Minden.

Bye, bye Blackbirds: Stimmungsvolles Abschiedskonzert setzt Punkt hinter lange Bandgeschichte

Rolf Graff

Mit ungebrochener Energie und Begeisterung spielen Sänger Manfred Schmidt und The Blackbirds bei ihrem Abschiedskonzert die Hits von gestern. - © Foto: Graff
Mit ungebrochener Energie und Begeisterung spielen Sänger Manfred Schmidt und The Blackbirds bei ihrem Abschiedskonzert die Hits von gestern. (© Foto: Graff)

Minden. Vor 58 Jahren wurden die Band The Blackbirds gegründet. 35 Jahre davon bespielten sie die verschiedenen Bühnen, nicht nur den heimischen. Während die großen Stars nach einer solch langen Zeit viele Fans haben, sind dies bei den Blackbirds Freunde. So erwies sich das Abschiedskonzert der lokalen Rocker auch eher als Familienfeier, inklusive Schnittchen und ein wenig Chaos. Viele der Gäste wurden persönlich begrüßt und es wurde schnell eng – zu eng für alle die hinein wollten.

Auf der Bühne wurden dann weitere Besucher empfangen, Musiker, die einst mehrere Jahre mit der Band unterwegs waren. Jens Lüpke machte den Anfang und hatte natürlich sein Keyboard dabei. Bei den meisten Titeln spielte er so sicher, als hätte er noch gestern mit seinen ehemaligen Bandkollegen geprobt. Bei anderen Songs, die im Laufe der Zeit ein neues Arrangement erhalten hatten, musste er schon genau aufpassen, was ihm aber auch bestens gelang. Für weitere Stücke nahm dann Rainer Walter den Platz hinter dem Schlagzeug ein. Auch er zeigte keine Schwächen und konnte gut mithalten.

Sänger Manfred Schmidt ist dass einzige verbliebene Mitglied aus der Originalbesetzung, zumindest auf der Bühne. Denn davor findet sich, sooft es geht, auch immer wieder Gründungsmitglied und Rhythmusgitarrist Rainer Buschmann ein. Inzwischen ist er weit über die Grenzen des Mühlenkreises auch als Gitarrenbauer bekannt. Leider ist er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, längere Zeit zu spielen. Er ließ es sich aber nicht nehmen, bei einigen Liedern zu seinem Instrument zu greifen und konnte so mit der Musik abschließen, die, wie er selber sagte, 58 Jahre lang sein Leben mit bestimmt hat. Am Ende des Abends konnte er nicht verbergen, dass er sich das ein oder andere Tränchen verdrücken musste.

Den Abschluss gestaltete dann die aktuelle Besetzung der Band, die so ja auch schon seit 2015 besteht. Gespielt wurden Hits aus der Zeit des Rock ‘n‘ Roll und der Beatmusik. Bereits seit 1997 ist der Gitarrist Volker Wardeski dabei. Sein kraftvolles Spiel prägte den Sound der Blackbirds, der mit ihm deutlich härter wurde. Aber auch Schlagzeuger Conny Töws verliert trotz vieler Nuancen nie den Faden und macht reichlich Druck. Bassist Manfred Heinze, selbst nur wenig Jahre jünger als der Sänger, ist mit seinem sicheren Spiel so etwas wie der Ruhepol der Gruppe. Die Drei werden auch weiter gemeinsam Musik machen und stellten auch kurz ihre neue Sängerin vor.

Unter dem neuen Namen Blackberry Way werden sie mit einem neuen Programm im Sommer bei „Martini um 12“ erstmals auftreten. Manfred Schmidt zeigte bei seinem letzten Konzert noch einmal seine Stärken und sang wie gewohnt text- und intonationssicher in allen Lagen. Mit dem Refrain „bye, bye, bye“ aus „Johnny B. Good“ endete das Konzert nach anhaltendem Applaus.

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Minden.Bye, bye Blackbirds: Stimmungsvolles Abschiedskonzert setzt Punkt hinter lange BandgeschichteRolf GraffMinden. Vor 58 Jahren wurden die Band The Blackbirds gegründet. 35 Jahre davon bespielten sie die verschiedenen Bühnen, nicht nur den heimischen. Während die großen Stars nach einer solch langen Zeit viele Fans haben, sind dies bei den Blackbirds Freunde. So erwies sich das Abschiedskonzert der lokalen Rocker auch eher als Familienfeier, inklusive Schnittchen und ein wenig Chaos. Viele der Gäste wurden persönlich begrüßt und es wurde schnell eng – zu eng für alle die hinein wollten. Auf der Bühne wurden dann weitere Besucher empfangen, Musiker, die einst mehrere Jahre mit der Band unterwegs waren. Jens Lüpke machte den Anfang und hatte natürlich sein Keyboard dabei. Bei den meisten Titeln spielte er so sicher, als hätte er noch gestern mit seinen ehemaligen Bandkollegen geprobt. Bei anderen Songs, die im Laufe der Zeit ein neues Arrangement erhalten hatten, musste er schon genau aufpassen, was ihm aber auch bestens gelang. Für weitere Stücke nahm dann Rainer Walter den Platz hinter dem Schlagzeug ein. Auch er zeigte keine Schwächen und konnte gut mithalten. Sänger Manfred Schmidt ist dass einzige verbliebene Mitglied aus der Originalbesetzung, zumindest auf der Bühne. Denn davor findet sich, sooft es geht, auch immer wieder Gründungsmitglied und Rhythmusgitarrist Rainer Buschmann ein. Inzwischen ist er weit über die Grenzen des Mühlenkreises auch als Gitarrenbauer bekannt. Leider ist er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage, längere Zeit zu spielen. Er ließ es sich aber nicht nehmen, bei einigen Liedern zu seinem Instrument zu greifen und konnte so mit der Musik abschließen, die, wie er selber sagte, 58 Jahre lang sein Leben mit bestimmt hat. Am Ende des Abends konnte er nicht verbergen, dass er sich das ein oder andere Tränchen verdrücken musste. Den Abschluss gestaltete dann die aktuelle Besetzung der Band, die so ja auch schon seit 2015 besteht. Gespielt wurden Hits aus der Zeit des Rock ‘n‘ Roll und der Beatmusik. Bereits seit 1997 ist der Gitarrist Volker Wardeski dabei. Sein kraftvolles Spiel prägte den Sound der Blackbirds, der mit ihm deutlich härter wurde. Aber auch Schlagzeuger Conny Töws verliert trotz vieler Nuancen nie den Faden und macht reichlich Druck. Bassist Manfred Heinze, selbst nur wenig Jahre jünger als der Sänger, ist mit seinem sicheren Spiel so etwas wie der Ruhepol der Gruppe. Die Drei werden auch weiter gemeinsam Musik machen und stellten auch kurz ihre neue Sängerin vor. Unter dem neuen Namen Blackberry Way werden sie mit einem neuen Programm im Sommer bei „Martini um 12“ erstmals auftreten. Manfred Schmidt zeigte bei seinem letzten Konzert noch einmal seine Stärken und sang wie gewohnt text- und intonationssicher in allen Lagen. Mit dem Refrain „bye, bye, bye“ aus „Johnny B. Good“ endete das Konzert nach anhaltendem Applaus.