op. 16“, dazu den „Jerusalem Mix“ des zeitgenössischen Komponisten Avner Dorman und das Quintett B-Dur von Walter Gieseking. „Er hat in Lahde gelebt, ist als Pianist in Erinnerung, hat aber auch komponiert“, begründet Buth die Wahl dieses Werkes. Am 25. März ist Andreas Martin Hofmeir mit seiner Tuba zu Gast. Nachdem er das Publikum schon zwei Mal mit seinen kabarettistischen Lesungen erheitert hat, ist der Professor des Salzburger Mozarteums und Echo-Klassik-Preisträger dieses Mal, begleitet von Almut Preuß-Niemeyer (Klavier) als virtuoser Solist zu erleben. Neben Beethovens „Honsonate F-Dur op. 17“ stehen Werke von Georg Philipp Telemann, Jacques Cast´rède, Jürg Duda, Richard Strauss, Eugen Bozza und Francois Borne auf dem Programm, das um 20 Uhr im Preußenmuseum erklingt. Im Festsaal von Schloss Bückeburg, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein, spielt am 3. Mai, um 17 Uhr, das international erfolgreiche Mandelring-Quartett Werke von Mozart, Beethoven und Ernst von Dohnanyi. In der zweiten Jahreshälfte verlassen die Kammermusikfreunde dann das LWL-Preußenmuseum, weil dort die neue Dauerausstellung eingerichtet werden soll. Mit der Aula des Herder-Gymnasiums haben sie aber einen „akustisch gut geeigneten“ Auftrittsort gefunden, wie Buth berichtet. Dort wird sich am 16. September Volkhard Steude (Violine), Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, begleitet von Almut Preuß-Niemeyer (Klavier) Ohrwürmern, Gassenhauern und Evergreens widmen. Ein Crossover-Projekt steht am 2. Oktober mit dem Marcus-Schinkel-Jazztrio im Jazz Club Minden auf dem Programm. „Heute wäre Beethoven möglicherweise ein Jazzer“, erläutert Buth mit dem Hinweis darauf, dass der Komponist bei seinen Konzerten häufig improvisiert habe. Den Abschluss des Beethoven-Jahres gestaltet der Pianist Michael Korstick am 18. November, in der Aula des Herder-Gymnasiums. Korstick gilt als einer der herausragenden Beethoven-Interpreten. Neben den beiden letzten Sonaten Beethovens spielt er die einzige Sonate des Beethoven-Bewunderers Franz Liszt. Ergänzt wird die Konzertreihe noch um die MiMiKo-Musiktage vom 3. bis zum 7. Juni: Am 3. Juni tritt der isralische Violinist Hagai Shaham im Preußenmuseum auf. Der Syrer Ahema Ahmad, der bekannt wurde, weil er in zerstörten Ortens als Protest gegen die Folgen des Krieges Klavier spielte, tritt am 4. Juni im Ratsgymnasium auf. Er wurde 2015 in Bonn mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte ausgezeichnet. Um erfüllte und unerfüllte Liebe geht es am 5. Juni im Preußenmuseum in der musikalischen Lesung mit Julia Stemberger und Alfredo Perl (Klavier). Am 6. Juni stellen sich i junge Musiktalente aus der Region vor. Mit dem Arte Ensemble ist auch das Finale der Musiktage am 7. Juni prominent besetzt. Die Hefte mit der Programmübersicht liegen bei Express-Ticketservice und bei der Minden Marketing aus, Karten sind im Vorverkauf bei Express-Ticketservice erhältlich.