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Minden erreicht selbst gestecktes Klimaziel

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Auch mit der Beteiligung an der „Earth Hour“ wirbt die Stadt für den Klimaschutz. Archivfoto: Rolf Graff - © Rolf Graff
Auch mit der Beteiligung an der „Earth Hour“ wirbt die Stadt für den Klimaschutz. Archivfoto: Rolf Graff (© Rolf Graff)

Minden (mt/hwa). Vier Jahre nach dem Start des Klimaschutzprogramms „European Energy Award“ (EEA) hat Minden jetzt die erste Zertifizierungsstufe in Silber erreicht. Das ist das Ergebnis eines externen Audits, bei dem der Fortschritt der geplanten Maßnahmen bewertet wurde, wie die Stadt in einer Presseerklärung mitteilt.

Für Silber müssen in den sechs Handlungsfeldern durchschnittlich 50 Prozent der gesetzten Ziele erreicht werden. Minden ist mit einem Ergebnis von 55,6 Prozent damit nach Bad Oeynhausen die zweite zertifizierte Kommune im Kreis Minden-Lübbecke und darf sich „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“ nennen.

Die Stadt Minden nutzt den EEA vor allem als Instrument zur koordinierten Umsetzung ihres 2013 beschlossenen Integrierten Klimaschutzkonzeptes. Dabei geht es unter anderem um Einsparungen bei städtischen Gebäuden und Anlagen, in der Entwicklungsplanung, der Mobilität sowie der Ver- und Entsorgung, aber auch um eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, um die Klimaschutzziele bekannt zu machen.

Als konkrete Beispiele nennt die Stadt Energieeinsparungen bei den kommunalen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung und die energetisch optimierte Kläranlage. In die Bewertung mit eingeflossen sind aber auch Projekte, die zwar beschlossen, aber erst noch umgesetzt werden müssen, zum Beispiel ein Car-Sharing-Angebot im Stadtgebiet oder der neue Nahverkehrsplan, der am 1. Dezember mit neuen Linien und mittelfristig auch mit neuen Fahrzeugen an den Start gehen wird.

„Ich freue mich sehr, dass die Stadt Minden erstmals die Zertifizierung mit dem European Energy Award erreicht hat“, sagt Klimaschutzmanagerin Inna Sawatzki, die den Prozess begleitet und koordiniert hat. Mit dem Silberstatus soll das Projekt aber noch nicht am Ende sein. Die Mindener Politik hatte sich in verschiedenen Gremien parteiübergreifend dafür ausgesprochen, auch den Gold-Status anzustreben. Dafür müssen bei einem Audit 75 Prozent der Maßnahmen umgesetzt sein.

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MindenMinden erreicht selbst gestecktes KlimazielMinden (mt/hwa). Vier Jahre nach dem Start des Klimaschutzprogramms „European Energy Award“ (EEA) hat Minden jetzt die erste Zertifizierungsstufe in Silber erreicht. Das ist das Ergebnis eines externen Audits, bei dem der Fortschritt der geplanten Maßnahmen bewertet wurde, wie die Stadt in einer Presseerklärung mitteilt. Für Silber müssen in den sechs Handlungsfeldern durchschnittlich 50 Prozent der gesetzten Ziele erreicht werden. Minden ist mit einem Ergebnis von 55,6 Prozent damit nach Bad Oeynhausen die zweite zertifizierte Kommune im Kreis Minden-Lübbecke und darf sich „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“ nennen. Die Stadt Minden nutzt den EEA vor allem als Instrument zur koordinierten Umsetzung ihres 2013 beschlossenen Integrierten Klimaschutzkonzeptes. Dabei geht es unter anderem um Einsparungen bei städtischen Gebäuden und Anlagen, in der Entwicklungsplanung, der Mobilität sowie der Ver- und Entsorgung, aber auch um eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, um die Klimaschutzziele bekannt zu machen. Als konkrete Beispiele nennt die Stadt Energieeinsparungen bei den kommunalen Gebäuden und bei der Straßenbeleuchtung und die energetisch optimierte Kläranlage. In die Bewertung mit eingeflossen sind aber auch Projekte, die zwar beschlossen, aber erst noch umgesetzt werden müssen, zum Beispiel ein Car-Sharing-Angebot im Stadtgebiet oder der neue Nahverkehrsplan, der am 1. Dezember mit neuen Linien und mittelfristig auch mit neuen Fahrzeugen an den Start gehen wird. „Ich freue mich sehr, dass die Stadt Minden erstmals die Zertifizierung mit dem European Energy Award erreicht hat“, sagt Klimaschutzmanagerin Inna Sawatzki, die den Prozess begleitet und koordiniert hat. Mit dem Silberstatus soll das Projekt aber noch nicht am Ende sein. Die Mindener Politik hatte sich in verschiedenen Gremien parteiübergreifend dafür ausgesprochen, auch den Gold-Status anzustreben. Dafür müssen bei einem Audit 75 Prozent der Maßnahmen umgesetzt sein.