Minden

Junge Kunst aus Hamburg in der Galerie ArtMinden

Ursula Koch

Für ihre Ausstellung „Junge Kunst aus Hamburg“ in der Galerie ArtMinden haben sich Anna Celina Schneider, Patryk Hanik und Lida Lucia Medzech T-Shirts mit dem abgekürzten Ausstellungstitel gedruckt. MT- - © Foto: Ursula Koch
Für ihre Ausstellung „Junge Kunst aus Hamburg“ in der Galerie ArtMinden haben sich Anna Celina Schneider, Patryk Hanik und Lida Lucia Medzech T-Shirts mit dem abgekürzten Ausstellungstitel gedruckt. MT- (© Foto: Ursula Koch)

Minden (mt). Junge Kunst zu fördern ist für den Bildhauer Peter Medzech eine Herzensangelegenheit. Sei es in Form von Projekten mit Schülern oder in seiner aktiven Zeit als Vorsitzender des Kunstvereins Lübbecke. Durch seine Tochter Lida Lucia sei ihm die junge Kunst wieder sehr nahe gekommen, sagt er. Darum zeigt sich von Sonntag an in einem Raum seiner Galerie ArtMinden in Todtenhausen „Junge Kunst aus Hamburg“.

Alle fünf jungen Künstler kommen vom Land und leben heute in der Großstadt, stellt Medzech eine Verbindung her. Aus ihren Arbeiten liest er eine gewisse Reizüberflutung heraus. Unter die vier Hamburger mischt er noch Donata Kataria, deren Arbeiten bereits in der Galerie zu sehen waren. Die Haddenhauserin hat allerdings in München studiert und lebt auch dort. In dieser Ausstellung ist sie mit einer Rauminstallation beteiligt, die erst heute entstehen wird.

Alle anderen haben einen Bachelor-Abschluss in Kommunikationsdesign gemacht oder stehen kurz vor dem Abschluss. Sie alle sind ganz offensichtlich vom Genre Comic geprägt und alle kombinieren in ihren Bildern figürliche Darstellungen und Schrift. Lida Lucia Medzech malt in kräftigen Farben Gesichter, die von Händen umgeben sind. In dem einen Bild entspringen die Hände dem Kopf, in dem daneben greifen sie von außen nach der Person.„Die Hände stellen für mich den äußeren Einfluss dar. Die Großstadt will immer viel von einem“, erläutert sie ihre Bilder. Der Comiceinfluss wird in den kleinformatigen Zeichnungen noch deutlicher. Die typischen schwarzen Umrisszeichnungen zieht sie gelegentlich über den Bildrahmen hinaus bis auf den Rahmen.

Katharina Elisabeth Erdlenbruch hat ein sehr grafisches Kalenderblatt zu Hamburg mit den Wahrzeichen Michel, Elbphilharmonie und einem Segelschiff gestaltet, das seine Spannung aus dem Wechsel von filigraner und massiver Zeichnung gewinnt. Ihre zwei kleinformatigen Porträts „zeigen Menschen, wie sie einem in der Stadt begegnen können, erzählen ihre Mitstreiter. Außerdem hat sie eine großformatige Arbeit auf Transparentpapier mitten im Raum aufgehängt. Es zeigt eine junge Frau und einen jungen Mann und den Schriftzug „You can't hide“. „Sie fühlt sich durchleuchtet“, erläutern ihre Mitstreiter.

Anna Celina Schneider, aufgewachsen in Oberlübbe, hat ihr ältestes Bild auf Leinwand mitgebracht. 2013 entstanden zeigt es eine junge Frau, die ein wenig verloren wirkt. Auch sie deutet Schrift an, die allerdings nicht zu entziffern ist. Aus Experimenten mit Drucktechniken resultieren ein Menschen und ein Tier-Porträt. Drei grafische Blätter um den Spruch „Carpe diem“ hat sie für ihre Mutter gestaltet. Die Farbe Grün verbindet sie mit Landschaft und daher auch mit Heimat.

Patryk Hanik wurde in Polen geboren. In seinen Bildern und zwei Siebdrucken verbindet er den modernen westlichen Ansatz mit traditioneller japanischer Kunst. Motive eines Formel-Eins-Rennens und eines Science-Fiction-Films kombiniert er mit Tier-Motiven aus der Welt der Tattoos. Sein kleinformatiges Gemälde zeigt einen Mann mit verschwommenem Gesicht, das wirkt, als würde er sich hektisch umschauen. Auch dies ein Effekt der Reizüberflutung.

