Minden

Update: Eurofighter mit Überschallgeschwindigkeit sorgt für großen Knall

veröffentlicht

Ein Eurofighter, der sich in einer Höhe von etwa 12,5 Kilometer über dem Kreis Minden-Lübbecke befand, sorgte für den lauten Knall am Donnerstagvormittag. Archivfoto: Bernd Wüstneck/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ - © (c) zb
Ein Eurofighter, der sich in einer Höhe von etwa 12,5 Kilometer über dem Kreis Minden-Lübbecke befand, sorgte für den lauten Knall am Donnerstagvormittag. Archivfoto: Bernd Wüstneck/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (© (c) zb)

Minden (ps/cs). Ein lauter Knall, eine Druckwelle - und keiner wusste am Donnerstagvormittag, woher es kommt. Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr brachte jetzt Licht ins Dunkel: Mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter überflogen zu dem Zeitpunkt den Kreis Minden-Lübbecke, eines von ihnen erreichte kurzzeitig um 11.12 Uhr Überschallgeschwindigkeit – das entspricht in der Luft 1.230 km/h.

"Das betreffende Luftfahrzeug befand sich dabei in einer Höhe von 41.100 Fuß (ca. 12500 m über Grund) und in einer Entfernung von 11,5 Nautischen Meilen (ca. 21 km) zum Kreis Minden-Lübbecke", heißt es in der Mitteilung des Luftfahrtamtes der Bundeswehr. Außerdem sei der Einsatz unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen erfolgt.

Gegen 11.30 Uhr hatten Bewohner der Mindener Nordstadt die MT-Redaktion über einen Knall informiert, der sich in unmittelbarer Nähe ereignet haben soll. "Das Haus hat dabei gewackelt", berichtet eine Zeugin. Der Knall mitsamt der Druckwelle war außerdem im gesamten Kreis Minden-Lübbecke zu hören und zu spüren.

MT-Screenshots: Patrick Schwemling
MT-Screenshots: Patrick Schwemling

Wie Polizei-Pressesprecher Thomas Bensch mitteilte, verzeichente die Polizei keinen Einsatz. Ebenso wenig gingen Meldungen zu dem Thema bei der Polizeileitstelle ein. "Es haben sich bisher keine besorgten Bürger gemeldet", sagte Bensch gegen 11.45 Uhr.

Im Anschluss an den Knall diskutierten zahlreiche Menschen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Jodel über die Ursache und berichteten darüber, wo sie den Knall gehört haben. Die Nutzer kamen aus Minden, Uchte, Petershagen, Lübbecke, Porta Westfalica und Vlotho. Auch über den Hintergrund wurde dort gerätselt. "Könnte ein Überschallknall gewesen sein", vermutete eine Person, die letztlich Recht behalten sollte.

Florian Heisen aus Wulferdingsen hat noch eine andere mögliche Erklärung für den Knall. Zwei bis drei Stunden nach dem Knall hat er zwei kleine, schwarze, porenförmige Partikel, die magnetisch sind, auf seinem Balkon gefunden. „Das könnten Fragmente eines Meteoriten sein", vermutet er gegenüber dem MT.

Schon in der Vergangenheit hatten unerklärliche Geräusche in Minden für Aufregung gesorgt. Im September wurden die Anwohner der Mindener Nordstadt von einem lauten Knall geweckt worden. Immer wieder waren in den letzten Jahren Knallgeräusche zu hören. Außerdem berichteten Anwohner von wabernden Pfeifgeräuschen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

MindenUpdate: Eurofighter mit Überschallgeschwindigkeit sorgt für großen KnallMinden (ps/cs). Ein lauter Knall, eine Druckwelle - und keiner wusste am Donnerstagvormittag, woher es kommt. Ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr brachte jetzt Licht ins Dunkel: Mehrere Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter überflogen zu dem Zeitpunkt den Kreis Minden-Lübbecke, eines von ihnen erreichte kurzzeitig um 11.12 Uhr Überschallgeschwindigkeit – das entspricht in der Luft 1.230 km/h. "Das betreffende Luftfahrzeug befand sich dabei in einer Höhe von 41.100 Fuß (ca. 12500 m über Grund) und in einer Entfernung von 11,5 Nautischen Meilen (ca. 21 km) zum Kreis Minden-Lübbecke", heißt es in der Mitteilung des Luftfahrtamtes der Bundeswehr. Außerdem sei der Einsatz unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen erfolgt. Gegen 11.30 Uhr hatten Bewohner der Mindener Nordstadt die MT-Redaktion über einen Knall informiert, der sich in unmittelbarer Nähe ereignet haben soll. "Das Haus hat dabei gewackelt", berichtet eine Zeugin. Der Knall mitsamt der Druckwelle war außerdem im gesamten Kreis Minden-Lübbecke zu hören und zu spüren. Wie Polizei-Pressesprecher Thomas Bensch mitteilte, verzeichente die Polizei keinen Einsatz. Ebenso wenig gingen Meldungen zu dem Thema bei der Polizeileitstelle ein. "Es haben sich bisher keine besorgten Bürger gemeldet", sagte Bensch gegen 11.45 Uhr. Im Anschluss an den Knall diskutierten zahlreiche Menschen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Jodel über die Ursache und berichteten darüber, wo sie den Knall gehört haben. Die Nutzer kamen aus Minden, Uchte, Petershagen, Lübbecke, Porta Westfalica und Vlotho. Auch über den Hintergrund wurde dort gerätselt. "Könnte ein Überschallknall gewesen sein", vermutete eine Person, die letztlich Recht behalten sollte. Florian Heisen aus Wulferdingsen hat noch eine andere mögliche Erklärung für den Knall. Zwei bis drei Stunden nach dem Knall hat er zwei kleine, schwarze, porenförmige Partikel, die magnetisch sind, auf seinem Balkon gefunden. „Das könnten Fragmente eines Meteoriten sein", vermutet er gegenüber dem MT. Schon in der Vergangenheit hatten unerklärliche Geräusche in Minden für Aufregung gesorgt. Im September wurden die Anwohner der Mindener Nordstadt von einem lauten Knall geweckt worden. Immer wieder waren in den letzten Jahren Knallgeräusche zu hören. Außerdem berichteten Anwohner von wabernden Pfeifgeräuschen.