Minden

Nutzer der Kreisschwimmhalle protestieren mit Offenem Brief gegen Abrisspläne

Henning Wandel

Ein großer Kreis von Vereinen und Verbänden kämpft um den Erhalt der Kreisschwimmhalle. MT-Foto: Alex Lehn - © Lehn Alexander
Ein großer Kreis von Vereinen und Verbänden kämpft um den Erhalt der Kreisschwimmhalle. MT-Foto: Alex Lehn (© Lehn Alexander)

Minden. Gegen den geplanten Abriss der Kreisschwimmhalle hat sich eine breite Protestbewegung formiert. In einem Offenen Brief fordern Vertreter von Vereinen und Verbänden, die Entscheidung zurückzunehmen und das Bad uneingeschränkt weiterzubetreiben.

Unterzeichnet wurde der Brief vom Kreissportbund (KSB), der Sportjugend und dem Sportbildungswerk im KSB, dem Ring der Wassersportvereine, dem Stadtsportverband, der Behindertensportgemeinschaft, dem Betriebssport-Kreisverband, der DJK Dom, der DLRG, dem Kneipp-Verein, der Kanusportgemeinschaft, dem Porta-Tauch-Club und dem SV 1860. Sie alle zählen zu den Nutzern der Kreisschwimmhalle und vertreten Zehntausende Mitglieder. Der Brief ist in diesen Tagen an die Spitzen der Kreisverwaltung, die Mitglieder des Kreistages sowie an politische Parteien und die Bewerber um den Landratsposten verschickt worden.

Die Unterzeichner befürworten den Bau einer Multifunktionsarena. Es sei jedoch „völlig inakzeptabel, dass dieser Beschluss zulasten des allgemeinen Sports getroffen wurde und unter anderem auf Basis des Abrisses einer absolut intakten Kreisschwimmhalle mit dem Hauptargument der Einsparung von Betriebskosten" zustande gekommen sei.

Nach der Schließung des Rehmer Hallenbades erfülle die Kreisschwimmhalle als einzige im Kreis die Voraussetzungen für das Schwimmenlernen mit Kindergruppen, heißt es in dem Brief. Sie sei zudem wichtig für Bildung, Gesundheit sowie für die Jugend-, Familien- und Sportförderung.

Die Entscheidung zum Abriss werten die Vereine als „hochgradige Missachtung unseres jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements". Sie sei „eine Demotivation, unsere gemeinnützige Tätigkeit für die Bürgerinnen und Bürger fortzuführen".

Zudem werden die Adressaten nachdrücklich aufgefordert, sich „nicht hinter eine vermeintliche, in ferner Zukunft liegende, Erweiterung am Melittabad zurückzuziehen und damit ausschließlich die Bürgergesellschaft der Stadt Minden für den Wegfall einer kreisweit bedeutsamen und einzigartigen Kreisschwimmhalle in die Pflicht zu nehmen."

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MindenNutzer der Kreisschwimmhalle protestieren mit Offenem Brief gegen AbrisspläneHenning WandelMinden. Gegen den geplanten Abriss der Kreisschwimmhalle hat sich eine breite Protestbewegung formiert. In einem Offenen Brief fordern Vertreter von Vereinen und Verbänden, die Entscheidung zurückzunehmen und das Bad uneingeschränkt weiterzubetreiben. Unterzeichnet wurde der Brief vom Kreissportbund (KSB), der Sportjugend und dem Sportbildungswerk im KSB, dem Ring der Wassersportvereine, dem Stadtsportverband, der Behindertensportgemeinschaft, dem Betriebssport-Kreisverband, der DJK Dom, der DLRG, dem Kneipp-Verein, der Kanusportgemeinschaft, dem Porta-Tauch-Club und dem SV 1860. Sie alle zählen zu den Nutzern der Kreisschwimmhalle und vertreten Zehntausende Mitglieder. Der Brief ist in diesen Tagen an die Spitzen der Kreisverwaltung, die Mitglieder des Kreistages sowie an politische Parteien und die Bewerber um den Landratsposten verschickt worden. Die Unterzeichner befürworten den Bau einer Multifunktionsarena. Es sei jedoch „völlig inakzeptabel, dass dieser Beschluss zulasten des allgemeinen Sports getroffen wurde und unter anderem auf Basis des Abrisses einer absolut intakten Kreisschwimmhalle mit dem Hauptargument der Einsparung von Betriebskosten" zustande gekommen sei. Nach der Schließung des Rehmer Hallenbades erfülle die Kreisschwimmhalle als einzige im Kreis die Voraussetzungen für das Schwimmenlernen mit Kindergruppen, heißt es in dem Brief. Sie sei zudem wichtig für Bildung, Gesundheit sowie für die Jugend-, Familien- und Sportförderung. Die Entscheidung zum Abriss werten die Vereine als „hochgradige Missachtung unseres jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements". Sie sei „eine Demotivation, unsere gemeinnützige Tätigkeit für die Bürgerinnen und Bürger fortzuführen". Zudem werden die Adressaten nachdrücklich aufgefordert, sich „nicht hinter eine vermeintliche, in ferner Zukunft liegende, Erweiterung am Melittabad zurückzuziehen und damit ausschließlich die Bürgergesellschaft der Stadt Minden für den Wegfall einer kreisweit bedeutsamen und einzigartigen Kreisschwimmhalle in die Pflicht zu nehmen."