Minden

Zwei Lieferfahrer klauen Waren aus Paketen - Hermes reguliert den Schaden

Stefan Koch

15.000 Paketzusteller von Hermes sind derzeit im Einsatz. - © Foto: Hermes/Willing-Holtz
15.000 Paketzusteller von Hermes sind derzeit im Einsatz. (© Foto: Hermes/Willing-Holtz)

Minden (mt). Der Paketzusteller Hermes wird nach dem Diebstahl von Lieferungen den Kunden den Schaden ersetzen. Das erklärte am Montag Sebastian Kaltofen, regionaler Pressesprecher des Unternehmens mit Sitz in Hamburg. Wie das MT berichtete, hatten zwei Fahrer eines für Hermes tätigen Unternehmens die Sendungen nicht ausgeliefert, sondern in Minderheide die Pakete in zwei Zustellwagen aufgebrochen, um mit der Ware zu verschwinden.

„Wir werden auf jeden Fall jetzt auf die Kunden zugehen“, so Kaltofen. Am einfachsten sei die Schadensregulierung in den Fällen, wo die Sendungen über den Onlinehandel abgewickelt worden seien und entsprechende Lieferscheine vorlägen. Schwieriger gestalte sich sich die Bewertung des Schadens in Fällen privater Lieferungen. „Wichtig ist in solchen Fällen, dass die Privatversender noch die Quittungen für die von ihnen abgeschickten Waren haben.“ Niemand werde aber auf seinen Kosten sitzen bleiben.

Laut Kaltofen halten sich derartige Vorfälle in Grenzen. „Die Schadens- und Verlustquote liegt bei Hermes nur bei 0,03 Prozent.“ Zu dem Anteil kriminellen Verhaltens in dieser Aufstellung hat der Pressesprecher dagegen keine Hinweise. „Auf jeden Fall wird aber durch solche vereinzelten Taten die gute Arbeit der übrigen Paketzusteller in Misskredit gebracht. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass fast alle derzeit ihren Job zuverlässig erledigten – und das gerade im Weihnachtsgeschäft, wo in Hermes in Spitzenzeiten bis zu 2,3 Millionen Paket am Tag auszuliefern habe.

Zu den Ermittlungen im Fall des Paketdiebstahls in Minden hat die Polizei keine neuen Erkenntnisse. Laut Pressesprecher Ralf Steinmeyer hätten sich die Tatverdächtigen unter einer Scheinadresse anmeldet. Es handele sich um rumänische Staatsbürger. „Es ist anzunehmen, dass sie sich in ihre Heimat abgesetzt haben.“

15.000 Fahrer braucht Hermes in der Weihnachtszeit, um die wachsende Zahl an Aufträgen abzuwickeln. Ob es da für das Unternehmen schwieriger wird, auf dem Arbeitsmarkt geeignetes Personal zu finden? „Wir arbeiten alle unserer Fahrer ein und jeder wird auf seinen Job vorbereitet“, sagt dazu der Pressesprecher.

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MindenZwei Lieferfahrer klauen Waren aus Paketen - Hermes reguliert den SchadenStefan KochMinden (mt). Der Paketzusteller Hermes wird nach dem Diebstahl von Lieferungen den Kunden den Schaden ersetzen. Das erklärte am Montag Sebastian Kaltofen, regionaler Pressesprecher des Unternehmens mit Sitz in Hamburg. Wie das MT berichtete, hatten zwei Fahrer eines für Hermes tätigen Unternehmens die Sendungen nicht ausgeliefert, sondern in Minderheide die Pakete in zwei Zustellwagen aufgebrochen, um mit der Ware zu verschwinden. „Wir werden auf jeden Fall jetzt auf die Kunden zugehen“, so Kaltofen. Am einfachsten sei die Schadensregulierung in den Fällen, wo die Sendungen über den Onlinehandel abgewickelt worden seien und entsprechende Lieferscheine vorlägen. Schwieriger gestalte sich sich die Bewertung des Schadens in Fällen privater Lieferungen. „Wichtig ist in solchen Fällen, dass die Privatversender noch die Quittungen für die von ihnen abgeschickten Waren haben.“ Niemand werde aber auf seinen Kosten sitzen bleiben. Laut Kaltofen halten sich derartige Vorfälle in Grenzen. „Die Schadens- und Verlustquote liegt bei Hermes nur bei 0,03 Prozent.“ Zu dem Anteil kriminellen Verhaltens in dieser Aufstellung hat der Pressesprecher dagegen keine Hinweise. „Auf jeden Fall wird aber durch solche vereinzelten Taten die gute Arbeit der übrigen Paketzusteller in Misskredit gebracht. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass fast alle derzeit ihren Job zuverlässig erledigten – und das gerade im Weihnachtsgeschäft, wo in Hermes in Spitzenzeiten bis zu 2,3 Millionen Paket am Tag auszuliefern habe. Zu den Ermittlungen im Fall des Paketdiebstahls in Minden hat die Polizei keine neuen Erkenntnisse. Laut Pressesprecher Ralf Steinmeyer hätten sich die Tatverdächtigen unter einer Scheinadresse anmeldet. Es handele sich um rumänische Staatsbürger. „Es ist anzunehmen, dass sie sich in ihre Heimat abgesetzt haben.“ 15.000 Fahrer braucht Hermes in der Weihnachtszeit, um die wachsende Zahl an Aufträgen abzuwickeln. Ob es da für das Unternehmen schwieriger wird, auf dem Arbeitsmarkt geeignetes Personal zu finden? „Wir arbeiten alle unserer Fahrer ein und jeder wird auf seinen Job vorbereitet“, sagt dazu der Pressesprecher.