Minden

Jugend musiziert: Mit Fingerübungen zum Ziel

Claudia Hyna und Ursula Koch

Die Geschwister Jonas (13), Dna Antonella (10) und Sinje (12) Neufeld aus Porta Westfalica traten alle in der Kategorie Klavier solo an. Sie werden von Olga Kasakova unterrichtet. - © Foto: pr
Die Geschwister Jonas (13), Dna Antonella (10) und Sinje (12) Neufeld aus Porta Westfalica traten alle in der Kategorie Klavier solo an. Sie werden von Olga Kasakova unterrichtet. (© Foto: pr)

Minden. Knapp 190 Musikschüler traten in diesem Jahr beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ für den Bezirk Detmold Nord (nördlicher Regierungsbezirk) in Bielefeld an. 16 junge Talente aus Minden, Porta Westfalica und Petershagen kehrten überwiegend mit ersten und zweiten Plätzen zurück. Sie stellen sich am Samstag, 15. Februar, um 16 Uhr beim Preisträgerkonzert in der Aula des Ratsgymnasiums mit ihrem Können vor.

Einen ersten Preis erhielt zum Beispiel das Querflöten-Trio mit Pauline Heise (9), Jette Ristock (10) und Hannah Schneider (12). Sie werden von Katharina Ehlenbröker-Tönnies an der Musikschule Porta unterrichtet und spielen erst seit einem Dreivierteljahr zusammen. Paulina und Jette spielen außerdem Klavier. Sie gingen mit Kompositionen von Joseph Haydn, Viktor Fortin und Friedgund Göttsche-Niessner in den Wettbewerb., „Sie haben eine Super-Performance hingelegt, für die Weiterleitung zum Landeswettbewerb fehlte aber noch ein bisschen Konzentration“, lobt ihre Lehrerin.

An der Musikschule Porta Westfalica werden auch die Mindenerin Cinzia Lourdes Hardt (9) und die Bückeburgerin Annika Kroeck (15) im Fach Klavier von Almut Preuß-Niemeyer unterrichtet. Cinzia Lourdes Hardt erspielte sich mit Schumann Tschaikowsky und Friedrich Kuhnau einen 2. Preis. Kroeck trat im Regionalwettbewerb in Niedersachsen an und erreichte einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb.

Einen ersten Preis im Fach Klavier solo erspielte sich auch der Mindener Timon Leander Becker (10), der zusammen mit seiner Zwillingsschwester Anthea Christin (2. Preis) von Almut Preuß-Niemeyer an der Musikschule Becker unterrichtet wird. „Für Timon war der Landeswettbewerb das erklärte Ziel, erzählt sein Vater Waldemar Becker. Das Niveau sei allerdings sehr hoch gewesen, die Zwillinge gehörten zu den Jüngsten in ihrer Altersklasse. „Nächstes Jahr treten sie als Klavier-Duett an“, kündigt der Vater einen neuen Anlauf auf den Landeswettbewerb an.

Einen ersten Preis erhielt auch der Mindener Fiete Moennig (14), der an der Musikschule Minden seit fünf Jahren von Vilmante Barahona unterrichtet wird. Er habe zum ersten Mal als Solist teilgenommen, berichtet seine Lehrerin. Sie und ihr Schüler seien mit dem Erreichten „sehr zufrieden“.

Zweite Preise erhielten die Geschwister Dana Antonella (10), und Jonas (13) Neufeld aus Porta Westfalica, ihre Schwester Sinje (12) erhielt einen dritten Preis. Sie haben seit drei Jahren bei Olga Kasakova in Bückeburg Unterricht, ebenso wie Ben Samuel Dück (3. Preis) ebenfalls aus Porta Westfalica. Alle drei sind bereits wettbewerbserfahren. „Alle haben tolle Fortschritte gemacht“, lobt Kasakova. Sie habe ihre Schüler allerdings nicht nach Bielefeld begleiten können, weil sie zeitgleich zwei Schaumburger Schülerinnen zum Regionalwettbewerb in Niedersachsen begleitete. Sorie-Alexandra und Anne-Christina Preotefoiu schafften dort allerdings die Weiterleitung zum Landeswettbewerb.

Vier Schüler der Musikschule Petershagen platzierten sich in der Sparte Drumset Pop. Dabei sicherte sich Julius-Montgomery Klar (11) einen ersten Preis, Conchi Dransfeld (11) und Rouven Stahlhut (15) holten einen zweiten Platz und Lotta Brukmeier(14) landete auf Platz drei.

