Lübbecke

Zwischenfrüchte: Die Farbtupfer auf den Äckern sind nicht nur hübsch, sondern auch nützlich

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Zwischenfrüchte wie der gelb blühende Senf sind zurzeit Hingucker auf den Äckern. - © Foto: pr
Zwischenfrüchte wie der gelb blühende Senf sind zurzeit Hingucker auf den Äckern. (© Foto: pr)

Minden-Lübbecke (mt/dh). Was blüht denn da jetzt auf den Feldern? Raps? Aber der blüht doch im Frühjahr – oder? „Richtig, Raps ist es nicht, es sind verschiedene Zwischenfrüchte wie der gelb blühende Senf“, berichtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke Rainer Meyer. Sie bieten derzeit die bunten Farbtupfer auf den heimischen Äckern.

Wird das Getreide im Sommer geerntet und soll die nächste Frucht – wie Mais, Kartoffeln oder Rüben – erst im Frühjahr auf dem Feld bestellt werden, säen die Landwirte häufig Zwischenfrüchte aus. Diese können aus zwei Gründen angebaut werden: „Entweder wir nutzten den Aufwuchs als Futter oder wir tun dem Boden, der Natur und den Hauptfrüchten einfach nur etwas Gutes“, erklärt Meyer. „Die meisten Zwischenfrüchte nutzen wir Landwirte nicht, sondern arbeiten sie im Frühjahr in den Boden ein.“ Dies seien die Zwischenfrüchte, die man jetzt so schön blühen sehe. Möchte man den Aufwuchs als Rinderfutter oder für Biogasanlagen verwenden, werde in der Regel Gras oder Grünroggen angebaut.

„Mit Zwischenfrüchten wollen wir Bauern Nährstoffe speichern und vor dem Auswaschen schützten“, erläutert Meyer in der Pressemitteilung des Kreisverbandes. Zudem werde damit das Bodenleben und der Humusaufbau gefördert und der Boden im Winter vor Erosion geschützt.

Ist die Hauptfrucht im Sommer abgeerntet, befinden sich noch Nährstoffe im Boden. Im Herbst und Winter könnten diese vom Regen in tiefere Schichten geschwemmt werden. Damit sind sie einerseits für die nächsten Pflanzen nicht mehr verfügbar und andererseits können diese Nährstoffe auch ins Grundwasser oder in Bäche gelangen. „Zwischenfrüchte nehmen die Nährstoffe im Herbst auf und speichern sie in ihren Pflanzenteilen“, so Meyer. Im nächsten Jahr, wenn die Pflanzen im Boden eingearbeitet sind und die Bodenlebewesen sie zersetzen, geben sie die Nährstoffe wieder frei. So kann die nächste Frucht sie wieder nutzen.

Ein weiterer Grund für den Anbau: Der „Grünteppich“ bietet wildlebenden Tieren Schutz und Nahrung.

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LübbeckeZwischenfrüchte: Die Farbtupfer auf den Äckern sind nicht nur hübsch, sondern auch nützlichMinden-Lübbecke (mt/dh). Was blüht denn da jetzt auf den Feldern? Raps? Aber der blüht doch im Frühjahr – oder? „Richtig, Raps ist es nicht, es sind verschiedene Zwischenfrüchte wie der gelb blühende Senf“, berichtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Minden-Lübbecke Rainer Meyer. Sie bieten derzeit die bunten Farbtupfer auf den heimischen Äckern. Wird das Getreide im Sommer geerntet und soll die nächste Frucht – wie Mais, Kartoffeln oder Rüben – erst im Frühjahr auf dem Feld bestellt werden, säen die Landwirte häufig Zwischenfrüchte aus. Diese können aus zwei Gründen angebaut werden: „Entweder wir nutzten den Aufwuchs als Futter oder wir tun dem Boden, der Natur und den Hauptfrüchten einfach nur etwas Gutes“, erklärt Meyer. „Die meisten Zwischenfrüchte nutzen wir Landwirte nicht, sondern arbeiten sie im Frühjahr in den Boden ein.“ Dies seien die Zwischenfrüchte, die man jetzt so schön blühen sehe. Möchte man den Aufwuchs als Rinderfutter oder für Biogasanlagen verwenden, werde in der Regel Gras oder Grünroggen angebaut. „Mit Zwischenfrüchten wollen wir Bauern Nährstoffe speichern und vor dem Auswaschen schützten“, erläutert Meyer in der Pressemitteilung des Kreisverbandes. Zudem werde damit das Bodenleben und der Humusaufbau gefördert und der Boden im Winter vor Erosion geschützt. Ist die Hauptfrucht im Sommer abgeerntet, befinden sich noch Nährstoffe im Boden. Im Herbst und Winter könnten diese vom Regen in tiefere Schichten geschwemmt werden. Damit sind sie einerseits für die nächsten Pflanzen nicht mehr verfügbar und andererseits können diese Nährstoffe auch ins Grundwasser oder in Bäche gelangen. „Zwischenfrüchte nehmen die Nährstoffe im Herbst auf und speichern sie in ihren Pflanzenteilen“, so Meyer. Im nächsten Jahr, wenn die Pflanzen im Boden eingearbeitet sind und die Bodenlebewesen sie zersetzen, geben sie die Nährstoffe wieder frei. So kann die nächste Frucht sie wieder nutzen. Ein weiterer Grund für den Anbau: Der „Grünteppich“ bietet wildlebenden Tieren Schutz und Nahrung.