Die Ausstellung „Junge Kunst aus Hamburg wird am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr in der Galerie ArtMinden, Schulstraße 3, eröffnet. Sie kann dort jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon (0571)9742697, besichtigt werden. Zur Finissage am Sonntag, 15. Dezember, um 15 Uhr sind auch die jungen Künstler wieder anwesend.

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MindenJunge Kunst aus Hamburg in der Galerie ArtMindenUrsula KochMinden (mt). Junge Kunst zu fördern ist für den Bildhauer Peter Medzech eine Herzensangelegenheit. Sei es in Form von Projekten mit Schülern oder in seiner aktiven Zeit als Vorsitzender des Kunstvereins Lübbecke. Durch seine Tochter Lida Lucia sei ihm die junge Kunst wieder sehr nahe gekommen, sagt er. Darum zeigt sich von Sonntag an in einem Raum seiner Galerie ArtMinden in Todtenhausen „Junge Kunst aus Hamburg“. Alle fünf jungen Künstler kommen vom Land und leben heute in der Großstadt, stellt Medzech eine Verbindung her. Aus ihren Arbeiten liest er eine gewisse Reizüberflutung heraus. Unter die vier Hamburger mischt er noch Donata Kataria, deren Arbeiten bereits in der Galerie zu sehen waren. Die Haddenhauserin hat allerdings in München studiert und lebt auch dort. In dieser Ausstellung ist sie mit einer Rauminstallation beteiligt, die erst heute entstehen wird. Alle anderen haben einen Bachelor-Abschluss in Kommunikationsdesign gemacht oder stehen kurz vor dem Abschluss. Sie alle sind ganz offensichtlich vom Genre Comic geprägt und alle kombinieren in ihren Bildern figürliche Darstellungen und Schrift. Lida Lucia Medzech malt in kräftigen Farben Gesichter, die von Händen umgeben sind. In dem einen Bild entspringen die Hände dem Kopf, in dem daneben greifen sie von außen nach der Person.„Die Hände stellen für mich den äußeren Einfluss dar. Die Großstadt will immer viel von einem“, erläutert sie ihre Bilder. Der Comiceinfluss wird in den kleinformatigen Zeichnungen noch deutlicher. Die typischen schwarzen Umrisszeichnungen zieht sie gelegentlich über den Bildrahmen hinaus bis auf den Rahmen. Katharina Elisabeth Erdlenbruch hat ein sehr grafisches Kalenderblatt zu Hamburg mit den Wahrzeichen Michel, Elbphilharmonie und einem Segelschiff gestaltet, das seine Spannung aus dem Wechsel von filigraner und massiver Zeichnung gewinnt. Ihre zwei kleinformatigen Porträts „zeigen Menschen, wie sie einem in der Stadt begegnen können, erzählen ihre Mitstreiter. Außerdem hat sie eine großformatige Arbeit auf Transparentpapier mitten im Raum aufgehängt. Es zeigt eine junge Frau und einen jungen Mann und den Schriftzug „You can't hide“. „Sie fühlt sich durchleuchtet“, erläutern ihre Mitstreiter. Anna Celina Schneider, aufgewachsen in Oberlübbe, hat ihr ältestes Bild auf Leinwand mitgebracht. 2013 entstanden zeigt es eine junge Frau, die ein wenig verloren wirkt. Auch sie deutet Schrift an, die allerdings nicht zu entziffern ist. Aus Experimenten mit Drucktechniken resultieren ein Menschen und ein Tier-Porträt. Drei grafische Blätter um den Spruch „Carpe diem“ hat sie für ihre Mutter gestaltet. Die Farbe Grün verbindet sie mit Landschaft und daher auch mit Heimat. Patryk Hanik wurde in Polen geboren. In seinen Bildern und zwei Siebdrucken verbindet er den modernen westlichen Ansatz mit traditioneller japanischer Kunst. Motive eines Formel-Eins-Rennens und eines Science-Fiction-Films kombiniert er mit Tier-Motiven aus der Welt der Tattoos. Sein kleinformatiges Gemälde zeigt einen Mann mit verschwommenem Gesicht, das wirkt, als würde er sich hektisch umschauen. Auch dies ein Effekt der Reizüberflutung. Die Ausstellung „Junge Kunst aus Hamburg wird am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr in der Galerie ArtMinden, Schulstraße 3, eröffnet. Sie kann dort jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon (0571)9742697, besichtigt werden. Zur Finissage am Sonntag, 15. Dezember, um 15 Uhr sind auch die jungen Künstler wieder anwesend.