Minden

Baustelle Hochstraße: Sperrung gilt auch für Fußgänger und Radfahrer

Anja Peper

Die Baustelle an der Nordbrücke betrifft auch Fußgänger und Radfahrer. Sie werden stadtauswärts über die Brühlstraße umgeleitet. Der Grund für die Sperrung erschließt sich nicht sofort. MT-Foto: Anja Peper - © Anja Peper
Die Baustelle an der Nordbrücke betrifft auch Fußgänger und Radfahrer. Sie werden stadtauswärts über die Brühlstraße umgeleitet. Der Grund für die Sperrung erschließt sich nicht sofort. MT-Foto: Anja Peper (© Anja Peper)

Minden (mt). Die Baustelle an der stark befahrenen Hochstraße/Nordbrücke betrifft alle Verkehrsteilnehmer. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Der Abschnitt zwischen Marienstraße und Werftstraße (410 Meter) ist stadtauswärts gesperrt, eine Umleitung über die Brühlstraße ausgeschildert. Der Grund für die Einschränkung ist nicht sofort ersichtlich, denn am Radweg selbst sei bisher gar nicht gearbeitet worden.

Darüber wundert sich zum Beispiel MT-Leser Michael Bloch, der täglich mit dem Rad zum Bahnhof fährt und aktuell die ausgeschilderte Umleitung benutzt. Er schreibt: „Wie ich fest gestellt habe, finden an dem Radweg keinerlei Bautätigkeiten statt, der Radweg wird auch nicht als Materiallager genutzt. Die parallel verlaufende Straße wird zur Zeit saniert. Wieso also ist der Radweg gesperrt, wenn dort seit Ende August nichts getan wird?“

Die Antwort weiß Ingenieur Friedrich Lange, der bei den Städtischen Betrieben Minden (SBM) für Brücken zuständig ist. Laut Lange handelt es sich bei der Sperrung für Fußgänger und Radfahrer um eine Vorsichtsmaßnahme, denn sie sollen der Baustelle nicht zu nahe kommen. Lange: „Wir arbeiten dort mit Kompressoren und Druckluft, die Staub und Steine aufwirbeln können.“ Damit niemand von herumfliegenden Teilen verletzt wird, sei die Sperrung notwendig.

Das Geländer wird erneuert und erhöht (MT-Bericht vom 4. September). Risse, abplatzender Beton und durch Fugen eindringendes Wasser haben dem Bauwerk über die Jahrzehnte zugesetzt: Inzwischen wurden sowohl die Leitplanken als auch die Geländer selbst entfernt, der Betonsockel wird aktuell repariert. Auch wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, müsste noch ausreichend Zeit eingeplant werden, damit die Farbe der neuen Markierungen richtig trocknen kann. Folglich müssen sich ausnahmslos alle Verkehrsteilnehmer noch in Geduld üben. Aktuell rechnet SBM-Ingenieur Friedrich Lange damit, dass die Sperrung bis Anfang November bestehen bleibt.

Über die vierspurige Nordbrücke rollt unter anderem der Verkehr in östlicher Richtung zum Industriegebiet am Mindener Hafen. Entsprechend viel Wirtschaftsverkehr ist hier unterwegs. Eine wichtige Rolle spielt die Straße auch als Anbindung zur Nordrampe und zur Marienstraße. Obwohl die Strecke so stark befahren ist, fließt der Auto- und Lkw-Verkehr Richtung Stadt vergleichsweise flüssig durch die Baustelle. Für alle Bauabschnitte gilt: Eine Fahrspur muss jeweils offen bleiben für Rettungsfahrzeuge.

Die Hochstraße ist der Teil der L 764 zwischen dem Abschnitt Goebenstraße und der Nordbrücke (Gustav-Heinemann-Brücke). Sie entstand in den Jahren 1975 bis 1977 und führt über das Wago-Gelände. Über die Jahrzehnte entstanden Schäden am gesamten Bauwerk – von den Pfeilern über die Unter- und Überbauten bis hin zu den Geländern. Alle Brücken werden regelmäßig geprüft und die Schäden dokumentiert.

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MindenBaustelle Hochstraße: Sperrung gilt auch für Fußgänger und RadfahrerAnja PeperMinden (mt). Die Baustelle an der stark befahrenen Hochstraße/Nordbrücke betrifft alle Verkehrsteilnehmer. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen. Der Abschnitt zwischen Marienstraße und Werftstraße (410 Meter) ist stadtauswärts gesperrt, eine Umleitung über die Brühlstraße ausgeschildert. Der Grund für die Einschränkung ist nicht sofort ersichtlich, denn am Radweg selbst sei bisher gar nicht gearbeitet worden. Darüber wundert sich zum Beispiel MT-Leser Michael Bloch, der täglich mit dem Rad zum Bahnhof fährt und aktuell die ausgeschilderte Umleitung benutzt. Er schreibt: „Wie ich fest gestellt habe, finden an dem Radweg keinerlei Bautätigkeiten statt, der Radweg wird auch nicht als Materiallager genutzt. Die parallel verlaufende Straße wird zur Zeit saniert. Wieso also ist der Radweg gesperrt, wenn dort seit Ende August nichts getan wird?“ Die Antwort weiß Ingenieur Friedrich Lange, der bei den Städtischen Betrieben Minden (SBM) für Brücken zuständig ist. Laut Lange handelt es sich bei der Sperrung für Fußgänger und Radfahrer um eine Vorsichtsmaßnahme, denn sie sollen der Baustelle nicht zu nahe kommen. Lange: „Wir arbeiten dort mit Kompressoren und Druckluft, die Staub und Steine aufwirbeln können.“ Damit niemand von herumfliegenden Teilen verletzt wird, sei die Sperrung notwendig. Das Geländer wird erneuert und erhöht (MT-Bericht vom 4. September). Risse, abplatzender Beton und durch Fugen eindringendes Wasser haben dem Bauwerk über die Jahrzehnte zugesetzt: Inzwischen wurden sowohl die Leitplanken als auch die Geländer selbst entfernt, der Betonsockel wird aktuell repariert. Auch wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, müsste noch ausreichend Zeit eingeplant werden, damit die Farbe der neuen Markierungen richtig trocknen kann. Folglich müssen sich ausnahmslos alle Verkehrsteilnehmer noch in Geduld üben. Aktuell rechnet SBM-Ingenieur Friedrich Lange damit, dass die Sperrung bis Anfang November bestehen bleibt. Über die vierspurige Nordbrücke rollt unter anderem der Verkehr in östlicher Richtung zum Industriegebiet am Mindener Hafen. Entsprechend viel Wirtschaftsverkehr ist hier unterwegs. Eine wichtige Rolle spielt die Straße auch als Anbindung zur Nordrampe und zur Marienstraße. Obwohl die Strecke so stark befahren ist, fließt der Auto- und Lkw-Verkehr Richtung Stadt vergleichsweise flüssig durch die Baustelle. Für alle Bauabschnitte gilt: Eine Fahrspur muss jeweils offen bleiben für Rettungsfahrzeuge. Die Hochstraße ist der Teil der L 764 zwischen dem Abschnitt Goebenstraße und der Nordbrücke (Gustav-Heinemann-Brücke). Sie entstand in den Jahren 1975 bis 1977 und führt über das Wago-Gelände. Über die Jahrzehnte entstanden Schäden am gesamten Bauwerk – von den Pfeilern über die Unter- und Überbauten bis hin zu den Geländern. Alle Brücken werden regelmäßig geprüft und die Schäden dokumentiert.