Perfekt mit Rochenleder und Seide: Mindenerin ist Deutschlands beste Polsterin Stemwede-Haldem (nw). Die Hussen und Kissen in Leder und Seide, die Malin Niemann fertigt, sind später oft in Luxusjachten und Hotelsuiten für die Prominent der Welt zu finden. Jetzt wurde die Mindener Polster- und Dekorationsnäherin des Haldemer Unternehmens „Sinn Living“ von der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Eric Schweitzer, dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, in Berlin zur Besten ihres Fachs in Deutschland gekürt. Für den traditionellen Handwerksbetrieb „Sinn Living“ ist es bereits die zweite Auszubildende, die mit ihren Prüfungsstücken den Preis als Deutschlands beste Polster- und Dekorationsnäherin erhält. „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung und hätte nie gedacht, dass ich soweit komme“, sagt die 23-jährige Mindenerin. Die Siegerin überzeugte vor allem durch „die kreative Weiterentwicklung bei gleichzeitiger exzellenter Ausführung“. Für die vier Prüfungsstücke Husse, Hocker, Sitzbankkissen und rundes Kissen erzielte die Handwerkerin im praktischen Teil 100 und im theoretischen Teil 97 von 100 Punkten. Auch der Ausbilder bei „Sinn Living“ ist begeistert: „Malin hat ein tolles Feeling für die Materialien. Sie ist sehr geschickt und umsichtig in der Umsetzung“, so Meister Lothar Saß. Ob Kappnaht, Doppelsteppnaht oder Kellernaht, ob an Leder, Samt oder Seide: Malin Niemann führt diese Arbeit heute mit sicherer Fingerfertigkeit und 100-prozentiger Perfektion aus. „Am Anfang meiner Ausbildung kam ich oft an meine Grenzen“, berichtet die Mindenerin. „Etwas so Anspruchsvolles wie das Mobiliar von „Sinn Living“ zu kreieren, bedeutet, erst mal durch ein tiefes Tal zu gehen. Da muss man schon aufpassen, dass einem der Geduldsfaden nicht reißt. Am Ende freut man sich dann natürlich umso mehr über das hochwertige Ergebnis.“ Die Mühe hat sich gelohnt: Bereits am 8. Oktober 2019 wurde die junge Frau von den Juroren des Prüfungsausschusses zur Besten ihres Berufs in Ostwestfalen-Lippe gekürt. „Wir sind wahnsinnig stolz auf Malin“, sagt Geschäftsführer Sebastian Sinn. Höchste Präzision habe in seinem Betrieb Vorrang. Die Manufaktur produziere anspruchsvolles Interieur für Yachten, Flugzeuge, Hotels und Restaurants in aller Welt. „Zu den Endkunden zählt eine internationale Prominenz, die Normalsterbliche – wenn überhaupt – nur über die Medien zu Gesicht bekommen. Zum guten Ton gehört allerdings absolute Diskretion“, so der Geschäftsführer. „Wir verarbeiten kostbarste Materialien wie Rochenleder und feinste Seide in traditioneller Weise. Verschnitte oder Fehler beim Nähen sind mit einem hohen Wertverlust verbunden.“. „Die Anforderungen bei ,Sinn Living’ waren für das gute Abschneiden bei der Prüfung für mich natürlich hilfreich“, erklärt die Preisträgerin. Rund 45 Auszubildende bildete das Haldemer Unternehmen seit 1988 aus: „Der Großteil schloss mit Bestnoten ab“, erklärt Sinn stolz. „Deshalb übernehmen wir unsere Lehrlinge gerne und suchen derzeit wieder neue.“ Malin gefiel vor allem das gute Arbeitsklima. Als Lehrling sei sie zwar gefordert, aber dafür auch überdurchschnittlich unterstützt und inspiriert worden. Und warum eine handwerkliche Ausbildung statt eines Studiums? „Ich mochte es schon immer zu nähen“, sagt die junge Mindenerin. Sie habe nach einem guten Ausbildungsbetrieb gesucht und sei nach ihrem Abitur auf den Zeitungsartikel über ihre Vorgängerin gestoßen, die 2016 als bundesweit beste Auszubildende bei „Sinn Living“ abschloss: „Die Möglichkeit, interessante Materialien in den schönsten Farben und Anmutungen handwerklich traditionell zu verarbeiten und zu gestalten, reizte mich nach dem Lesen des Beitrags umso mehr. Ich hab mich dann einfach beworben“, berichtet sie. „Der Ideenreichtum erweitert sich, je mehr man weiß, wie sich etwas umsetzen lässt. Es ist toll, am Ende live und in Farbe den Effekt seiner Arbeit zu sehen.“

Perfekt mit Rochenleder und Seide: Mindenerin ist Deutschlands beste Polsterin

„Ich freue mich riesig über die Auszeichnung und hätte nie gedacht, dass ich soweit komme“, sagt die 23-jährige Mindenerin, hier mit Geschäftsführer Sebastian Sinn. © Foto: Antje Egbert/pr

Stemwede-Haldem (nw). Die Hussen und Kissen in Leder und Seide, die Malin Niemann fertigt, sind später oft in Luxusjachten und Hotelsuiten für die Prominent der Welt zu finden. Jetzt wurde die Mindener Polster- und Dekorationsnäherin des Haldemer Unternehmens „Sinn Living“ von der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Eric Schweitzer, dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, in Berlin zur Besten ihres Fachs in Deutschland gekürt.

