Minden

Röthemeier plant neuen Edeka-Supermarkt in Dützen

Sebastian Radermacher

So könnte der neue Edeka-Markt an der Lübbecker Straße in Dützen aussehen. Entwurf: Ingenieurbüro Schöne - © Privat
So könnte der neue Edeka-Markt an der Lübbecker Straße in Dützen aussehen. Entwurf: Ingenieurbüro Schöne (© Privat)

Minden. Gute Nachrichten für die Lebensmittelnahversorgung im Mindener Stadtteil Dützen: Die Firma Röthemeier will am derzeitigen Standort an der Lübbecker Straße einen neuen Edeka-Supermarkt errichten. Planer Olaf Schramme gab den Politikern im Mindener Bauausschuss am Mittwochabend einen ersten Überblick über das Vorhaben.

Konkret sieht die Planung vor, den bisherigen Markt (etwa 1.600 Quadratmeter), das angrenzende Getränkegeschäft (750) und auch den leerstehenden Gebäudeteil (750), in dem früher der Aldi untergebracht war, abzureißen und die Fläche komplett neu zu entwickeln, erklärte Schramme. „Der Markt in Dützen ist unser ältestes Objekt und einfach in die Jahre gekommen“, sagte Röthemeier-Geschäftsführer Manuel Sasse auf MT-Anfrage. Er gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Dützen ab: „Wir wollen langfristig dort bleiben.“ Mit Blick auf die nächsten 25 bis 30 Jahre sei es letztendlich die wirtschaftlichste Variante, die bisherigen Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, erklärte Sasse.

In dem Neubau werden in Zukunft der Vollsortimenter und der Getränkemarkt zusammengefasst – die Verkaufsfläche beträgt etwa 2.750 Quadratmeter. Auch eine Bäckerei mit Aufenthaltsqualität ist in den Planungen berücksichtigt. Außerdem plant Röthemeier, in Zukunft einen oder zwei zusätzliche Frequenzbringer (auf insgesamt etwa 800 Quadratmetern) am Standort Dützen zu integrieren. Wie Sasse bestätigte, sei zum Beispiel die Ansiedlung eines Drogeriemarktes oder eines kleinen Textilgeschäftes eine Überlegung. „Es ist aber noch überhaupt nichts entschieden, unsere Planung steht erst ganz am Anfang.“

Die Erschließung soll unverändert über die Lübbecker Straße und die dort vorhandenen Zufahrten erfolgen. Wie Schramme mitteilte, sei aber geplant, eine weitere Anbindung im östlichen Bereich zum Häverstädter Weg zu schaffen, wo vor allem der Lieferverkehr vom Grundstück abfließen könne. Von der Straße Kurze Breede im Süden soll außerdem ein Fußweg zum Grundstück errichtet werden, um die dortigen Wohnsiedlungen besser anzubinden.

Wie Diplom-Ingenieur Steffen Schöne im Bauausschuss betonte, sollen Kunden während der Bauarbeiten so lange wie möglich im bisherigen Edeka-Markt einkaufen können. Zunächst soll der ehemalige Aldi-Markt abgerissen und dort dann der neue Edeka-Vollsortimenter errichtet werden. Erst dann sei der Abriss des bisherigen Marktes geplant, wo dann in Zukunft ein weiterer Frequenzbringer untergebracht werden könnte. Auch Manuel Sasse legt großen Wert darauf, dass die Schließung nur sehr kurz ausfallen wird. Bei einem Projekt im Kalletal hätten Kunden zehn Tage nicht einkaufen können, in Kutenhausen seien es 16 gewesen – länger soll auch in Dützen kein Leerlauf sein.

Wann der neue Markt eröffnen kann, hängt vom Verlauf des Bebauungsplanverfahrens ab, das in der Regel etwa ein Jahr dauert. „Schön wäre, wenn wir im Sommer 2021 loslegen und zu Weihnachten dann den neuen Markt eröffnen könnten“, sagt Sasse. Das sei aber nur ein ganz grober Zeitplan. Denn die Erfahrung zeige, dass sich bei großen Bauvorhaben alles schnell verschieben könne.

Ein weiteres wichtiges Signal für den Standort an der Lübbecker Straße, das auch die Politik wohlwollend zur Kenntnis nahm: Röthemeier setzt dieses Projekt unabhängig von den Plänen für den Bau der B65n um, die sich seit Jahren hinziehen und womöglich Auswirkungen auf den Verkehr auf der Lübbecker Straße haben könnten. Das spiele laut Sasse aber keine Rolle: „Wir sind ein Vor-Ort-Versorger und bleiben in Dützen.“ Das freut Ortsvorsteher Klaus-Dieter Krug sehr: „Für die Bürger ist das wie ein Weihnachtsgeschenk.“ Krug gibt zu: „Die Angst war groß, dass Röthemeier wegen der B65n den Standort Dützen womöglich irgendwann aufgeben könnte.“ Dass der Markt nun langfristig bleibt, sei toll. „Und es ist nicht selbstverständlich.“

Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 201 oder Sebastian.Radermacher@MT.de

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MindenRöthemeier plant neuen Edeka-Supermarkt in DützenSebastian RadermacherMinden. Gute Nachrichten für die Lebensmittelnahversorgung im Mindener Stadtteil Dützen: Die Firma Röthemeier will am derzeitigen Standort an der Lübbecker Straße einen neuen Edeka-Supermarkt errichten. Planer Olaf Schramme gab den Politikern im Mindener Bauausschuss am Mittwochabend einen ersten Überblick über das Vorhaben. Konkret sieht die Planung vor, den bisherigen Markt (etwa 1.600 Quadratmeter), das angrenzende Getränkegeschäft (750) und auch den leerstehenden Gebäudeteil (750), in dem früher der Aldi untergebracht war, abzureißen und die Fläche komplett neu zu entwickeln, erklärte Schramme. „Der Markt in Dützen ist unser ältestes Objekt und einfach in die Jahre gekommen“, sagte Röthemeier-Geschäftsführer Manuel Sasse auf MT-Anfrage. Er gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Dützen ab: „Wir wollen langfristig dort bleiben.“ Mit Blick auf die nächsten 25 bis 30 Jahre sei es letztendlich die wirtschaftlichste Variante, die bisherigen Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, erklärte Sasse. In dem Neubau werden in Zukunft der Vollsortimenter und der Getränkemarkt zusammengefasst – die Verkaufsfläche beträgt etwa 2.750 Quadratmeter. Auch eine Bäckerei mit Aufenthaltsqualität ist in den Planungen berücksichtigt. Außerdem plant Röthemeier, in Zukunft einen oder zwei zusätzliche Frequenzbringer (auf insgesamt etwa 800 Quadratmetern) am Standort Dützen zu integrieren. Wie Sasse bestätigte, sei zum Beispiel die Ansiedlung eines Drogeriemarktes oder eines kleinen Textilgeschäftes eine Überlegung. „Es ist aber noch überhaupt nichts entschieden, unsere Planung steht erst ganz am Anfang.“ Die Erschließung soll unverändert über die Lübbecker Straße und die dort vorhandenen Zufahrten erfolgen. Wie Schramme mitteilte, sei aber geplant, eine weitere Anbindung im östlichen Bereich zum Häverstädter Weg zu schaffen, wo vor allem der Lieferverkehr vom Grundstück abfließen könne. Von der Straße Kurze Breede im Süden soll außerdem ein Fußweg zum Grundstück errichtet werden, um die dortigen Wohnsiedlungen besser anzubinden. Wie Diplom-Ingenieur Steffen Schöne im Bauausschuss betonte, sollen Kunden während der Bauarbeiten so lange wie möglich im bisherigen Edeka-Markt einkaufen können. Zunächst soll der ehemalige Aldi-Markt abgerissen und dort dann der neue Edeka-Vollsortimenter errichtet werden. Erst dann sei der Abriss des bisherigen Marktes geplant, wo dann in Zukunft ein weiterer Frequenzbringer untergebracht werden könnte. Auch Manuel Sasse legt großen Wert darauf, dass die Schließung nur sehr kurz ausfallen wird. Bei einem Projekt im Kalletal hätten Kunden zehn Tage nicht einkaufen können, in Kutenhausen seien es 16 gewesen – länger soll auch in Dützen kein Leerlauf sein. Wann der neue Markt eröffnen kann, hängt vom Verlauf des Bebauungsplanverfahrens ab, das in der Regel etwa ein Jahr dauert. „Schön wäre, wenn wir im Sommer 2021 loslegen und zu Weihnachten dann den neuen Markt eröffnen könnten“, sagt Sasse. Das sei aber nur ein ganz grober Zeitplan. Denn die Erfahrung zeige, dass sich bei großen Bauvorhaben alles schnell verschieben könne. Ein weiteres wichtiges Signal für den Standort an der Lübbecker Straße, das auch die Politik wohlwollend zur Kenntnis nahm: Röthemeier setzt dieses Projekt unabhängig von den Plänen für den Bau der B65n um, die sich seit Jahren hinziehen und womöglich Auswirkungen auf den Verkehr auf der Lübbecker Straße haben könnten. Das spiele laut Sasse aber keine Rolle: „Wir sind ein Vor-Ort-Versorger und bleiben in Dützen.“ Das freut Ortsvorsteher Klaus-Dieter Krug sehr: „Für die Bürger ist das wie ein Weihnachtsgeschenk.“ Krug gibt zu: „Die Angst war groß, dass Röthemeier wegen der B65n den Standort Dützen womöglich irgendwann aufgeben könnte.“ Dass der Markt nun langfristig bleibt, sei toll. „Und es ist nicht selbstverständlich.“ Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 201 oder Sebastian.Radermacher@MT.de