Minden

Kämmerer reagiert auf Kreisumlage und fordert mehr Grundsteuer

Monika Jäger

ARCHIV - Blick in eine Geldbörse mit Euro-Münzen, aufgenommen am 28.04.2013 in Nürnberg (Bayern). Foto: Daniel Karmann/dpa (zu dpa "Mehr Geld im Geldbeutel: Löhne 2015 kräftiger gestiegen als Inflation" vom 26.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ - © Daniel Karmann
ARCHIV - Blick in eine Geldbörse mit Euro-Münzen, aufgenommen am 28.04.2013 in Nürnberg (Bayern). Foto: Daniel Karmann/dpa (zu dpa "Mehr Geld im Geldbeutel: Löhne 2015 kräftiger gestiegen als Inflation" vom 26.02.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ (© Daniel Karmann)

Minden (mt). Mindens Kämmerer Norbert Kresse wird der Politik vorschlagen, in 2020 die Grundsteuer zu erhöhen. Damit bestätigt er Hinweise von Kommunalpolitikern.

Grundsteuern müssen Haus- und Grundstücksbesitzer abführen, sie wirken sich über die Nebenkosten aber auch auf Mieter aus. Die Berechnung richtet sich nach einem Basiswert und dem von den Kommunen bestimmten Hebesatz. Neben Gewerbesteuern zählt die Grundsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen für Städte und Gemeinden.

In Minden haben Politik und Verwaltung seit 2013 eine Erhöhung vermieden – obwohl Minden als arme Stärkungspakt-Kommune hier unter besonderer Beobachtung steht. Rundherum haben die Städte den Hebesatz öfter verändert.

In Minden hat die Kämmerei eine Steigerung von jetzt 460 auf dann 530 Punkte in den Haushalt geschrieben. Was das konkret für die Bürger bedeutet, habe er noch nicht berechnen können, so Kresse.

Eigentlich wollte er die mögliche Erhöhung erst im Gesamtzusammenhang beschreiben – dann, wenn er am 7. November seine Finanzplanungen für 2020 vorstellt. Grund für die unpopuläre Maßnahme sei, dass der Kreis die Umlage, die Beiträge der Kommunen, deutlich erhöhen will. „Gegenüber 2019 will der Kreis satte fünf Millionen mehr haben“, so Kresse. 3,7 Millionen Euro habe er schon berücksichtigt, auch wenn er eigentlich nur 1,5 Millionen für vertretbar gehalten habe. Die zusätzlichen 2,2 Millionen Euro müssten durch eine Grundsteuer-Erhöhung finanziert werden. Wenn der Kreis auf der deutlich höheren Summe von fünf Millionen beharre, müsste der Hebesatz sogar auf 570 Punkte steigen.

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MindenKämmerer reagiert auf Kreisumlage und fordert mehr GrundsteuerMonika JägerMinden (mt). Mindens Kämmerer Norbert Kresse wird der Politik vorschlagen, in 2020 die Grundsteuer zu erhöhen. Damit bestätigt er Hinweise von Kommunalpolitikern. Grundsteuern müssen Haus- und Grundstücksbesitzer abführen, sie wirken sich über die Nebenkosten aber auch auf Mieter aus. Die Berechnung richtet sich nach einem Basiswert und dem von den Kommunen bestimmten Hebesatz. Neben Gewerbesteuern zählt die Grundsteuer zu den wichtigsten Einnahmequellen für Städte und Gemeinden. In Minden haben Politik und Verwaltung seit 2013 eine Erhöhung vermieden – obwohl Minden als arme Stärkungspakt-Kommune hier unter besonderer Beobachtung steht. Rundherum haben die Städte den Hebesatz öfter verändert. In Minden hat die Kämmerei eine Steigerung von jetzt 460 auf dann 530 Punkte in den Haushalt geschrieben. Was das konkret für die Bürger bedeutet, habe er noch nicht berechnen können, so Kresse. Eigentlich wollte er die mögliche Erhöhung erst im Gesamtzusammenhang beschreiben – dann, wenn er am 7. November seine Finanzplanungen für 2020 vorstellt. Grund für die unpopuläre Maßnahme sei, dass der Kreis die Umlage, die Beiträge der Kommunen, deutlich erhöhen will. „Gegenüber 2019 will der Kreis satte fünf Millionen mehr haben“, so Kresse. 3,7 Millionen Euro habe er schon berücksichtigt, auch wenn er eigentlich nur 1,5 Millionen für vertretbar gehalten habe. Die zusätzlichen 2,2 Millionen Euro müssten durch eine Grundsteuer-Erhöhung finanziert werden. Wenn der Kreis auf der deutlich höheren Summe von fünf Millionen beharre, müsste der Hebesatz sogar auf 570 Punkte steigen.