Kommentar zum Thema Tik Tok: Hingucken

Nadine Schwan

Nadine Schwan. MT- - © Foto: Lehn
Nadine Schwan. MT- (© Foto: Lehn)

Von Tik Tok darf man halten was man will. Ja, die App ist voll mit unnötigen Videos, aber sie werden von Millionen Menschen gesehen und können hoch relevant werden. Wer nicht hinschaut, was dort passiert, verschläft, was eine ganze Generation bewegt. Und viel schlimmer noch, verschläft die Entwicklung von neuen und mächtigen Medienformen.

Vergangenes Jahr ist so etwas schon einmal passiert, mit Youtube und dem Video von Rezo „Die Zerstörung der CDU“. In Sozialen Netzwerken geht es neben Unterhaltungsformaten auch immer mehr darum, Informationen zu verbreiten und um Meinungsbildung. Wer nicht rechtzeitig bemerkt, was auf diesen Plattformen passiert, für den öffnet sich wie beim Rezo-Beispiel plötzlich eine unbekannte Welt. Wer sich darin nicht auskennt, ist völlig hilflos.

Tik Tok wird derzeit von immer mehr Menschen auf der Welt genutzt – nicht nur, um witzige Tänze aufzuführen, sondern auch, um zu informieren – so wie das einst nur klassischen Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitung vorbehalten war. Und das in einer unglaublich rasanten Geschwindigkeit. Ein Video aufzunehmen und zu senden, dauert nur ein paar Minuten. Ein Fernsehbeitrag? Stunden bis Tage.

Rezos Video sollte uns eine Lehre sein. Soziale Medien und ihre Macher – egal ob auf Youtube oder Tik Tok – beeinflussen uns und unsere Entscheidungen. Sie sind relevant für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Aber wie gehen wir damit um?

Was es dafür braucht ist Medienkompetenz. Wie bewerte ich Quellen? Wie funktioniert ein Algorithmus? Was passiert mit meinen Daten? Mitmachen muss man dafür auf Tik Tok nicht, aber hineinschauen und eine Antwort auf diese Fragen haben – und nicht erst, wenn das nächste Rezo-Video die Runde macht.

Hier gibt es mehr zum Thema Tik Tok.

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Kommentar zum Thema Tik Tok: HinguckenNadine SchwanVon Tik Tok darf man halten was man will. Ja, die App ist voll mit unnötigen Videos, aber sie werden von Millionen Menschen gesehen und können hoch relevant werden. Wer nicht hinschaut, was dort passiert, verschläft, was eine ganze Generation bewegt. Und viel schlimmer noch, verschläft die Entwicklung von neuen und mächtigen Medienformen. Vergangenes Jahr ist so etwas schon einmal passiert, mit Youtube und dem Video von Rezo „Die Zerstörung der CDU“. In Sozialen Netzwerken geht es neben Unterhaltungsformaten auch immer mehr darum, Informationen zu verbreiten und um Meinungsbildung. Wer nicht rechtzeitig bemerkt, was auf diesen Plattformen passiert, für den öffnet sich wie beim Rezo-Beispiel plötzlich eine unbekannte Welt. Wer sich darin nicht auskennt, ist völlig hilflos. Tik Tok wird derzeit von immer mehr Menschen auf der Welt genutzt – nicht nur, um witzige Tänze aufzuführen, sondern auch, um zu informieren – so wie das einst nur klassischen Medien wie Fernsehen, Radio oder Zeitung vorbehalten war. Und das in einer unglaublich rasanten Geschwindigkeit. Ein Video aufzunehmen und zu senden, dauert nur ein paar Minuten. Ein Fernsehbeitrag? Stunden bis Tage. Rezos Video sollte uns eine Lehre sein. Soziale Medien und ihre Macher – egal ob auf Youtube oder Tik Tok – beeinflussen uns und unsere Entscheidungen. Sie sind relevant für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Aber wie gehen wir damit um? Was es dafür braucht ist Medienkompetenz. Wie bewerte ich Quellen? Wie funktioniert ein Algorithmus? Was passiert mit meinen Daten? Mitmachen muss man dafür auf Tik Tok nicht, aber hineinschauen und eine Antwort auf diese Fragen haben – und nicht erst, wenn das nächste Rezo-Video die Runde macht. Hier gibt es mehr zum Thema Tik Tok.