Julius-Montgomery Klar, Schüler des Gymnasiums Petershagen, spielt seit zwei Jahren und beteiligte sich erstmals bei Jugend musiziert. Als Musiklehrer Mario Scholz zwei Wochen vor dem Wettbewerb feststellte, dass es noch „Handlungsbedarf“ gab, übte er so ausdauernd, dass er am Ende eine Blase am Finger hatte. Beim Auftritt war diese nicht hinderlich. Mit den Titeln „Rutschpartie“, „Solo I“ von Rick Latham und „Play that funky music“ überzeugte er die Preisrichter. Der Musiklehrer hofft, dass künftig wieder mehr Schüler Erfolge einheimsen. Denn: „Der Leistungsabfall im Zuge von G 8 war eklatant.“

Julius-Montgomery Klar, Conchi Dransfeld, Lotta Brukmeier und Rouven Stahlhut (von links) waren am Schlagzeug erfolgreich. MT- - © Foto: Claudia Hyna

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MindenJugend musiziert: Mit Fingerübungen zum ZielClaudia Hyna,Ursula KochMinden. Knapp 190 Musikschüler traten in diesem Jahr beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ für den Bezirk Detmold Nord (nördlicher Regierungsbezirk) in Bielefeld an. 16 junge Talente aus Minden, Porta Westfalica und Petershagen kehrten überwiegend mit ersten und zweiten Plätzen zurück. Sie stellen sich am Samstag, 15. Februar, um 16 Uhr beim Preisträgerkonzert in der Aula des Ratsgymnasiums mit ihrem Können vor. Einen ersten Preis erhielt zum Beispiel das Querflöten-Trio mit Pauline Heise (9), Jette Ristock (10) und Hannah Schneider (12). Sie werden von Katharina Ehlenbröker-Tönnies an der Musikschule Porta unterrichtet und spielen erst seit einem Dreivierteljahr zusammen. Paulina und Jette spielen außerdem Klavier. Sie gingen mit Kompositionen von Joseph Haydn, Viktor Fortin und Friedgund Göttsche-Niessner in den Wettbewerb., „Sie haben eine Super-Performance hingelegt, für die Weiterleitung zum Landeswettbewerb fehlte aber noch ein bisschen Konzentration“, lobt ihre Lehrerin. An der Musikschule Porta Westfalica werden auch die Mindenerin Cinzia Lourdes Hardt (9) und die Bückeburgerin Annika Kroeck (15) im Fach Klavier von Almut Preuß-Niemeyer unterrichtet. Cinzia Lourdes Hardt erspielte sich mit Schumann Tschaikowsky und Friedrich Kuhnau einen 2. Preis. Kroeck trat im Regionalwettbewerb in Niedersachsen an und erreichte einen ersten Preis mit Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Einen ersten Preis im Fach Klavier solo erspielte sich auch der Mindener Timon Leander Becker (10), der zusammen mit seiner Zwillingsschwester Anthea Christin (2. Preis) von Almut Preuß-Niemeyer an der Musikschule Becker unterrichtet wird. „Für Timon war der Landeswettbewerb das erklärte Ziel, erzählt sein Vater Waldemar Becker. Das Niveau sei allerdings sehr hoch gewesen, die Zwillinge gehörten zu den Jüngsten in ihrer Altersklasse. „Nächstes Jahr treten sie als Klavier-Duett an“, kündigt der Vater einen neuen Anlauf auf den Landeswettbewerb an. Einen ersten Preis erhielt auch der Mindener Fiete Moennig (14), der an der Musikschule Minden seit fünf Jahren von Vilmante Barahona unterrichtet wird. Er habe zum ersten Mal als Solist teilgenommen, berichtet seine Lehrerin. Sie und ihr Schüler seien mit dem Erreichten „sehr zufrieden“. Zweite Preise erhielten die Geschwister Dana Antonella (10), und Jonas (13) Neufeld aus Porta Westfalica, ihre Schwester Sinje (12) erhielt einen dritten Preis. Sie haben seit drei Jahren bei Olga Kasakova in Bückeburg Unterricht, ebenso wie Ben Samuel Dück (3. Preis) ebenfalls aus Porta Westfalica. Alle drei sind bereits wettbewerbserfahren. „Alle haben tolle Fortschritte gemacht“, lobt Kasakova. Sie habe ihre Schüler allerdings nicht nach Bielefeld begleiten können, weil sie zeitgleich zwei Schaumburger Schülerinnen zum Regionalwettbewerb in Niedersachsen begleitete. Sorie-Alexandra und Anne-Christina Preotefoiu schafften dort allerdings die Weiterleitung zum Landeswettbewerb. Vier Schüler der Musikschule Petershagen platzierten sich in der Sparte Drumset Pop. Dabei sicherte sich Julius-Montgomery Klar (11) einen ersten Preis, Conchi Dransfeld (11) und Rouven Stahlhut (15) holten einen zweiten Platz und Lotta Brukmeier(14) landete auf Platz drei. Julius-Montgomery Klar, Schüler des Gymnasiums Petershagen, spielt seit zwei Jahren und beteiligte sich erstmals bei Jugend musiziert. Als Musiklehrer Mario Scholz zwei Wochen vor dem Wettbewerb feststellte, dass es noch „Handlungsbedarf“ gab, übte er so ausdauernd, dass er am Ende eine Blase am Finger hatte. Beim Auftritt war diese nicht hinderlich. Mit den Titeln „Rutschpartie“, „Solo I“ von Rick Latham und „Play that funky music“ überzeugte er die Preisrichter. Der Musiklehrer hofft, dass künftig wieder mehr Schüler Erfolge einheimsen. Denn: „Der Leistungsabfall im Zuge von G 8 war eklatant.“