Minden

Fahrradfreundliche Kreuzungen: Umgestaltung verzögert sich

Monika Jäger

Rote Furten sollen die Querung der Ringstraße für Radfahrer künftig sicherer machen. MT Foto/Grafik: Lehn
Rote Furten sollen die Querung der Ringstraße für Radfahrer künftig sicherer machen. MT Foto/Grafik: Lehn

Minden (mt). Eigentlich sollten verschiedene Kreuzungen in Minden schon längst fahrradfreundlich umgestaltet sein. Warum das noch nicht geschehen ist, erklärte Bau-Beigeordneter Lars Bursian jetzt im zuständigen Bauausschuss. Hauptgrund: Die Ampelsignale müssen jeweils neu berechnet werden – und die externen Ingenieurbüros mit dem entsprechenden Knowhow seien aktuell mit Aufträgen völlig überlastet.

Insgesamt hat Minden etwa 40 Knotenpunkte neu geplant. So sollen beispielsweise die Rad-Querungen an der Ringstraße neu und auffallend Rot markiert werden. Dabei sei die Neuberechnung der Signalanlagen jedoch der erste Schritt, da nur so andere Räumzeiten für die Kreuzungen berücksichtigt werden können. Bursian: „Bauliche Änderungen nehmen wir erst vor, wenn die neuen Signalgeber da sind.“ Auch gegebenenfalls nötige Pflasterarbeiten würden erst dann erledigt, wenn die Ampelschaltungen umgerüstet sind. Markierungs- und Tiefbauarbeiten müssen jedoch nicht an Externe vergeben werden, „die machen wir zum Teil selbst“.

An anderen Orten habe die Stadt auch mit der Umgestaltung von Kreuzungen gewartet, wenn klar war, dass hier im Verlauf des Jahres sowieso eine Deckensanierung anstand.

Darum verzögern sich auch die Arbeiten an der Kreuzung am Dreiecksplatz, an der Ecke Mindener Straße und Lübbecker Straße, ebenso am E-Center. „All das haben wir schon lange vor, und dass wir mit der Umsetzung noch nicht so weit sind, stört uns sehr“, so Bursian. Immerhin habe sich die Stadt im Masterplan Mobilität auch die Radverkehrsförderung auf die Fahnen geschrieben und das sehr ernst gemeint.

Wegen der langsameren Umsetzung habe die Stadt nun bei der Bezirksregierung darum gebeten, dass der entsprechende Förderantrag verlängert wird.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss sagte Bursian, dass er keine Aussage zum voraussichtlichen Datum der Fertigstellung treffen könne, weil die Stadt hier von den Fachbüros abhängig sei. Zudem gebe es bei der Stadt zurzeit nur einen Verkehrsplaner. Bursian machte auch deutlich, dass er es für wenig sinnvoll halte, wie ebenfalls im Ausschuss angeregt, bei der Stadt Minden einen eigenen Ingenieur für die Berechnung der Ampelsignale einzustellen – falls denn überhaupt jemand gefunden werden könnte. „Es macht Sinn, solche Spezialaufgaben an Fachbüros zu geben.“

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MindenFahrradfreundliche Kreuzungen: Umgestaltung verzögert sichMonika JägerMinden (mt). Eigentlich sollten verschiedene Kreuzungen in Minden schon längst fahrradfreundlich umgestaltet sein. Warum das noch nicht geschehen ist, erklärte Bau-Beigeordneter Lars Bursian jetzt im zuständigen Bauausschuss. Hauptgrund: Die Ampelsignale müssen jeweils neu berechnet werden – und die externen Ingenieurbüros mit dem entsprechenden Knowhow seien aktuell mit Aufträgen völlig überlastet. Insgesamt hat Minden etwa 40 Knotenpunkte neu geplant. So sollen beispielsweise die Rad-Querungen an der Ringstraße neu und auffallend Rot markiert werden. Dabei sei die Neuberechnung der Signalanlagen jedoch der erste Schritt, da nur so andere Räumzeiten für die Kreuzungen berücksichtigt werden können. Bursian: „Bauliche Änderungen nehmen wir erst vor, wenn die neuen Signalgeber da sind.“ Auch gegebenenfalls nötige Pflasterarbeiten würden erst dann erledigt, wenn die Ampelschaltungen umgerüstet sind. Markierungs- und Tiefbauarbeiten müssen jedoch nicht an Externe vergeben werden, „die machen wir zum Teil selbst“. An anderen Orten habe die Stadt auch mit der Umgestaltung von Kreuzungen gewartet, wenn klar war, dass hier im Verlauf des Jahres sowieso eine Deckensanierung anstand. Darum verzögern sich auch die Arbeiten an der Kreuzung am Dreiecksplatz, an der Ecke Mindener Straße und Lübbecker Straße, ebenso am E-Center. „All das haben wir schon lange vor, und dass wir mit der Umsetzung noch nicht so weit sind, stört uns sehr“, so Bursian. Immerhin habe sich die Stadt im Masterplan Mobilität auch die Radverkehrsförderung auf die Fahnen geschrieben und das sehr ernst gemeint. Wegen der langsameren Umsetzung habe die Stadt nun bei der Bezirksregierung darum gebeten, dass der entsprechende Förderantrag verlängert wird. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss sagte Bursian, dass er keine Aussage zum voraussichtlichen Datum der Fertigstellung treffen könne, weil die Stadt hier von den Fachbüros abhängig sei. Zudem gebe es bei der Stadt zurzeit nur einen Verkehrsplaner. Bursian machte auch deutlich, dass er es für wenig sinnvoll halte, wie ebenfalls im Ausschuss angeregt, bei der Stadt Minden einen eigenen Ingenieur für die Berechnung der Ampelsignale einzustellen – falls denn überhaupt jemand gefunden werden könnte. „Es macht Sinn, solche Spezialaufgaben an Fachbüros zu geben.“