Minden

Symposium an der Fachhochschule setzt sich mit intelligenter Gebäudetechnik auseinander

veröffentlicht

Integ, 9. Symposium Intelligente Gebäudetechnik in der FH Bielefeld Campus Minden, Foto: Christian Weische Foto: Christian Weische - © Christian Weische
Integ, 9. Symposium Intelligente Gebäudetechnik in der FH Bielefeld Campus Minden, Foto: Christian Weische Foto: Christian Weische (© Christian Weische)

Minden (mt/sk). Hat intelligente Gebäudetechnik jenseits der urbanen Großzentren eine Chance? Über diese Frage diskutierten Architekten, Bauingenieure, Planer, Facility Manager, Komponentenhersteller, Handwerker und politisch Verantwortliche bei einem Symposium am Campus Minden mit Wissenschaftlern und kommunalen Vertretern. Dabei kam eine Vielzahl an Perspektiven zusammen – wenn der ländliche Raum selbst intelligent ist. Und das gilt auch für den Kreis Minden-Lübbecke.

Dr. Christian Oberst vom IW Köln rühmte für Ostwestfalen-Lippe die „Hidden Champions“, also hoch spezialisierte, meist inhabergeführte Weltmarktführer in Nischenmärkten, die es verglichen mit anderen Industrieländern deutlich in der Region mehr gibt.

Thomas Pöhlker von der Energielenker-Beratungs GmbH stellte die Ergebnisse der Vital.NRW-Studie „Intelligente Gebäude – intelligente Region Zuhause in der Zukunftsregion“ vor. Pöhlker sieht einen wachsenden Markt im Bereich intelligenter Gebäudetechnik im Kreis Minden-Lübbecke. „Das Interesse an intelligenter Gebäudetechnik ist vorhanden und intelligente Gebäudetechnik kann zur positiven Nutzung und zum Erhalt eines Gebäudes beitragen.“

Prof. Dr.-Ing. Michael Eisfeld von der der FH Bielefeld plädierte dafür, am Campus Minden Techniken für den ländlichen Raum zu entwickeln – zum Beispiel Smart Home Anwendungen im Bereich der regenerativen Energien oder des intelligenten Wohnens. Roland Willrich von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, sprach zudem über die Bildung für das Smart-Home-Zeitalter. „Das Handwerk muss die Bedarfe der Kunden erfassen. Auch gewerkeübergreifendes Fachwissen und Verständnis für Integrale Planung müssen gelernt werden.“

Prof. Dr. oec. Klaus Schafmeister der Fachhochschule des Mittelstands sprach sich dafür aus, Voraussetzungen für technologische und soziale Innovationen zu verbessern und zu vereinfachen. Schafmeister wies auf Themen wie 5G, Dual Use und Gemeingüterentwicklung wie zum Beispiel Wohngenossenschaften hin. „Wir müssen den ländlichen Raum mit seinen Potenzialen sehen und attraktiv darstellen und nicht über Landflucht reden.“

Das Symposium Intelligente Gebäudetechnologien, das inzwischen zum 9. Mal stattfand, wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gefördert. Weiter wird es unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ist Teil der Leistungsschau KlimaExpo.NRW. Initiatoren sind die Fachhochschule Bielefeld, der Kreis Minden-Lübbecke und Energie Impuls OWL e. V.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

MindenSymposium an der Fachhochschule setzt sich mit intelligenter Gebäudetechnik auseinanderMinden (mt/sk). Hat intelligente Gebäudetechnik jenseits der urbanen Großzentren eine Chance? Über diese Frage diskutierten Architekten, Bauingenieure, Planer, Facility Manager, Komponentenhersteller, Handwerker und politisch Verantwortliche bei einem Symposium am Campus Minden mit Wissenschaftlern und kommunalen Vertretern. Dabei kam eine Vielzahl an Perspektiven zusammen – wenn der ländliche Raum selbst intelligent ist. Und das gilt auch für den Kreis Minden-Lübbecke. Dr. Christian Oberst vom IW Köln rühmte für Ostwestfalen-Lippe die „Hidden Champions“, also hoch spezialisierte, meist inhabergeführte Weltmarktführer in Nischenmärkten, die es verglichen mit anderen Industrieländern deutlich in der Region mehr gibt. Thomas Pöhlker von der Energielenker-Beratungs GmbH stellte die Ergebnisse der Vital.NRW-Studie „Intelligente Gebäude – intelligente Region Zuhause in der Zukunftsregion“ vor. Pöhlker sieht einen wachsenden Markt im Bereich intelligenter Gebäudetechnik im Kreis Minden-Lübbecke. „Das Interesse an intelligenter Gebäudetechnik ist vorhanden und intelligente Gebäudetechnik kann zur positiven Nutzung und zum Erhalt eines Gebäudes beitragen.“ Prof. Dr.-Ing. Michael Eisfeld von der der FH Bielefeld plädierte dafür, am Campus Minden Techniken für den ländlichen Raum zu entwickeln – zum Beispiel Smart Home Anwendungen im Bereich der regenerativen Energien oder des intelligenten Wohnens. Roland Willrich von der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, sprach zudem über die Bildung für das Smart-Home-Zeitalter. „Das Handwerk muss die Bedarfe der Kunden erfassen. Auch gewerkeübergreifendes Fachwissen und Verständnis für Integrale Planung müssen gelernt werden.“ Prof. Dr. oec. Klaus Schafmeister der Fachhochschule des Mittelstands sprach sich dafür aus, Voraussetzungen für technologische und soziale Innovationen zu verbessern und zu vereinfachen. Schafmeister wies auf Themen wie 5G, Dual Use und Gemeingüterentwicklung wie zum Beispiel Wohngenossenschaften hin. „Wir müssen den ländlichen Raum mit seinen Potenzialen sehen und attraktiv darstellen und nicht über Landflucht reden.“ Das Symposium Intelligente Gebäudetechnologien, das inzwischen zum 9. Mal stattfand, wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gefördert. Weiter wird es unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ist Teil der Leistungsschau KlimaExpo.NRW. Initiatoren sind die Fachhochschule Bielefeld, der Kreis Minden-Lübbecke und Energie Impuls OWL e. V.