Kommentar zur Nordbrücken-Sanierung: Das tritt sich nicht fest

Carsten Korfesmeyer

„Neues“ funktioniert gewöhnlich – und erst der Gebrauch bringt den Verschleiß. Für die Fahrbahndecke auf der Nordbrücke gilt das angeblich andersrum. Erst die dort herumsausenden Autos sollen schaffen, was die Baufirma offensichtlich als Ergebnis nicht abliefern brauchte: eine wellenfreie Asphaltdecke, auf der die Fahrzeuge aalglatt unterwegs sind.

Konsequent zu Ende gedacht sorgen erst die Autofahrer, Trucker und Biker dafür, dass diese Fahrbahnsanierung irgendwann zur Zufriedenheit abgeschlossen ist. Sind sie in den kommenden Wochen möglichst zahlreich auf der Buckelpiste unterwegs, setzt sich alles. Die Bauherren haben dann ihr gewünschtes Ergebnis und die Baufirma hat auch die drohenden Regressansprüche vom Hals.

Mal abgesehen davon, dass sowas nicht klimafreundlich ist, kann es auch nicht sein, den Verkehrsteilnehmern eine Buckelpiste zu servieren. Bürger zahlen einiges an Steuergeldern für Straßen – und zwar für funktionierende. Sie sind kein Teil des Bautrupps.

Unwahrscheinlich ist, dass die neue Fahrbahndecke der Nordbrücke das Ziel „neuwertig“ auf diese Weise jemals erreicht. Dass sie Teil der Hauptverkehrsader ist, machts noch schlimmer. Regress? Die Stadt sollte diese Karte möglichst schnell ziehen.

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Kommentar zur Nordbrücken-Sanierung: Das tritt sich nicht festCarsten Korfesmeyer„Neues“ funktioniert gewöhnlich – und erst der Gebrauch bringt den Verschleiß. Für die Fahrbahndecke auf der Nordbrücke gilt das angeblich andersrum. Erst die dort herumsausenden Autos sollen schaffen, was die Baufirma offensichtlich als Ergebnis nicht abliefern brauchte: eine wellenfreie Asphaltdecke, auf der die Fahrzeuge aalglatt unterwegs sind. Konsequent zu Ende gedacht sorgen erst die Autofahrer, Trucker und Biker dafür, dass diese Fahrbahnsanierung irgendwann zur Zufriedenheit abgeschlossen ist. Sind sie in den kommenden Wochen möglichst zahlreich auf der Buckelpiste unterwegs, setzt sich alles. Die Bauherren haben dann ihr gewünschtes Ergebnis und die Baufirma hat auch die drohenden Regressansprüche vom Hals. Mal abgesehen davon, dass sowas nicht klimafreundlich ist, kann es auch nicht sein, den Verkehrsteilnehmern eine Buckelpiste zu servieren. Bürger zahlen einiges an Steuergeldern für Straßen – und zwar für funktionierende. Sie sind kein Teil des Bautrupps. Unwahrscheinlich ist, dass die neue Fahrbahndecke der Nordbrücke das Ziel „neuwertig“ auf diese Weise jemals erreicht. Dass sie Teil der Hauptverkehrsader ist, macht’s noch schlimmer. Regress? Die Stadt sollte diese Karte möglichst schnell ziehen.