Für den traditionellen Handwerksbetrieb „Sinn Living“ ist es bereits die zweite Auszubildende, die mit ihren Prüfungsstücken den Preis als Deutschlands beste Polster- und Dekorationsnäherin erhält. „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung und hätte nie gedacht, dass ich soweit komme“, sagt die 23-jährige Mindenerin. Die Siegerin überzeugte vor allem durch „die kreative Weiterentwicklung bei gleichzeitiger exzellenter Ausführung“.

Für die vier Prüfungsstücke Husse, Hocker, Sitzbankkissen und rundes Kissen erzielte die Handwerkerin im praktischen Teil 100 und im theoretischen Teil 97 von 100 Punkten. Auch der Ausbilder bei „Sinn Living“ ist begeistert: „Malin hat ein tolles Feeling für die Materialien. Sie ist sehr geschickt und umsichtig in der Umsetzung“, so Meister Lothar Saß. Ob Kappnaht, Doppelsteppnaht oder Kellernaht, ob an Leder, Samt oder Seide: Malin Niemann führt diese Arbeit heute mit sicherer Fingerfertigkeit und 100-prozentiger Perfektion aus.

„Am Anfang meiner Ausbildung kam ich oft an meine Grenzen“, berichtet die Mindenerin. „Etwas so Anspruchsvolles wie das Mobiliar von „Sinn Living“ zu kreieren, bedeutet, erst mal durch ein tiefes Tal zu gehen. Da muss man schon aufpassen, dass einem der Geduldsfaden nicht reißt. Am Ende freut man sich dann natürlich umso mehr über das hochwertige Ergebnis.“

Die Mühe hat sich gelohnt: Bereits am 8. Oktober 2019 wurde die junge Frau von den Juroren des Prüfungsausschusses zur Besten ihres Berufs in Ostwestfalen-Lippe gekürt. „Wir sind wahnsinnig stolz auf Malin“, sagt Geschäftsführer Sebastian Sinn. Höchste Präzision habe in seinem Betrieb Vorrang. Die Manufaktur produziere anspruchsvolles Interieur für Yachten, Flugzeuge, Hotels und Restaurants in aller Welt. „Zu den Endkunden zählt eine internationale Prominenz, die Normalsterbliche – wenn überhaupt – nur über die Medien zu Gesicht bekommen. Zum guten Ton gehört allerdings absolute Diskretion“, so der Geschäftsführer. „Wir verarbeiten kostbarste Materialien wie Rochenleder und feinste Seide in traditioneller Weise. Verschnitte oder Fehler beim Nähen sind mit einem hohen Wertverlust verbunden.“.

„Die Anforderungen bei ,Sinn Living’ waren für das gute Abschneiden bei der Prüfung für mich natürlich hilfreich“, erklärt die Preisträgerin.

Rund 45 Auszubildende bildete das Haldemer Unternehmen seit 1988 aus: „Der Großteil schloss mit Bestnoten ab“, erklärt Sinn stolz. „Deshalb übernehmen wir unsere Lehrlinge gerne und suchen derzeit wieder neue.“

Malin gefiel vor allem das gute Arbeitsklima. Als Lehrling sei sie zwar gefordert, aber dafür auch überdurchschnittlich unterstützt und inspiriert worden. Und warum eine handwerkliche Ausbildung statt eines Studiums? „Ich mochte es schon immer zu nähen“, sagt die junge Mindenerin. Sie habe nach einem guten Ausbildungsbetrieb gesucht und sei nach ihrem Abitur auf den Zeitungsartikel über ihre Vorgängerin gestoßen, die 2016 als bundesweit beste Auszubildende bei „Sinn Living“ abschloss: „Die Möglichkeit, interessante Materialien in den schönsten Farben und Anmutungen handwerklich traditionell zu verarbeiten und zu gestalten, reizte mich nach dem Lesen des Beitrags umso mehr. Ich hab mich dann einfach beworben“, berichtet sie.

„Der Ideenreichtum erweitert sich, je mehr man weiß, wie sich etwas umsetzen lässt. Es ist toll, am Ende live und in Farbe den Effekt seiner Arbeit zu sehen.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden