Minden

Wählergemeinschaft "Wir in Minden" fordert Aufklärung bei der Kampa-Halle

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"Wir in Minden" will Aufklärung in Sachen Kampa-Halle. Foto: MT-Archiv - © Lehn,Alexander
"Wir in Minden" will Aufklärung in Sachen Kampa-Halle. Foto: MT-Archiv (© Lehn,Alexander)

Minden (mt/hwa). Die noch junge Wählergemeinschaft „Wir in Minden“ fordert von Landrat Dr. Ralf Niermann (SPD) bessere Aufklärung in Sachen Kampa-Halle. Der Mindener Unternehmer Martin Möller habe die Diskussion „in neue Bahnen gelenkt“, sagt Stefan Schröder, der derzeit für die Linkspartei im Mindener Rat sitzt und zugleich als einer von drei kommissarischen Sprechern der neuen Gruppierung auftritt.

Es müssten kurzfristig alle Lösungsmöglichkeiten diskutiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung von „Wir in Minden“. Möller hatte vorgeschlagen, die Kampa-Halle mit temporärer Technik auszustatten und so über den geplanten Schließungstermin am 31. Dezember hinaus sicher betreiben zu können.

In der Mitteilung wirft Frank Tomaschewski, ebenfalls Sprecher der neuen Gruppierung, dem Landrat vor, seiner Betreiberpflicht schon länger nicht nachgekommen zu sein. Andernfalls müsse es die notwendigen Instandhaltungsrücklagen für die Sanierung der Halle geben, so Tomaschewski, derzeit parteiloser Vorsitzender der Liberalen Fraktion im Mindener Rat, in den er als Pirat eingezogen war.

Es müsse vordringlich der Schulsport gesichert werden, heißt es in der Mitteilung weiter, auch die zahlreichen Vereine und Verbände müssten kurzfristig eine Alternative bekommen. Die Diskussion um eine Multifunktionshalle steht aus Sicht der Wählervereinigung „noch nicht ansatzweise auf einem Programm“, da sie frühestens in vier bis acht Jahren entstehen könne.

Von anderer Seite gibt es zur Multifunktionshalle eine alternative Finanzierungsmöglichkeit. Hartmut Freise (FDP) schlägt vor, den Investitionszuschuss von den derzeit geplanten 7,5 aus zehn Millionen Euro zu erhöhen und im Gegenzug den Verlustausgleich von jährlich 400.000 Euro zu streichen. Freise sitzt seit seinem Ausscheiden aus der Liberalen Fraktion vor knapp zwei Jahren fraktionslos im Rat. So könne die laufende Belastung für die kommenden Haushalte gesenkt werden, sagte er mit Blick auf die hohe Liquidität der Stadt.Gleichsam spricht sich Freise für eine moderne Halle aus, sofern sie mittelfristig tragbar sei.

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MindenWählergemeinschaft "Wir in Minden" fordert Aufklärung bei der Kampa-HalleMinden (mt/hwa). Die noch junge Wählergemeinschaft „Wir in Minden“ fordert von Landrat Dr. Ralf Niermann (SPD) bessere Aufklärung in Sachen Kampa-Halle. Der Mindener Unternehmer Martin Möller habe die Diskussion „in neue Bahnen gelenkt“, sagt Stefan Schröder, der derzeit für die Linkspartei im Mindener Rat sitzt und zugleich als einer von drei kommissarischen Sprechern der neuen Gruppierung auftritt. Es müssten kurzfristig alle Lösungsmöglichkeiten diskutiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung von „Wir in Minden“. Möller hatte vorgeschlagen, die Kampa-Halle mit temporärer Technik auszustatten und so über den geplanten Schließungstermin am 31. Dezember hinaus sicher betreiben zu können. In der Mitteilung wirft Frank Tomaschewski, ebenfalls Sprecher der neuen Gruppierung, dem Landrat vor, seiner Betreiberpflicht schon länger nicht nachgekommen zu sein. Andernfalls müsse es die notwendigen Instandhaltungsrücklagen für die Sanierung der Halle geben, so Tomaschewski, derzeit parteiloser Vorsitzender der Liberalen Fraktion im Mindener Rat, in den er als Pirat eingezogen war. Es müsse vordringlich der Schulsport gesichert werden, heißt es in der Mitteilung weiter, auch die zahlreichen Vereine und Verbände müssten kurzfristig eine Alternative bekommen. Die Diskussion um eine Multifunktionshalle steht aus Sicht der Wählervereinigung „noch nicht ansatzweise auf einem Programm“, da sie frühestens in vier bis acht Jahren entstehen könne. Von anderer Seite gibt es zur Multifunktionshalle eine alternative Finanzierungsmöglichkeit. Hartmut Freise (FDP) schlägt vor, den Investitionszuschuss von den derzeit geplanten 7,5 aus zehn Millionen Euro zu erhöhen und im Gegenzug den Verlustausgleich von jährlich 400.000 Euro zu streichen. Freise sitzt seit seinem Ausscheiden aus der Liberalen Fraktion vor knapp zwei Jahren fraktionslos im Rat. So könne die laufende Belastung für die kommenden Haushalte gesenkt werden, sagte er mit Blick auf die hohe Liquidität der Stadt.Gleichsam spricht sich Freise für eine moderne Halle aus, sofern sie mittelfristig tragbar sei.