Minden

Weihnachtsmann in Gefahr: Das neue Stück der Porta-Bühne ist schaurig-besinnlich

Sabine Häderle

Der Weihnachtsmann stürzt bei einem Gewitter über dem Nebelweg ab. - © Foto: Sabine Häderle
Der Weihnachtsmann stürzt bei einem Gewitter über dem Nebelweg ab. (© Foto: Sabine Häderle)

Minden (hae). „Das war schön“, freut sich ein Junge beim Verlassen des Stadttheaters am Samstag. „Schön“ war für ihn das neue Weihnachtsstück der Freilichtbühne Porta: „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“. Geradezu jubelnden Beifall gab es am Ende der Premiere für Schauspieler und alle Mitwirkenden.

Aber zum Anfang: Wochenlang war geprobt worden, Texte wurden gelernt, Tanzschritte geübt und Lieder einstudiert. Bühnenbilder wurden gebaut und Kostüme genäht. Jetzt konnte es losgehen. Das Theater füllte sich mit aufgeregten Kindern, ihren Eltern und Großeltern. Viele Angehörige der Spielerinnen und Spieler sowie Mitglieder des Porta-Bühnen-Vereins waren gekommen und später zeigte sich, dass manches Kind im Publikum die Lieder von der Bühne mitsingen konnte. Noch aufgeregter als das Publikum dürften die Laienspieler sowie alle Mitwirkenden gewesen sein.

„Als der der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ ist eine Geschichte von Cornelia Funke, die Marion Hohenfeld und Anne Nowak für das Theater bearbeitet haben. Die Geschichte handelt vom letzten Weihnachtsmann Julebukk, der kurz vor Weihnachten in ein Gewitter gerät und samt Wohnwagen, Engel Matilda und Kobold Fliegenbart auf die Erde fällt, mitten in den Nebelweg. Julebukk ist in Gefahr. Er ist der letzte traditionelle Weihnachtsmann, der noch Geschenke bastelt und Glitzerstaub streut. Sein Gegenspieler Waldemar Wichteltod will, dass die Menschen nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, sondern bei ihm billiges Spielzeug kaufen. Er macht mit seinen beiden Nussknackersoldaten Jagd auf den Weihnachtsmann. Im Nebelweg wohnen glücklicherweise die Kinder Ben und Charlotte, die Julebukk zu Hilfe kommen. Sie wünschen sich endlich mal wieder Schnee an Weihnachten vom Weihnachtsmann. Und dann wird es spannend.

Regisseurin Judith Röser hat mit Unterstützung von Karolin Koldehoff, der musikalischen Leiterin, eine fröhliche und zugleich spannende, musical-ähnliche Weihnachtsgeschichte inszeniert. Da wird nicht nur gespielt, sondern auch gesungen und getanzt. Der Text sitzt, junge und ältere Schauspieler spielen sicher und mit viel Freude an ihrer Aufgabe. Vor allem die drei Jugendlichen Katy Runge als Charlotte, Leo Pape als Ben und Matti Glöckner als Mike beeindrucken durch ihr ausdrucksstarkes Spiel. Die Gesangsstücke mit ihren eingängigen Melodien und flotten Rhythmen, komponiert von Michael Wiehagen, kommen beim Publikum gut an. Ebenso die Tanzeinlagen, die zu spontanem Beifall führen. Was macht es da schon, dass der eine oder andere beim Tanzen kurz auf seine Füßen schielen muss.

Für Lacher sorgt der Hund, der von Charlotte ferngesteuert auf Rollen daher kommt. Eine Tür, die vom Boden herabkommt, ist der Eingang zum Weihnachtsland und mit wenigen weißen Requisiten wird die Kälte und Unwirtlichkeit des Weihnachtslands dargestellt – ein pfiffiges Bühnenbild.

Bis Weihnachten sind sieben weitere Aufführungen im Stadttheater Minden geplant. Karten gibt es beim Express Ticket Service, Telefon (05 71) 8 82 77.

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MindenWeihnachtsmann in Gefahr: Das neue Stück der Porta-Bühne ist schaurig-besinnlichSabine HäderleMinden (hae). „Das war schön“, freut sich ein Junge beim Verlassen des Stadttheaters am Samstag. „Schön“ war für ihn das neue Weihnachtsstück der Freilichtbühne Porta: „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“. Geradezu jubelnden Beifall gab es am Ende der Premiere für Schauspieler und alle Mitwirkenden. Aber zum Anfang: Wochenlang war geprobt worden, Texte wurden gelernt, Tanzschritte geübt und Lieder einstudiert. Bühnenbilder wurden gebaut und Kostüme genäht. Jetzt konnte es losgehen. Das Theater füllte sich mit aufgeregten Kindern, ihren Eltern und Großeltern. Viele Angehörige der Spielerinnen und Spieler sowie Mitglieder des Porta-Bühnen-Vereins waren gekommen und später zeigte sich, dass manches Kind im Publikum die Lieder von der Bühne mitsingen konnte. Noch aufgeregter als das Publikum dürften die Laienspieler sowie alle Mitwirkenden gewesen sein. „Als der der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ ist eine Geschichte von Cornelia Funke, die Marion Hohenfeld und Anne Nowak für das Theater bearbeitet haben. Die Geschichte handelt vom letzten Weihnachtsmann Julebukk, der kurz vor Weihnachten in ein Gewitter gerät und samt Wohnwagen, Engel Matilda und Kobold Fliegenbart auf die Erde fällt, mitten in den Nebelweg. Julebukk ist in Gefahr. Er ist der letzte traditionelle Weihnachtsmann, der noch Geschenke bastelt und Glitzerstaub streut. Sein Gegenspieler Waldemar Wichteltod will, dass die Menschen nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben, sondern bei ihm billiges Spielzeug kaufen. Er macht mit seinen beiden Nussknackersoldaten Jagd auf den Weihnachtsmann. Im Nebelweg wohnen glücklicherweise die Kinder Ben und Charlotte, die Julebukk zu Hilfe kommen. Sie wünschen sich endlich mal wieder Schnee an Weihnachten vom Weihnachtsmann. Und dann wird es spannend. Regisseurin Judith Röser hat mit Unterstützung von Karolin Koldehoff, der musikalischen Leiterin, eine fröhliche und zugleich spannende, musical-ähnliche Weihnachtsgeschichte inszeniert. Da wird nicht nur gespielt, sondern auch gesungen und getanzt. Der Text sitzt, junge und ältere Schauspieler spielen sicher und mit viel Freude an ihrer Aufgabe. Vor allem die drei Jugendlichen Katy Runge als Charlotte, Leo Pape als Ben und Matti Glöckner als Mike beeindrucken durch ihr ausdrucksstarkes Spiel. Die Gesangsstücke mit ihren eingängigen Melodien und flotten Rhythmen, komponiert von Michael Wiehagen, kommen beim Publikum gut an. Ebenso die Tanzeinlagen, die zu spontanem Beifall führen. Was macht es da schon, dass der eine oder andere beim Tanzen kurz auf seine Füßen schielen muss. Für Lacher sorgt der Hund, der von Charlotte ferngesteuert auf Rollen daher kommt. Eine Tür, die vom Boden herabkommt, ist der Eingang zum Weihnachtsland und mit wenigen weißen Requisiten wird die Kälte und Unwirtlichkeit des Weihnachtslands dargestellt – ein pfiffiges Bühnenbild. Bis Weihnachten sind sieben weitere Aufführungen im Stadttheater Minden geplant. Karten gibt es beim Express Ticket Service, Telefon (05 71) 8 82 77.